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Fleckvieh
307 Themen, Moderator: Manu, Matthias, Susanne1
Forum: Fleckvieh

Zuchwertschätzung August 2018

@ grimmig #
grimmig schrieb:

Die Euphorie um Mahango kann ich überhaupt nicht teilen. Bei der Strichplatzierung wirft er uns um Jahrzehnte zurück und in der Melkbarkeit nähert er sich rasant an die Katastrophalen Werte von seinem Vater.
Ich hatte vor kurzen ein Gespräch mit meinem Nachbarn ( Roboterbetrieb ) der mir sagte das Hauptaugenmerk bei der Stierauswahl legt er auf Strichplatzierung und Stellung weil da der Roboter die grössten Probleme hat .


Mag sein, habe noch kein Mahango-Euter in natura gesehen. Ich als Roboterbetrieb lege auch ein großes Augenmerk auf Strichplatzierung und Stellung. Allerdings sollte man hier von der LfL mal die Idealwerte anpassen. Strichplatzierung wäre für mich das Ideal zwischen 110 und 120 und nicht bei Unendlich. Gravierend ist es bei der Stellung. Dort sollte das Ideal auf 100 gesetzt werden. Die momentanen 120 sind zuviel des Guten! Denn die Strichplatzierung hinten geht meist mit der Strichstellung hinten einher. Und gerade der Roboter hat mit altmelkenden Spitzeneutern mehr Probleme weil er die zusammenstehenden hinteren Striche nicht erkennt. Für alle Melksysteme gilt, dass bei älteren Kühen mit Strichstellung 120 und mehr die hinteren Viertel nicht mehr leer werden und Zellzahl und Mastitisrisiko steigen. Habe das Problem bei Töchtern der Eutervererber Romel, Vanstein und Reumut, wobei die Reumut-Tochter schon als Kalbin nicht leer wird. Bei den andern beiden trat das erst ca. ab Kalb 3 auf. Doch gerade die Reumut-Euter werden ja hochgejubelt. Das kann ich nicht nachvollziehen. Auch die extreme Strichplatzierung vorne innen wirkt unnatürlich und ist nicht vorteilhaft.
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@ Simon1986 #
[quote]Simon1986 schrieb:

Jungzuechter schrieb:

Wenn ich mich irre bitte ein konkretes Beispiel! Welche Stiere hätten früher keine Besamungserlaubnis bekommen?

Bleiben wir doch bei den am Anfang der Treats von dir genannten Stieren:
Besamungserlaubnis meine ich als NK, nicht als GJV mit vielen schönen Zahlen.

Bei Sensation hätte schon der Vater NK geprüft keine Besamungserlaubnis erhalten. Dennoch wurden aus der genomischen Zeit 6 Söhne angekauft, darunter der 98.000 Euro Stier Sensation. Auch der hätte jetzt NK geprüft nie eine Chance auf Besamungserlaubnis. Dennoch stehen schon 7 Söhne an Station die auch wieder munter eingesetzt wurden.

Oder Isario das gleiche : Irola niete, Isario (Wie Incredible) hätte heute keine Chance aus Beasamungserlaubnis, aber sowohl von Isario aus auch von Incredible sind insgesamt 13 Söhne, zum Teil für viel Geld an Sation gegangen.

Liste ließ sich mit Obi, Weltenburg und vielen vielen weiteren erweitern.

allein die oben genannten Stiere haben 10tausende Kälber gebracht. Da brauchst viel Mahangos und Mints um den Zuchtfortschritt zumindest wieder auf 0 zu bringen.

Wenn du sagst mit GJV hast du bessere Erfahrungen als mit NK Bullen, dann passt es für dich. Bei mir im Betrieb kann ich das nicht behaupten. Zwar stammen die besten Kühe aus GJV, aber auch die Ausschussware wurde deutlich mehr (Streuung). Da habe ich mit NK gleichmäßigere, sichere Nachzucht bekommen.
Auch wenn es für dich als Einzelbetrieb hinhauen mag, ob die breite Population Profitiert sehen wir wie schon im letzten Post geschrieben in 10 oder 20 Jahren.
Aber um das klar zu stellen : Auch ich setzte GJV ein, auch ich mache ET mit GJV. Aber eine gewisse Vorsicht und nicht alles glauben was die GS an Zahlen ausspuckt ist denke ich nicht ganz verkehrt.

Der Durchbruch der GS ist doch, dass man unabhängig von den Eltern einen sehr genauen Wert von den Nachkommen bekommt. Das kann nur dann Vorteile bringen, wenn die Anforderungen an die Eltern runter schraubt leider auch mit dem Risiko das dabei echte Nieten rauskommen und gerade bei Euter haben sehr sehr viele enttäuscht. Daran war auch Wille mit seinen überbewerten Eutern schuld, würde er heute mit seinem Euterzuchtwert eine Besamungserlaubnis bekommen?
Wo man den Kritikern recht geben muss bei Braunvieh und Holstein hat das ganze besser funktioniert. Gleichzeitig stell ich mir auch die Fragen ob es besser gewesen wäre mit der weiblichen Lernstichprobe schon vor 5 Jahren zu beginnen?
Was MBK angeht werfe ich gerne alle Hornlosvererber über alle Rassen in einen Topf: Die melken einfach langsamer.
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@ Lubberger #
Lubberger schrieb:

Servus Leute es ist leider immer wieder das selbe Lied was man da im chat so liest.
GJV hui.... GJV Pfui....
Ich bin der Meinung das der Weg der Falsche ist 150-160- oder vll bald gar 200000 € auszugeben für einen zahlen starken Bullen der dann nichts bringt.
Die BG macht zwar nicht alles super aber sie kauft wieder "mehr" Bullen dh mehr chancen nach oben und mehr vielfalt. Es ist nicht richtig die Zuchtarbeit von früher für einen Zahlenkandidaten überbord zuwerfen.
Ich wünsche jedem Züchter das der "Knaller" kommt mit über 100000€ nur leider werden auch Nieten für teueres Geld verkauft und vermarktet bis zum geht nicht mehr.... Enkel eingestellt usw .

Es hätte aus dem Mahango auch ein WASHINGTON sensation INCREDIBLE werden können. Irgendwie verhuntzt man sich demit die Besten Bullenmütter und die Zuchtarbeit der Väter... grüsse

Ich bin auch gegen diese Rekordpreise, wenn man im Bullenboten die neuen Besamungsgebühren sieht weiß man schnell, dass der letzte Stier nicht Weitblick eingekauft wurde! Natürlich steigen auch andere Kosten keine Fragen aber so hat es einen bitteren Beigeschmack. GS ist ein zusätzliches Instrument das vor der Selektion zwischengeschalten wird um das Risiko zu vermindern. Zugleich ist es auch der größte Durchbruch in der Zuchtarbeit seit der Künstlichen Besamung!
Um die Euphorie zu bremsen wieviele gute Stiere die sich auch nach auflaufen der Töchter aus dem Zeiteeinsatz noch halten konnten gab es den? Wenn in kürzester Zeit 2000 Töchter in Milch gehen gleicht dies doch schon dem Auflaufen der Töchter aus dem Zweiteinsatz.
So tun wie früher und nicht zu versuchen die Errungenschaften zu nützen ist auch der falsche Weg. Einerseits stehen bei der Bayerngenetik auch Stiere mit Reumut und Everest als MV und so wie der Mahango zu Geld gemacht wurde kann ich die nicht erst nehmen wenn sie die GS verteufeln und dann noch 20€ je Portion verlangen....
Aus finanzieller Sicht verstehe ich es auch auch ein längst bezahlter Stier der über ein paar Jahre jeden Monat seine 1000 oder 2000 Besamungen macht ist noch immer am Gewinnbringendsten für die Besamungsstation. Das mit etwas weniger Unsicherheit zu verkaufen ist eine kluge Marketingstrategie die Rechnung bekommst du dann wenn deine Herde für die Hochzucht uninteressant geworden ist! Beim MV und MMV wird man künftig immer stärker auf junge Genetik setzten!
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