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Schweine
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Forum: Schweine
Für Fragen rund um die Schweinehaltung

Wie werden wir es schaffen künftig auch unversehrte Schweine mit Ringelschwänzen zu halten?

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@ Rohana #
Rohana schrieb:

Kann, sicher. Muss aber nicht. Das heisst man muss erst Zeit aufwenden ums zu beobachten, dann die entsprechenden Tiere trennen und so lange mit denen rummachen, bis sie aufhören mit dem Verhalten - das kann sich ja ziehen. Und das macht man für wieviele Buchten?

Will sagen, es zieht einen enormen Zeitaufwand (evtl auch Platzaufwand) mit sich, soll aber nicht extra bezahlt werden, ganz zu schweigen von den eventuellen Folgen der bis dahin angerichteten Verletzungen. Schlachten wär zumindest einfacher...


Aber nur das es Zeit kostet, ist jetzt wirklich kein Argument. Und wie du lange mit dem beiser rum machst, das er sein Verhalten ändert, das würde mich auch interessieren. Weg trainieren ist wohl eher Illusion. Aber hier liegt meines Erachtens auch ein ganz großes Problem. Jeder redet nur darüber, was muß ich tun, wenn die Tiere beißen. Da gibt es die schönsten versuche und Untersuchungen. Immer schön an den symthomen gedoktert.
Aber über die Maßnahmen an den Ursachen dieses Problems mit seinen vielfältigen ursachen zu arbeiten hört man recht wenig, denn da sind auch die Modeerscheinungen wie strohhaltung nur sehr begrenzt wirksam.
Aber dieses Problem lösen unsere Bürokraten auch nicht mit Wettbewerbsverzerrenden Gesetzestexten.
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Dass es Zeit kostet ist kein Argument für was genau? Ich mein ja nur, es ist nicht mit "einfach mal dies und jenes" tun getan, und irgendwelche Gesetzestexte à la Burgilali helfen da auch nicht weiter.
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@ burgilali #
burgilali schrieb:


Informationen dazu findest Du u.a. auf der Internetseite von Frau Mirjam Lechner [www.stallaktiv.de]
Hohenlohe Franken. Nicht weit weg von uns.



wusst ichs doch, das die lechners dahinterstecken und ein neues pferd reiten......


Mit dummen Menschen zu streiten ist wie gegen eine Taube Schach zu spielen: Egal wie gut Du spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen.
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Hans Götz, Vize vom LBV-BW und großer Ferkelerzeuger hat organisiert was eigentlich
schon längst die BG hätte tun müssen, aber nicht macht, weil das Ergebniss politisch
nicht erwünscht ist. Er hat auf seinem Betrieb untersuchen lassen, wie er und die Mitarbeiter
durch Narkosegas belastet werden, wenn die Ferkel zum kastrieren betäubt werden.
Dabei wurden Sensoren an verschiedenen Stellen an den Personen und auch bei den
Boxen wo die Ferkel dann aufwachen angebracht. Ergebniss: Auch wenn man noch so sorgfältig
arbeitet, ist so Belastung für die Personen unverantwortlich hoch, steht das Gas doch auch
im Verdacht Leberschädigend zu sein.
2
 
@ nurich #
nurich schrieb:

Aber nur das es Zeit kostet, ist jetzt wirklich kein Argument. Und wie du lange mit dem beiser rum machst, das er sein Verhalten ändert, das würde mich auch interessieren. Weg trainieren ist wohl eher Illusion. Aber hier liegt meines Erachtens auch ein ganz großes Problem. Jeder redet nur darüber, was muß ich tun, wenn die Tiere beißen. Da gibt es die schönsten versuche und Untersuchungen. Immer schön an den symthomen gedoktert.
Aber über die Maßnahmen an den Ursachen dieses Problems mit seinen vielfältigen ursachen zu arbeiten hört man recht wenig, denn da sind auch die Modeerscheinungen wie strohhaltung nur sehr begrenzt wirksam.
Aber dieses Problem lösen unsere Bürokraten auch nicht mit Wettbewerbsverzerrenden Gesetzestexten.

Wie wärs mit Einzelhaltung für Beißer? Gibt bestimmt paar gebrauchte Kastenstände von den Sauenhaltern auf dem Markt
Der Neider sieht den Garten, den Spaten sieht er nicht.
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@ Kartoffelbluete #
hallo kartoffelblüte,
einigen ist das menschenwohl ganz schnuppe. und wenn man fragt kommen nur phrasen.
mir ist tierwohl sehr wichtig , aber meine mitmenschen sind mir wichtiger!!!!
mfg
michael
3
 
@ burgilali #
Sehe das ganz anders. Als jemand mit über 30 Jahren Ferkelerzeugererfahrung gehört Schwanzkupieren zur Schweinehaltung. Schwanz kupieren ist gelebter Tierschutz. So ein Gesetz wird nie kommen weil es gegen das Tierwohl ist.Wer was anderes sagt hat von Schweinehaltung keine Ahnung.
2
 
@ 240236 #
240236 schrieb:

man sieht wieder, daß du einfach nur sinnlos daherredest. Ferkel dürfen nur bis zum 7. Tag Kastriert werden


Falsch!
Ferkel dürfen nur bis zum 7. Lebenstag betäubungslos durch den Tierhalter kastriert werden.

Der Tierarzt darf ein Schwein in jedem Alter in Narkose legen.
1
 
@ Natur43 #
Natur43 schrieb:

Sehe das ganz anders. Als jemand mit über 30 Jahren Ferkelerzeugererfahrung gehört Schwanzkupieren zur Schweinehaltung. Schwanz kupieren ist gelebter Tierschutz. So ein Gesetz wird nie kommen weil es gegen das Tierwohl ist.Wer was anderes sagt hat von Schweinehaltung keine Ahnung.


Das Gesetz gibt es als
RICHTLINIE 2008/120/EG DES RATES vom 18. Dezember 2008 über Mindestanforderungen für den Schutz von Schweinen
Darin heißt es in Anhang I, Kapitel I, Nr. 8:
"Alle Eingriffe, die nicht therapeutischen oder diagnostischen Zielen oder der Identifizierung der Schweine in Übereinstimmung mit den geltenden Rechtsvorschriften dienen und die zu Beschädigung oder dem Verlust eines empfindlichen Teils des Körpers oder einer Veränderung der Knochenstruktur führen sind verboten. Es gelten folgende Ausnahmen: ...

— ein Kupieren eines Teils des Schwanzes;

Ein Kupieren der Schwänze oder eine Verkleinerung der Eckzähne dürfen nicht routinemäßig und nur dann durchgeführt werden, wenn nachgewiesen werden kann, dass Verletzungen am Gesäuge der Sauen oder an den Ohren anderer Schweine entstanden sind. Bevor solche Eingriffe vorgenommen werden, sind andere Maßnahmen zu treffen, um Schwanzbeißen und andere Verhaltensstörungen zu vermeiden, wobei die Unterbringung und Bestandsdichte zu berücksichtigen sind. Aus diesem Grund müssen ungeeignete Unterbringungsbedingungen oder Haltungsformen geändert werden.


Diese EU- Richtlinie wurde 1972 in nationales Recht umgesetzt im Tierschutzgesetz vom 24.07.1972
Dort heißt es in § 6 Abs. 1 Satz 1:
"Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres."

Der Bundesgesetzgeber hat in Satz 2 die Ausnahmen vom grundsätzlichen Amputationsverbot geregelt:
"Das Verbot gilt nicht, wenn
"... ein Fall des § 5 Abs. 3 Nr. 2 bis 6 vorliegt und der Eingriff im Einzelfall für die vorgesehene Nutzung des Tieres zu dessen Schutz oder zum Schutz anderer Tiere unerläßlich ist."

In § 5 Abs. 3 Nr. 3 heißt es:" Eine Betäubung ist ferner nicht erforderlich, für das Kürzen des Schwanzes von unter 4 Tage alten Ferkeln."

Bereits 2010 hat die EU ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland, die Niederlande und Dänemark eingeleitet wegen des Verstoßes gegen die RL 120/2008.
2018 wurde die Missachtung der RL erneut von EU-Kontrolleuren festgestellt.
Nun haben die Agrarminister der Länder und des Bundes reagiert und den zu Beginn des Threads erwähnten Aktionsplan "Schwanzkupieren" auf den Weg gebracht.


Ein Spötter könnte Dich jetzt fragen, wo Du die 30 Jahre Berufserfahrung verbracht hast?
Er würde Dir damit Unrecht tun, weil Du, ebenso wíe Deine Berufskollegiinnen und-kollegen, den Fake-News des Berufsverbandes auf den Leim gegangen bist.

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@ Biobauer #
Biobauer schrieb:

wusst ichs doch, das die lechners dahinterstecken und ein neues pferd reiten......


Dass die Lechners dahinterstecken ist, was mich angeht, falsch.
Deren Website ist für mich eine von mehreren Informationsquellen, außerhalb des Berufsverbandes.
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