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Rind
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Forum: Rind
Die Kuh macht "Muh" und Kühe machen Mühe

Bullenmast

Beitrag vom Autor bearbeitet am 26.12.18 um 19:02 Uhr.
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[www.ml.niedersachsen.de]



Vielleicht hat ja Jemand mal topagrar gelesen. DAS da oben sind die Leitlinien aus Niedersachsen im Bezug auf Rindermast. Und die nächsten Bundesländer fangen doch auch shcon an, darüber zu diskutieren ob das nicht 1-zu-1 übernommen wird.

Vielleicht sollte man das in seine Überlegungen was man vorhat mit einbeziehen..

lg
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@ Andi24 #
Warum solltest du beim Strohstall bessere Zunahmen und Bemuskelung haben?
Abgänge sind nicht viel höher und seit ich den Liegebereich mit Spalten mit Gummiauflage ausgeführt habe ist es noch besser. Bei einer Mistplatte brauchst du zusätzlich eine Güllegrube. Mist ist auch der Sperrfrist unterlegen, zwar nicht so lange aber es gibt sie.

Baukosten sind nicht viel niedriger, aber die laufenden Kosten viel höher. Arbeitswirtschaftlich ist es schon ein erheblicher Mehraufwand.
Ich finde das größte Problem sind die ganzen Schadnager mit der ganzen Strohhaltung.

Stroh muß man zig mal bewegen (bei Gülle brauch ich nur dreschen und Stroh ist mir egal, bei Strohstall muß ganz oft Stroh gewendet werden, weil es abgeregnet wird -das sind alles Kosten-)

Mein Freund, der den Tretmiststall hat, der würde ihn nicht mehr bauen, nicht wegen dem System, sondern aus arbeitswirtschaftlicher und ökonomischer Sicht.
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Andy 24 & 240236 beim Tretmiststall mit dem System "unter dem Trog durchtreten"
ist aber vor dem Trog, wo die Tiere am meisten stehen die größte Sauerei? oder
hab ich das System nicht richtig verstanden? Da wird ja vor dem Trog nichts täglich
abgeschoben, wenn der Güllekeller unter dem Futtertisch ist. Oder man braucht
deutlich mehr Stroh wie in einem herkömmlichen Tretmiststall, was wiederum die
schlechtere Ökonomie erklären würde.
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@ Andi24 #
Andi24 schrieb:


Laut amt kostet das Stroh (Ernte, Lagerung) 40€/Bulle und Jahr.

Ich bin wahrlich kein Experte in der Bullenmast, 40€/Bulle für die ganze Strohlogistik halte ich jedoch für sehr hypothetisch wenn ich sehe wie das auf einem Bullemastbetrieb eines Bekannten gehandelt wird. Bei 200 Bullen sind das gerade einmal 8.000€/Jahr - das soll reichen für Bergetrechnik/Lohnunternehmer + Lagerung + Einstreuen?
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Es wäre interessant welche Rasse gemästet wird. Bei Fleischrassen, Charolais, Limousin usw ist eine Strohhaltung u.U. besser. Vorausgesetzt man bekommt genug Absetzer und hat einen Verkaufsmarkt dafür. Hier in Bayern ist der Markt ganz klar auf Fleckvieh eingestellt.

Paar Infos wären noch angebracht,
Stroh selbst oder Zukauf?
Mast ab Kalb, Fresser oder Absetzer?

Bsp.: Fleckvieh ab 200kg:
380Tage Mast, 3kgTuT Stroh (incl futterstroh), macht ca 3,5Quader pPlatz. = 700 bei 200Bullen, 1400 bei 400 Bullen. Wären ca 100€ je Erz.Bulle nur für Strohmaterial. Nur mal so als Ansatz.

Bei 200 Plätzen brauchst zum Start auch ca 250000€ Umlaufkapital für Tiere und Futter für 1 Jahr im voraus. Da ist noch kein Spatenstich gemacht.

Für stroh spricht:
Tierwohl Zukunft, ggf weniger Verlust u mehr Zunahme (macht u.U. 20-40€ aus)

Wenn man die neuesten Auflagen für den Bau einer Güllegrube beachtet, ist wohl Mistlagerung die günstigste Art, die Scheiße zu lagern.
Bei >3GV/ha 9Monate lagerungsdauer bei Gülle. Und keine ausbringung nach hauptfrucht.... Da ist die 1 monatige sperrfrist bei Mist ja schon ein Traum.
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@ strokes #
Mit den 100 Euronen fürs Stroh rechnest du ganz gut.
Die MeisterSchule die ich besucht hab, hatte einen Versuchsbetrieb mit dabei.
Da wurde mal verglichen. Bullenmast auf Spalten und auf Stroh.
Vom Ergebnis war ich überrascht. Keine großen Unterschiede beim Schlachtgewicht. Allerdings waren die 'Strohbullen' 100 Euro teurer...
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@ matttin #
matttin schrieb:

Mit den 100 Euronen fürs Stroh rechnest du ganz gut.
Die MeisterSchule die ich besucht hab, hatte einen Versuchsbetrieb mit dabei.
Da wurde mal verglichen. Bullenmast auf Spalten und auf Stroh.
Vom Ergebnis war ich überrascht. Keine großen Unterschiede beim Schlachtgewicht. Allerdings waren die 'Strohbullen' 100 Euro teurer...

Wurde die Strohbullen 100€ teurer verkauft oder war nur der Input um 100€ mehr und der Verkaufspreis gleich?
Der Stacheldraht, das ist ein Draht, der Stacheln hat.


Bauernstolz; ein niedriger Stolz, welcher sich auf nichtswürdige Dinge gründet, und welcher sich niedriger, verächtlicher Mittel zu seiner Befriedigung bedient. Qelle unbekannt

Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt.

Arthur Schopenhauer
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@ jw #
Erlös war der Gleiche. Die Bullen haben wegen dem Stroh nur mehr Kosten verursacht.
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@ strokes #
Also Stroh ist alles da, muss nicht zugekauft werden.
Mästen tut er ab Kalb, also Kalb aufziehen und dann sollten sie mit 200kg in den Stall. Momentan kommen sie auf Spalten.
Wobei bei einem Stallbau auch Fleischrassen eingestallt werden, je nach Preis.

Wegen den kostet frägt er im neuen Jahr nochmals im Amt nach, dann bekommt er auch noch eine genau aufstellung der Kosten!

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@ Loorper #
[quote]Loorper schrieb:

Gülle fahren muss ich nur einmal!!!!

Aber das Stroh muss ich vom Feld holen, einlagern, einstreuen, mist abschieben und zum Feld bringen, dann dort wieder streuen.... und das um ein vielfaches als es bei Gülle wäre.

Kann Mist nicht auch in die Biogasanlage?
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