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Rind
1831 Themen, Moderator: Susanne1, Manu, Matthias, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Rind
Die Kuh macht "Muh" und Kühe machen Mühe

Bullenmast

@ altilla #
altilla schrieb:

Wenn es das Amt sagt, dann muss es stimmen

Das "Amt", also das bayerische Landwirtschaftsamt mit seinen damaligen Beratern, hat mir auch 2004 erzählt, ich könne mit einer Biogasanlage 5000 € Gewinn je ha machen....

Vorsicht vor solchen Behauptungen, selber denken ist ganz dringend nötig!

Das Amt sagte auch Ende der 90 ziger,keine Quote für 60 Pfennig zu kaufen,bekommt man demnächst noch viel billiger.Anfang 2000 haben sich noch Gottwald damals Berater laut Top Agrar Bericht Preise bis 1,84 DM gerechnet.Gottseidank hat mein Vater damals auf die nicht gehört und das Gegenteil gemacht,was oft nicht verkehrt ist
2
 
#
Andy, wer etwas nicht will oder nicht mehr will der rechnet so, das ein Verlust bei
rauskommt. Wer einen neuen Betriebzweig aufbauen, oder einen bestehenden
ausdehnen will, der wird solange optimistisch rechnen, bis er seine Rechtfertigung
für sein Engagement hat. Wenn man machmal mitbekommt wie gerechnet und
kalkuliert wird, damit man eine Förderung für einen schönen neuen Milchviehstall
bekommt. puhh?
1
 
@ 2011 #
2011 schrieb:

Das Dumme an der ganzen Sache ist nur, welche Zahlen man nehmen soll!?

In der Landwirtschaft lässt sich nicht viel voraussagen bzw. keine Zahl festlegen, die in 3 oder 10 Jahren noch stimmt:

Wie sehen diese Preise oder Kosten in Zukunft aus?

Verkaufpreis

Dürrejahre wie heuer
Kälberpreis
Pachtpreis
Futterpreis
Strohpreis
Maschinenkosten
Lohnunternehmerkosten für Silagebereitung und. evtl Mistausbringung....
Lohnkosten ( kann ja sein das mal wer ausfällt und Erstaz da sein muss)
Dieselpreis
Strompreis
Versicherungen
Düngeverordnung evtl. Abgabe von Gülle...
Auflagen ( Haltungsform , Tierschutz in Zukunft).... evtl. wird mal Vollspaltenboden verboten, oder es wird der doppelte Platz verlangt ( Wie Im Schweinebereich Kastenstandverbot, 'Schwanzkupierung, Kastration, Platz...)
Das ahnte vor 20 Jahren keiner was da heute los ist.

Es gibt noch viele mehr in der Zukunft große Unbekannte bei denen + oder - 50 oder mehr Prozent in 10 Jahren schwankten

Es hat sich schon so manches landwirtschaftliches Projekt, das nach super Berechnungen wahre Gelddruckmaschinen waren in der Zukunft als reine Geldvernichter entpuppt.
Unser Problem ist eben, da wir für die Zukunft keine verlässliche Zahlen haben, und die Kostenseite erfahrungsgemäß steigt.

Rechnet man mit heutigen Zahlen ?
Rechnet man mit angenommenen Zahlen in 3 5 oder 10 oder 20 Jahren bei denen wir hoffen das sie zutreffen?
Unterm Strich ist das Bauchgefühl auch nicht zu vernachlässigen.


In die Zukunft sehen kann natürlich keiner.
Zu den verschiedenen Szenarien kann man nur sagen, wer etwas geschickt mit Excel umgehen kann, bastelt sich ein Vollkostenprogramm zusammen nach schematischer DB-Berechnung.
Welche Mengen an Futter ein Bulle vom einstallen bis Abgang verbraucht, SG/LG, Ausschlachtung, Masttage, Zunahmen,Tierarzt, etc... dürfte jeder spezialisierter Bullenmäster wissen, wie die zu berechnen sind.
Und dann kannste in Excel ja jeden beliebigen Wert verändern, und dir jedes Szenario zusammenbasteln.
z.B. Futterpreise +10%, Erlös gleichzeitig -10% usw...
Alles in ne Liste darstellen, schon hast du ne kleine Übersicht über verschiedene Marktszenarien und kannst daraus deine Produktionskosten mit Risikozulage schliessen.
Und du kannst auch planen wie teuer der Stallplatz sein darf, und welche Kosten er p.a. verursacht, wenn er 150€/Platz teurer ist, usw...
Kannst halt auch jederzeit die aktuellen Preise eintragen und bist immer Up-to-date wies grade läuft.

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#
Wahrscheinlich geht es der deutschen Landwirtschaft so schlecht weil sie sich eben jedes mal auf den Bauch verlassen. Sorry aber das ist einfach nur Wahnsinn. Das kannst du machen wenn du dir irgend einen neuen Pflug kaufen möchtest, bei einer Investition von rund 1 Mio. hört aber dann der Spaß auf.

Man kann in beide Richtungen rechnen, ja das funktioniert. Man sollte jedoch schon bei der Wahrheit bleiben. Natürlich gibt es auch schlechte, außerplanmäßige Jahre - der durchschnitt muss jedoch eben so gut sein, damit man auch ein solch schlechtes Jahr irgendwie abpuffern kann.

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@ nurich #
Und einstreuen von hand kostet nur Arbeitszeit, aber kein geld.

Das ist dummfug. Die Arbeitszeit fehlt dir woanders und wenn du evtl. jemanden dafür beschäftigen d. h. bezahlen musst, dann ist es auch teuer.
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@ altilla #
altilla schrieb:

Das ist dummfug. Die Arbeitszeit fehlt dir woanders und wenn du evtl. jemanden dafür beschäftigen d. h. bezahlen musst, dann ist es auch teuer.


Du scheinst mit deiner Denkweise sehr weit von der landläufigen ldw denke entfernt zu sein.
Als kosten zählt nur Wo geld fließt. Der klassische ein man Betrieb besteht doch immernoch häufig aus drei Mitarbeitenden generationen.
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@ nurich #
Du scheinst mit deiner Denkweise sehr weit von der landläufigen ldw denke entfernt zu sein.
Als kosten zählt nur Wo geld fließt. Der klassische ein man Betrieb besteht doch immernoch häufig aus drei Mitarbeitenden generationen.

Das funktioniert bei den wachsenden Betrieben immer weniger.
Muss ich mich jetzt schämen, weil ich nicht die landläufige denkweise habe??
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Na vom Standort her muss man sagen das es ohne Tierhaltung eigentlich nicht geht. Deshalb muss man ja das gesamte Pakett anschauen. Zudem haben wir nicht die besten und Ertragsreichsten Böden.
Deshalb muss man es Gesamtbetrieblich sehen.

Die jetzige Bullenmast läuft gut, Zunahmen und Verkaufserlös passen.

Hat eigentlich jemand schon Erfahrungen mit Gummi auflagen auf Spaltenboden??
Er tendiert immer noch eher in richtung Spaltenboden!!
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@ Andi24 #
Andi24 schrieb:

Na vom Standort her muss man sagen das es ohne Tierhaltung eigentlich nicht geht. Deshalb muss man ja das gesamte Pakett anschauen. Zudem haben wir nicht die besten und Ertragsreichsten Böden.
Deshalb muss man es Gesamtbetrieblich sehen.

Die jetzige Bullenmast läuft gut, Zunahmen und Verkaufserlös passen.

Hat eigentlich jemand schon Erfahrungen mit Gummi auflagen auf Spaltenboden??
Er tendiert immer noch eher in richtung Spaltenboden!!


was heist das es vom Standort her, nicht ohne tierhaltung geht?
nach Bio klinen die Beiträge jetzt nicht. konventionell ist es sicher auch für den Boden von vorteil, wenn organische düngung dazu kommt, aber prinzipiell sehe ich keinen produktionstechnische einschränkung, das konventioneller Ackerbau nicht ohne Tierhaltung möglich ist.
oder kursiert wirklich immernoch die weisheit, das man tierhaltung dazu nimmt, nur um das pachtpreisniveau weiter nach oben treiben zu können. dann bringt auch eine gesamtbetriebliche betrachtung nichts.
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Gummiauflagen bringen Vorteile.
Im Bereich bis 450kg haben wir Gummi.
Abgesehen von Klauen, Gelenken bringt es auch den Vorteil dass das Tier einfach auf einem etwas wärmeren Untergrund liegt.
Preise jedoch stark angezogen die letzten Jahre. Ca. 75€/m2 netto mittlerweile, sind ca 200€ je Platz +/-
Mind 2/3 der Bucht damit belegen, sonst liegen nur die ranghöheren Tiere auf Gummi....
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