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Preise, Verbraucher, Handel und Politik
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Forum: Preise, Verbraucher, Handel und Politik
Wichtige Fragen, Daten und Fakten auch für Nicht-Landwirte.

Biolandbau und seine Folgen

@ karlo #
Ob mehr oder weniger weggeschmissen wird,ob mehr oder weniger Fleisch gegessen wird, egal für die Ergebnisse der Studie. Sie betrachtet den Ackerbau, ich versuche noch einmal es dir zu erklären :
Die Umstellung eines ha in Europa von konvi auf Bio hat einen niedrigeren Ertrag zur Folge.Bedeutet mehr Platz für unberührte Natur mit Vorteilen für Artenreichtum und klimarelevante Umweltauswirkungen. Zur Rechnung hinzu kommen die unterschiedlichen Auswirkungen von den verschiedenen Produktionsformen, also ggf,etwas mehr Artenreichtum auf Bioflächen , weniger Erosion auf Konvi-Flächen, aber immer bezogen auf die selbe Fläche.


Du bist ja nicht der einzige, wo es nicht versteht:
[www.agrarheute.com]
(vieleicht setzen die Ökoverbände ja auch nur aus finanziellen Gründen darauf, das viele so wie du es nicht verstehen)

Wer versteht es nun nicht?
Offensichtlich ist dir entgangen, dass der Flächenbedarf von den Parametern "Fleischkonsum" und "Nahrungsmittelverluste" sehr stark abhängig ist. Und es natürlich noch weitere Parameter gibt. Wenn die Parameter änderst kommen andere Ergebnisse raus. Nichts anderes sagen die Ökoverbände. Diese Studie ändert sich sicher nicht mehr, sie ist schon gedruckt, aber wenn die Parameter anders wären, dann wären die Ergebnisse anders gewesen.

Allerdings verstehe ich trotzdem deren Optimismus nicht, dass sich das Essverhalten der Menschen so einfach ändert.
1
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 02.01.19 um 22:14 Uhr.
@ altilla #
altilla schrieb:

Der Unterschied zwischen Lebensmitteln aus dem Ausland und aus Deutschland/Europa ist nicht so groß, wie zwischen Bio und konventionell.

Bei Autos geht es vielfach um andere Dinge: Prestige. Darum findet auch ein überteuerter Ferrari oder Maybach seinen Käufer. Und genauso gilt das für Bioprodukte: die einen kaufen Nissan oder Ford, die anderen Daimler oder Porsche. Nur haben bioprodukte kein so öffentliches Prestige, wie Autos.

Bioprodukte haben ein Umweltschutz-Image. Das hat über das Gewissen einen Einfluß . Mehr auf verbale Äußerungen, weniger (je nach Preisunterschied) auf das Kaufverhalten. Einen Marktwert hat dieses Image schon, darum wird nicht nur ideologisch für dieses Image gekämpft.
Ein Leben ohne Kühe ist möglich...
...aber sinnlos
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@ altilla #
altilla schrieb:

Wer versteht es nun nicht?
Offensichtlich ist dir entgangen, dass der Flächenbedarf von den Parametern "Fleischkonsum" und "Nahrungsmittelverluste" sehr stark abhängig ist. Und es natürlich noch weitere Parameter gibt. Wenn die Parameter änderst kommen andere Ergebnisse raus. Nichts anderes sagen die Ökoverbände. Diese Studie ändert sich sicher nicht mehr, sie ist schon gedruckt, aber wenn die Parameter anders wären, dann wären die Ergebnisse anders gewesen.

Allerdings verstehe ich trotzdem deren Optimismus nicht, dass sich das Essverhalten der Menschen so einfach ändert.

Natürlich hängt der Flächenbedarf von Fleischkonsum und Nahrungsmittelverlusten ab. Deine und die Aussage der Ökoverbände ist jedoch , dass Bioproduktion den Fleischkonsum verringert beim Bioproduktkäufer und dass der Bioproduktkäufer weniger wegwirft. Und das nicht nur heute sondern auch wenn mehr Leute Bio kaufen. Gleichzeitig im Verlauf aber Konvi-Käufer ihr Verhalten nicht positiv ändern bezüglich dieser Parameter,zumindest nicht in selbem Umfang. Das ist eine rein hypothetische Annahme, denn es gibt keinen verbindlichen Bezug. Es könnte ja sein, genauso hypothetisch, das die wo die Studie verstanden haben und deshalb weiter konvi einkaufen zugleich die jenigen sind welche verantwortlicher handeln und weniger wegschmeißen sowie ihren Fleischkonsum stärker einschränken.
Ein Leben ohne Kühe ist möglich...
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@ karlo #
Natürlich hängt der Flächenbedarf von Fleischkonsum und Nahrungsmittelverlusten ab. Deine und die Aussage der Ökoverbände ist jedoch , dass Bioproduktion den Fleischkonsum verringert beim Bioproduktkäufer und dass der Bioproduktkäufer weniger wegwirft. Und das nicht nur heute sondern auch wenn mehr Leute Bio kaufen. Gleichzeitig im Verlauf aber Konvi-Käufer ihr Verhalten nicht positiv ändern bezüglich dieser Parameter,zumindest nicht in selbem Umfang. Das ist eine rein hypothetische Annahme, denn es gibt keinen verbindlichen Bezug. Es könnte ja sein, genauso hypothetisch, das die wo die Studie verstanden haben und deshalb weiter konvi einkaufen zugleich die jenigen sind welche verantwortlicher handeln und weniger wegschmeißen sowie ihren Fleischkonsum stärker einschränken.

Unsinn, meine Aussage war:
"Daraus folgt die Konsequenz: Agrarwende kann nur über eine "Esswende" durchgeführt werden: weniger Fleisch, aber insbesondere auch Eier und Milchprodukte verbrauchen! Aber das haben die Protagonisten der "Agrarwende" auch noch nicht verstanden!"
Nachzulesen hier [agrarheute.landlive.de]

Das ich davon ausgehe, dass Biokäufer ihr Kaufverhalten ändern und weniger wegwerfen habe ich nicht behauptet. Da verwechselst du mich vielleicht mit "Miche"?
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 02.01.19 um 23:25 Uhr.
@ altilla #
altilla schrieb:

Unsinn, meine Aussage war:
"Daraus folgt die Konsequenz: Agrarwende kann nur über eine "Esswende" durchgeführt werden: weniger Fleisch, aber insbesondere auch Eier und Milchprodukte verbrauchen! Aber das haben die Protagonisten der "Agrarwende" auch noch nicht verstanden!"
Nachzulesen hier [agrarheute.landlive.de]

Das ich davon ausgehe, dass Biokäufer ihr Kaufverhalten ändern und weniger wegwerfen habe ich nicht behauptet. Da verwechselst du mich vielleicht mit "Miche"?

Altilla schrieb auch:
"Wer versteht es nun nicht?
Offensichtlich ist dir entgangen, dass der Flächenbedarf von den Parametern "Fleischkonsum" und "Nahrungsmittelverluste" sehr stark abhängig ist. Und es natürlich noch weitere Parameter gibt. Wenn die Parameter änderst kommen andere Ergebnisse raus. Nichts anderes sagen die Ökoverbände. Diese Studie ändert sich sicher nicht mehr, sie ist schon gedruckt, aber wenn die Parameter anders wären, dann wären die Ergebnisse anders gewesen."

Also,
die Ökoverbände sagen ja nicht die Parameter könnten anders sein sondern:
"Kritisiert wird außerdem, dass die Autoren um Stefan Wirsenius nicht berücksichtigen, dass die Menschen ihr Konsumverhalten ändern würden"

Also, da habe ich wohl zu viel hinein interpretiert . Weder du noch die Ökoverbände haben ernsthafte Kritik am Ergebnis der Studie . Umweltbelastungen durch Bio erfordern also Kompensationen durch umweltfreundliche Maßnahmen um Biolandbau umweltneutral zu machen.

Die Ergebnisse der Studie wären aber nicht anders gewesen.
Ein Leben ohne Kühe ist möglich...
...aber sinnlos
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 02.01.19 um 23:05 Uhr.
@ altilla #
altilla schrieb:

Dann hast du die Studie und deren Grundvoraussetzungen nicht verstanden.

schriebst du zu meiner Aussage:
"Deine Aussage dieser Nachricht ist somit falsch. Die Aussagen zum Biolandbau dieser Studie sind unabhängig vom Fleischverzehr und der größe der Weltbevölkerung ."
da habe ich dann bitte was nicht verstanden?
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 02.01.19 um 23:20 Uhr.
@ Miche #
[quote]Miche schrieb:

altilla schrieb:

Es steht nur drin, dass Bio dann in die falsche Richtung geht, wenn man die Annahmen annimmt! Das ist aber ein wesentlicher Unterschied.
Und eine der Annahmen ist halt, dass sich die Essgewohnheiten nicht ändern bzw. sich noch weiter richtung tierischer Produkte verschieben.

Da BioFleisch wesentlich teuerer in der Herstellung ist, kann man ziemlich sicher davon ausgehen, daß sich die Essgewohnheiten ändern würden. Man würde erstens weniger wegwerfen und zweitens die Protionen kleiner machen und drittens auf Weltmarktexporte verzichten. Wenn der Braten halb so groß ist, und es dazu 2 oder 3 Knödel gibt, wird noch lange niemand vor Entkräftung sterben.

Sorry altilla, hier liegt die Wurzel des Mißverständnissses. Die Marktthese ist von Miche, nur der erste Absatz von dir. Er hatte seinen Text in dem Post versehentlich nicht richtig abgegrenzt.
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@ karlo #

die Ökoverbände sagen ja nicht die Parameter könnten anders sein sondern:
"Kritisiert wird außerdem, dass die Autoren um Stefan Wirsenius nicht berücksichtigen, dass die Menschen ihr Konsumverhalten ändern würden"

Also, da habe ich wohl zu viel hinein interpretiert . Weder du noch die Ökoverbände haben ernsthafte Kritik am Ergebnis der Studie . Umweltbelastungen durch Bio erfordern also Kompensationen durch umweltfreundliche Maßnahmen um Biolandbau umweltneutral zu machen.

Die Ergebnisse der Studie wären aber nicht anders gewesen.

Wie kommst du darauf, ich sei die Ökoverbände?

Das kann man durchaus so sehen, dass man für den Biolandbau Kompensationen benötigt, um ihn umweltfreundlich zu machen. Aber dabei übersieht man, dass der konventionelle ebensolche Maßnahmen benötigt! Und wahrscheinlich sogar in größeren Ausmaß als der Biolandbau
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@ karlo #
schriebst du zu meiner Aussage:
"Deine Aussage dieser Nachricht ist somit falsch. Die Aussagen zum Biolandbau dieser Studie sind unabhängig vom Fleischverzehr und der größe der Weltbevölkerung ."
da habe ich dann bitte was nicht verstanden?

Dann hast du nicht verstanden, dass Fleischverzehr und Weltbevölkerung zwei Parameter sind, die in die Studie als Voraussetzung eingegangen sind. Wenn man diese ändert, kommen natürlich andere Ergebnisse heraus.
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@ altilla #
altilla schrieb:



Das kann man durchaus so sehen, dass man für den Biolandbau Kompensationen benötigt, um ihn umweltfreundlich zu machen. Aber dabei übersieht man, dass der konventionelle ebensolche Maßnahmen benötigt! Und wahrscheinlich sogar in größeren Ausmaß als der Biolandbau

Nunja,
da steht deine Aussage ja im Widerspruch zur Studie.
„Die stärkere Landnutzung im ökologischen Landbau führt indirekt durch Abholzung zu höheren Kohlendioxid-Emissionen.“
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