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Erntemaschinen
965 Themen, Moderator: Susanne1, Manu, Matthias, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Erntemaschinen
Dreschen, Roden, Mähen...

Extremes Lagergetreide dreschen

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Extremes Lagergetreide dreschen
Hallo Erntespezialisten,
mich interssiert eure Meinung zur Ernte von Lagergetreide.
Haben eine Fläche (Roggen) zu dreschen, die mehr oder weniger niedergewalz ist.
Das Getreide ist natrülich extrem unterschiedlich. Oben trocken, unten freucht. Hinzu kommt das extrem viel an Strohmasse vorhanden ist. Totspritzen kommt nicht in Frage.
Mich interssieren, wie ihr das Erntetechnisch am besten angehen würdet?
Ist es eine Möglichkeit das Zeug abzumähen (Fingermähwerk...) - auf Schwad zu legen und anschließend vom Schwad zu dreschen. Ich würde mir damit erhoffen, das die Pflanze abstirbt, das Getreide abtrocknet und so die Möglichkeit das zu ernten (ohne gröberen Maschinenschaden) steigt.
Welche Möglichkeit würde es sonst noch geben?

Mich interssiert eure Meinung/Erfahrungen.

lg

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Wer hat in Deutschland einen Drescher der aus dem Schwad dreschen kann???
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Nen haufen Aufwand und viel Verluste !

Wenn du an der Saatbeetbereitung nicht geschlampft hast , sprich einen ebenen Tisch hinterlassen hast , und im Nachgang auch die Fahrgassen nicht vergewaltigt hast , dann sollte das jeder vernünftige Drescher raus bringen , notfalls nur in eine Richtung . Und notfalls nachtroknen ( was ich mir aber bei dem Wetter kaum vorstellen kann . )
Keinen "Hund" zum jagen tragen !
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 15.07.18 um 23:19 Uhr.
@ oesi #
oesi schrieb:

Hallo Erntespezialisten,
mich interssiert eure Meinung zur Ernte von Lagergetreide.
Haben eine Fläche (Roggen) zu dreschen, die mehr oder weniger niedergewalz ist.
Das Getreide ist natrülich extrem unterschiedlich. Oben trocken, unten freucht. Hinzu kommt das extrem viel an Strohmasse vorhanden ist. Totspritzen kommt nicht in Frage.
Mich interssieren, wie ihr das Erntetechnisch am besten angehen würdet?
Ist es eine Möglichkeit das Zeug abzumähen (Fingermähwerk...) - auf Schwad zu legen und anschließend vom Schwad zu dreschen. Ich würde mir damit erhoffen, das die Pflanze abstirbt, das Getreide abtrocknet und so die Möglichkeit das zu ernten (ohne gröberen Maschinenschaden) steigt.
Welche Möglichkeit würde es sonst noch geben?

Mich interssiert eure Meinung/Erfahrungen.

lg


Das ist möglich, ich hab das auch schon so gemacht, allerdings nicht wegen Lager.
Roggen als Lager würde ich so dreschen, hab aich auch schon gemacht, ist nicht schön, geht aber.
mußt halt sehr langsam und gefühlvoll fahren. Roggen hat numal die Eigenart gern tief zu liegen.

Wir haben das getreide damals mit einem normalen Trommelmähwerk, mit geringer Geschwindigekeit, auf Schwad gelegd, abtrocknen lassen, und dann den Schwad normal durch einen kleinen Drescher geschickt.
War damals ein Problem mit extremen Durchwuchs.
Ich vertret hier meine Meinung.....Deine mußt Du Dir selbst bilden
Freiwirtschaft: [userpage.fu-berlin.de]

Armut schafft Demut, Demut schafft Fleiß, Fleiß schafft Reichtum,
Reichtum schafft Übermut, Übermut schafft Krieg, Krieg schafft Armut.

So ist es brauch seit alters her, wer Sorgen hat, hat auch Likör..
Doch wer zufrieden und vergnügt, sieht zu, daß er auch welchen kriegt.
(W. Busch)

Nimm das Recht weg - was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?
(Augustinus von Hippo)
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Na zur not bekommt man den schwand auch über's Schneidwerk in die Maschine gezogen. Aber wie Kasparow schon schreibt, viel Aufwand und deutlich höhere Verluste.

In der Mittagshitze dreschen, und evtl in eine ricting fahren. Früher konnte man auch am Haspel die Zinken etwas mehr auf griff stellen( denke das sollte heute auch nocv möglich sein)
Aber nicht zu lange warten, wegen auswuchsgefahr. Dem liegenden Roggen reichen die immer wieder kleineren Niederschläge schon zum wachsen.
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@ nurich #
nurich schrieb:

Na zur not bekommt man den schwand auch über's Schneidwerk in die Maschine gezogen. Aber wie Kasparow schon schreibt, viel Aufwand und deutlich höhere Verluste.

In der Mittagshitze dreschen, und evtl in eine ricting fahren. Früher konnte man auch am Haspel die Zinken etwas mehr auf griff stellen( denke das sollte heute auch nocv möglich sein)
Aber nicht zu lange warten, wegen auswuchsgefahr. Dem liegenden Roggen reichen die immer wieder kleineren Niederschläge schon zum wachsen.


Danke für die raschen Antworten.

Ich hätte das Schwad dann mit dem normalen Schneidwerk aufgenommen (steht sogar in der BA davon ewas ) - eurer Erfahrung nach aber auch nicht die ideale Lösung. Da unser Drescher nicht der Größte ist, hätte ich mir die quälerei mit dem sehr unterschiedlichen Reifestadien (unten feucht, oben trocken) erspart (vorallem wegen der Strohmassen). Auf jeden Fall werd ich mir einmal ein Rapsmesser montieren, um das Zeug vernüftig abmähen zu können (Liegt ja kreuz und quer)...
Eine bessere Idee gibts wohl nicht...

lg
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Vergiss das mit dem rapsmesser, das funktioniert nicht wenn der Roggen gewalzt ist. Du bohrst damit nur in der Erde rum.
Was unterm halmteiler durch geht, wird wenn der Teppich angehoben ist, vom normalen Messer erfasst. Und was über die halmteiler geht, mit dem möglichst weit raus gestellten abstreifblech in den bestand drücken, damit es sich nicht im Haspel wickelt.

Ein kleiner Drescher ist hier nicht wirklich nachteilig zu sehen. Halt langsam fahren, wenn es von der Leistung sein muß , mus man auch nicht die volle Schneidwerk arbeite nutzen, kann aber dann wieder zu stopfen mit dem schon gedroschenen Stroh führen.
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@ nurich #
nurich schrieb:

Vergiss das mit dem rapsmesser, das funktioniert nicht wenn der Roggen gewalzt ist. Du bohrst damit nur in der Erde rum.
Was unterm halmteiler durch geht, wird wenn der Teppich angehoben ist, vom normalen Messer erfasst. Und was über die halmteiler geht, mit dem möglichst weit raus gestellten abstreifblech in den bestand drücken, damit es sich nicht im Haspel wickelt.

Ein kleiner Drescher ist hier nicht wirklich nachteilig zu sehen. Halt langsam fahren, wenn es von der Leistung sein muß , mus man auch nicht die volle Schneidwerk arbeite nutzen, kann aber dann wieder zu stopfen mit dem schon gedroschenen Stroh führen.


Danke. Gut zu wissen - dann spar ich mir die Arbeit mit dem Rapsmesser und werd mir die Einstellungen an den Haspelzinken noch genauer ansehen, um möglichst viel "Griff" zu bekommen und die Matte vorm Messer mit der Haspel mehr oder weniger leicht anzuheben damit das was wird.
Wie siehst du das mit dem unterschiedlichen Feuchtegehalten. Ich möchte vermeiden dass ich mir den Drescher mit dem langen Zeug festfahre...
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@ oesi #
Da hilft nur langsam fahren, mit viel Gefühl, und Radio aus, das du die Maschine hörst.

Und wenn es zu zäh wird, aufhören.
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@ oesi #
oesi schrieb:

Danke. Gut zu wissen - dann spar ich mir die Arbeit mit dem Rapsmesser und werd mir die Einstellungen an den Haspelzinken noch genauer ansehen, um möglichst viel "Griff" zu bekommen und die Matte vorm Messer mit der Haspel mehr oder weniger leicht anzuheben damit das was wird.
Wie siehst du das mit dem unterschiedlichen Feuchtegehalten. Ich möchte vermeiden dass ich mir den Drescher mit dem langen Zeug festfahre...



Um wieviel Fläche handelt es sic denn? Hat du die Ährenheber alle drin? Diese schön runterdrücken das das Getreide hoch geholt wird. Nicht den Tisch zu weit nach unten. Die Ährenheber sollen das Stroh heben nicht die Finger im Messer.
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!!!
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