Zur mobilen Version wechseln »
NachrichtenThemenMediathekCommunityWetterMärkte & PreiseShopBranchenbuchagrarheute.comlandlive.de
Erweiterte Suche »
UploadChatForenFotosFotoalbenVideosBlogsTermineMitgliederGruppenPartnersuche
Preise, Verbraucher, Handel und Politik
1296 Themen, Moderator: Susanne1, Manu, Matthias, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Preise, Verbraucher, Handel und Politik
Wichtige Fragen, Daten und Fakten auch für Nicht-Landwirte.

Biolandbau und seine Folgen

@ Miche #
Miche schrieb:

Über Importzulassungen entscheiden nicht die Verbraucher, ein weiteres Argument gegen die allgemein verbreitete Ansicht, die Verbraucher hätten es in der Hand. Das ist meistens eine Ausrede von Verantwortlichen in Politik und Interessenvertretung, wenn sie nichts verändern wollen.


Jetzt fängt doch nicht schon wieder mit dem unmündigen deutschen Durchschnittsverbraucher an

Natürlich hat es die Gemeinschaft der Verbraucher in der hand, was sie kaufen, und somit auch was in die Warentheke kommt. Und auch das sich die Masse auch trotz stark subventionierte biolenensmittel nicht dazu zwingen lässt diese zu kaufen.
An dieser Abstimmung beteiligt sich jeder Verbraucher Tag täglich
Und das ist auch das Problem der Landwirtschaft, das die Mehrheit der Verbraucher nicht bereit ist dafür zu zahlen, was eine kleine Gruppe medienaffinen Leute durchsetzen möchte.
0
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 01.01.19 um 18:33 Uhr.
#

Ich möchte etwas zitieren - vielleicht denkt ihr einmal darüber nach. Auch im Sinne von Ressourcenschonung.

"Zudem müsse man sich vergegenwärtigen, dass man heute in einer „Hypermedialisierung“ leben – „das bedeutet, Medien reflektieren die Wirklichkeit nicht mehr, sondern sie machen sie.“ Deswegen müsse man sich aus dem Meinungs- und „Angstmach-Gelärm“ ein Stück weit heraushalten, weil das lediglich Aufmerksamkeitszwecken diene. „Die Medien kämpfen ja seit dem Internet ganz extrem alle um Aufmerksamkeit, von ihr hängt das Überleben von Medienkanälen ab.“ Deswegen würden gerade die apokalyptischen Warnungen nach oben gedreht, weil man damit Aufmerksamkeit erhalten würde."Deutschlandfunk: "Angstprognosen sind immer falsch"


Billa



1
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 01.01.19 um 23:53 Uhr.
@ altilla #
altilla schrieb:

Es steht nur drin, dass Bio dann in die falsche Richtung geht, wenn man die Annahmen annimmt! Das ist aber ein wesentlicher Unterschied.
Und eine der Annahmen ist halt, dass sich die Essgewohnheiten nicht ändern bzw. sich noch weiter richtung tierischer Produkte verschieben.

Man kann natürlich einfältig daraus schliessen, Biolandbau ist der falsche Weg oder etwas intelligenter, dass man wohl andere Parameter ändern muss, um hier überhaupt klar zu kommen.

Doch gerade die intelligenten Lösungen sind die richtigen Ansätze weil sonst würden wir heute noch in Höhlen wohnen und von Jagen und Sammeln leben.

Die Essgewohnheiten "Fleischmenge "und "wenig wegschmeißen" stehen in keinem inhaltlichen Zusammenhang zum Biolandbau. Zumindest wenn man nicht auf die Bio-Bauern hört welche sagen dass Bio ohne Vieh nicht geht (wegen des zu hohen Nährstoffexports im Marktfruchtbau).
Deine Aussage dieser Nachricht ist somit falsch. Die Aussagen zum Biolandbau dieser Studie sind unabhängig vom Fleischverzehr und der größe der Weltbevölkerung .
Ein Leben ohne Kühe ist möglich...
...aber sinnlos
0
 
@ Miche #
Miche schrieb:

Unabhängig davon, aus welchen Gründen diese Betriebe Bio machen, bleibt doch die Tatsache, daß sie 3/4 der Welternährung sichern, und das ohne Risiken und Nebenwirkungen der Agrarchemie. Daß die dortigen Märkte mit "Müll aus der EU-Überschussproduktion" gestört werden, spricht auch nicht gerade für unsere Art der Produktion.

Soweit ich mich erinnere beziehen sich die 3/4 auf die Anzahl der Bauern, nicht auf die Erntemenge. Hat da jemand eine Quelle zur Klärung ?
Ein Leben ohne Kühe ist möglich...
...aber sinnlos
0
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 02.01.19 um 00:20 Uhr.
@ Miche #
Miche schrieb:



Da BioFleisch wesentlich teuerer in der Herstellung ist, kann man ziemlich sicher davon ausgehen, daß sich die Essgewohnheiten ändern würden. Man würde erstens weniger wegwerfen und zweitens die Protionen kleiner machen und drittens auf Weltmarktexporte verzichten. Wenn der Braten halb so groß ist, und es dazu 2 oder 3 Knödel gibt, wird noch lange niemand vor Entkräftung sterben.

Mein Schwiegervater klagte heute noch, dass bei dem Biogemüse soviel in den Läden in unzumutbarem Zustand wäre(Gemüse und Obst). Wenig wegschmeißen,also trotzdem essen weil es doch bio ist, wollt er wohl nicht.

Der Markt für Bio -Produkte liegt in Ländern , wo so wenig für Lebensmittel ausgegeben wird, dass ich an deine Marktkräfte-Theorie nicht glaube.
Am meisten Geld (je Mahlzeit) gebe ich im Restaurant aus, wenn ich da sehe was selbst an edelsten Fleischteilen auf dem Teller an den Nachbartischen bleibt und somit im Müll landet, da sehe ich doch deine Theorie als anschaulich widerlegt.
Ein Leben ohne Kühe ist möglich...
...aber sinnlos
2
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 01.01.19 um 23:50 Uhr.
@ Distelbauer #
Distelbauer schrieb:


Was ist Bio? Die Menschheit hat 1000e Jahre nur Bio erzeugen können, da es gar nichts anderes gab. Jetzt dreht sich plötzlich alles. Ende der Hochkultur? Ich wünsche allen, auch wenn ich sehr pessimistisch bin, ein gutes und gesundes 2019.

Gruß Distelbauer

Diese 1000ende Jahre alte" Bio Produktion" war nicht nachhaltig und umweltfreundlich . Der Schaden war dadurch begrenzt, dass es nicht so viele Menschen gab. Oder eben nicht begrenzt. Vielen ist nicht bewußt, welche Wüste Folge menschlichen Wirkens ist, weil es schon etwas länger her ist, Beispiel, das ( der Fruchtbarkeit wegen legendäre) Land der Sumerer. Um "zu düngen" hat der Mensch der Erosion "geholfen" indem er Bergwälder abgeholzt hat. Die Natur hat sich nie davon erholt. Hier im Landkreis gibt es sehr anschaulich einen Hutewald. Wenig Vieh richtet an der Natur unübersehbare Schäden an, das läßt sich nicht damit relativieren dass einig Tier und Pflanzenarten davon profitieren.
Im Bezug auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz ist die frühere Ldw komplett verklärt.
Ein Leben ohne Kühe ist möglich...
...aber sinnlos
1
 
Beitrag vom Autor bearbeitet am 02.01.19 um 00:24 Uhr.
@ Doptrebo90 #
Doptrebo90 schrieb:

Ich möchte nicht die Diskussion untersagen oder sonst etwas sondern darauf hinweisen, dass JEDE wirtschaftsweise seine Berechtigung hat.


Wenn die Wirtschaftsweise mit Umweltschutz begründet wird, und genau diese Aussage bei komplexer Betrachtung widerlegt wird, dann ist das eine unberechtigte Begründung. Da kann man sicher nicht drüber diskutieren .
Diskutieren kann man, ob die Betrachtung, also in diesem Fall die Studie richtig und komplex genug ist.
Kritisieren kann man, wenn etwas seine Berechtigung durch "Vorhanden sein eines Marktes" begründet. Auch wenn Bediener und Kunden dieses Marktes das aufregt.
Ein Leben ohne Kühe ist möglich...
...aber sinnlos
0
 
@ Blasi #
Blasi schrieb:

Man darf Bio nicht nur schlecht reden,hat schon auch sein gutes fürs Klima,aber eben nicht nur gutes,wie die Studie eben zeigt.

Die Studie macht eine Abwägung von dem" Schlechten und Guten" von Bio und zieht daraus Bilanz.
Ein Leben ohne Kühe ist möglich...
...aber sinnlos
0
 
@ jw #
jw schrieb:

Das stimmt so ja wohl nicht , Auch Importautos erhalten eine Zulassung wenn die Produkte nicht nach deutschen Standarts erzeugt wurden . Stundenlohn, Kinderarbeit Umweltauflagen u.s.w. Interessiert beim Fertigen Produkt nicht , eben genauso wie bei Fertigen Lebensmittel.
Zwischen "geltenden Regeln für die Erzeugung" und "geltenden Regeln für das Endprodukt"
ist ein kleiner aber feiner Unterschied. Du hast beide vermengt.

Ich muss hier Cuxman schon Recht geben.

Nehmen wir Glyphosat und die Folgen für den Menschen durch Verzehr "kontaminierter" Produkte. Wenn in Deutschland dieser Wirkstoff verboten wird, so hat man es immer noch durch Importe auf den Tellern. Ja wenn es um die Umwelt bei der Ausbringung geht, dann hat ein Verbot in Deutschland schon "Sinn". Aber wie gesagt, in der Regel wird ja mit dem Verbraucherschutz argumentiert.
0
 
@ Miche #
Der geringe Marktanteil ist sicher auch daurch bedingt, daß neben jedem Bioprodukt im Regal 10 zu billige konventionelle Produkte liegen. Wäre die Stimmungslage der Verbraucher allein entscheidend, hätten wir auch heute noch Autos ohne Sicherheitsgurt und Katalysator und wir würden unseren Müll einfach in die Wälder kippen.

Und dann sind wir wieder bei gesetzlichen Einschränkungen, die du mit Sicherheitsgurt etc. aufführst.
Bio wächst, aber viel zu langsam, dass es zu einer großen Veränderung führen würde.
0
 
Werde Mitglied der Community Landwirtschaft, um an dieser Diskussion teilzunehmen!
Zum Seitenanfang