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Fleckvieh
310 Themen, Moderator: Manu, Matthias, Susanne1
Forum: Fleckvieh

Zuchtwertschätzung Dezember 2018

Beitrag vom Autor bearbeitet am 13.12.18 um 19:36 Uhr.
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Wir Füttern unseren Kälber ad Libitum Vollmilch - und liegen auf der Mastkälberauktion zu 99% im oberen drittel bis zur Preisspitze auf der Kälberauktion. Alter je nach Geburtstag und Geburtsgewicht (Markt alle 14 Tage) 18 - 35 Tage. Wenn ich für ein 3 Wochen altes Kalb über 500 Euro bekommme - warum soll ich da WBB einsetzten? Auch die Frage nach gesextem Sperma erübrigt sich dann - vor allem wenn man sowieso immer überschüssige weibliche Verkauft, da man bei weitem nicht alle zum Nachstellen braucht. Gesextes Sperma hab ich zwar schon eingesetzt aber ehr weil eine Kuh bei 7 Kälbern nur Bullen hatte, oder mal auf ein Rind wo ich mir ein weibel gewünscht habe. Da finde ich männlich gesext fast interessanter. Zumal es auch heute noch (Ist besser geworden) oftmals nicht die Bullen sind die ich für meinen Betrieb will die gesext angeboten werden. Und mit Genetik zu arbeiten die mir nicht gefällt nur weils gesext ist ....
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@ Simon1986 #
Simon1986 schrieb:

Wir Füttern unseren Kälber ad Libitum Vollmilch - und liegen auf der Mastkälberauktion zu 99% im oberen drittel bis zur Preisspitze auf der Kälberauktion. Alter je nach Geburtstag und Geburtsgewicht (Markt alle 14 Tage) 18 - 35 Tage. Wenn ich für ein 3 Wochen altes Kalb über 500 Euro bekommme - warum soll ich da WBB einsetzten? Auch die Frage nach gesextem Sperma erübrigt sich dann - vor allem wenn man sowieso immer überschüssige weibliche Verkauft, da man bei weitem nicht alle zum Nachstellen braucht. Gesextes Sperma hab ich zwar schon eingesetzt aber ehr weil eine Kuh bei 7 Kälbern nur Bullen hatte, oder mal auf ein Rind wo ich mir ein weibel gewünscht habe. Da finde ich männlich gesext fast interessanter. Zumal es auch heute noch (Ist besser geworden) oftmals nicht die Bullen sind die ich für meinen Betrieb will die gesext angeboten werden. Und mit Genetik zu arbeiten die mir nicht gefällt nur weils gesext ist ....

Das sind sehr gute Werte! 21Tage 88kg und 6,2€ hatten wir auch! Dann kam die Überlegung männlich gesext da die Stierkälbervermarktung optimal lief. Futter war langfristig nicht für alle Kalbinnen vorhanden und Zuchtvieh ist ein dauerndes auf und ab die Selektion bei den Kälbern ist schwierig da man einen Monat glaubt es sind zuwenig einen Monat später viel zu viele die Schwächern sind bis zum nächsten Markt wieder zu alt....
Der WBB Force war männlich gesext verfügbar und kam zum Zug danach ein paar normale. Die ersten WBB wurden von uns und den Mästern dann schon sehnsüchtig erwartet. Dies hat den Abhof Markt so beflügelt, dass nichts mehr für den Markt übrig bleibt. Heute verkaufen wir die weiblichen FV*WBB zum Stierkälberpreis und die Männlichen mit Aufschlag.
Weiblich gesext wird schon länger verwendet mit den Angebot von Genostar komme ich gut zurecht. Es war auch schon schwierig zu entscheiden welchen davon normal zu nehmen. Stationen sind unterschiedlich und die Ansprüche der Züchter auch.
Jedem hinterhereifern und überall der Erste sein zu müssen der diesen Stier bekommt ist sowieso nichts für mich! Nur wer schlechte Stiere verkaufen will muss immer bei den ersten dabei sein!
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@ maxp #
maxp schrieb:

Die GS darf man nicht an der Entwicklung einzelner Bullen bewerten. Wer das macht hat dessen Sinn nicht verstanden. Es steht jedem Betrieb frei auf alte, bewährte Bullen zu setzen. Aber dass man dann züchterisch nicht mit Herden (auch von Privatorganisationen) mithalten kann, die drei, vier Generationen 90% genomisch die besten Vererber besamen sollte auch klar sein...


Ist aber auch immer ne Frage was mithalten heißt. Sortiert in der Zar einfach mal den Jahrgang 2011 (die meisten Bullen 3 Laktationen), dann wundert man sich das hier nicht diese damals gehypten genomischen Granaten vorne zu finden sind. Was ist den aus den Nachkommen von MG und Rave die damals symbolisch für den Beginn des Zeitalters der GS standen?
Ich gebe dir recht das ich bei kurzen Generationsintervall schöne genomische Zahlen bei den Kandidaten generieren kann. Ob es nachhaltig ist zeigt die Zeit. Und ich glaube auch das man bei den Stationen feststellt, das es Linien gibt die hohe Zahlen liefern und andere die sich bewährt haben.
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@ Bernhard007 #
Bernhard007 schrieb:

Und ich glaube auch das man bei den Stationen feststellt, das es Linien gibt die hohe Zahlen liefern und andere die sich bewährt haben.


Sehr gut geschrieben Bernhard!!!
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@ Bernhard007 #
Danke für den tipp mit 2011. da fällt mir der längst vergessene Weltenburg auf mit -66 Mich und 84 im Euter Bei 112.000 € Kaufpreis. Ich kann mir die freude darüber nicht verkneifen.
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@ floriansilbereisen #
floriansilbereisen schrieb:

Danke für den tipp mit 2011. da fällt mir der längst vergessene Weltenburg auf mit -66 Mich und 84 im Euter Bei 112.000 € Kaufpreis. Ich kann mir die freude darüber nicht verkneifen.

Die Kehrseite der Medaille ist Weltass mit 130 GZW geprüft ein solider Stier somit kann das Ganze doch nicht so schlecht sein!
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@ Jungzuechter #
Jungzuechter schrieb:

Die Kehrseite der Medaille ist Weltass mit 130 GZW geprüft ein solider Stier somit kann das Ganze doch nicht so schlecht sein!


Naja ich wäre vorsichtig bei der ersten ZWS wo die Mindestanzahl für töchtergeprüft erreicht wurde, davon zu sprechen das er sich solide geprüft hat. Bei mir ist alles was nicht die 3 NK ZWS hat noch Spekulation. Siehe Bulle letzter GZP Periode.
Noch dazu wenn der Bulle von 1.GJV ZWS von GZW 148 auf 130 bei 9,1 Punkten Abschreibung und MW 132 auf 115 bei 6,1 Abschreibung fällt. OK es gab die Stauchung! aber so viel, und er war damals als bester FV Bulle nach GZW vorgeschätzt. Position nicht gehalten.

Und jetzt bitte nicht den Schrei nach der wbl Lernstichprobe. Die Abweichungen gab es damals schon am Anfang der GS, obwohl damals deutlich mehr Bullen mit Töchterleistungen aufliefen, und das auch von Bullen bei denen sich nach dem Ankauf ein sehr schlechter GS Zuchtwert herausstellte. Also damals war in der Lernstichprobe von ganz gut bis ganz schlecht alles dabei. Das wird man heute nicht mehr hinbekommen, und somit wird die wbl Lernstichprobe deutlich selektierter als damals.
ES zeigt sich mal wieder das die GS nicht am GZW gemessen werden kann, sondern das über 40 Zuchtwerte vor geschätzt werden, und sich dann bei Veränderungen von Einzelzuchtwerten gravierende Veränderungen ergeben können. Auch bei Veränderungen in der Verwandtschaft können deutliche Auswirkungen haben. Die GS ist ein hervorragendes Werkzeug für die Zucht (Erbfehlermanagment, Position in Geschwistergruppen wie z.B. 1/3 oder 3/3) aber für "autonomes Fahren" recht die Sicherheit nicht. Im Holsteinbereich operiert man mit den Erkenntnissen der GS am "offenen Herzen" der jeweiligen Population. Und wenn´s schief geht holt man sich Genetik aus einem andern Holsteinzuchtgebiet. Im Fleckvieh gibt's nur ein Zuchtgebiet. Holstein ist eine Rasse mit Zucht auf 1 Merkmal, die Milchkuh. Fleckvieh hat hier eine deutlich höhere variant´s als Doppelnutzungsrasse, was auch Zuchterfolge immer schwieriger macht. Und trotzdem ist Fleckvieh konkurrenzfähig.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 15.12.18 um 19:22 Uhr.
@ grimmig #
Niemand wird gezwungen oder genötigt WB einzusetzen.



Aber vielleicht ist dir aufgefallen das es nur positive Rückmeldungen gab von denen die WB einsetzen.

Das muss jetzt nicht viel heissen. Aber wer unzufrieden war, setzt auch keine WB mehr ein bzw. macht was anders. Auffallend ist sicher, dass noch keiner was negatives geschrieben hat, das kann aber auch Zufall sein.
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Mal eine ganz andere Frage:

Seit ein paar ZWS werden auch Bullen aus Tschechien aufgeführt. Hat jemand schon solche Bullen eingesetzt?
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@ altilla #
altilla schrieb:

Mal eine ganz andere Frage:

Seit ein paar ZWS werden auch Bullen aus Tschechien aufgeführt. Hat jemand schon solche Bullen eingesetzt?

Rolls!!!
Wave steht bei CRV CZ ist aber von einem Deutschen Züchter, Pascal ist stärker in der GZP eingesetzt worden!
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