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Haus, Hof, Familie und Büro
921 Themen, Moderator: Susanne1, Manu, Matthias, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Haus, Hof, Familie und Büro
Über den Hofhund bis zum Leben auf dem Land.

Studentin möchte Hof der Eltern übernehmen und braucht guten Rat

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Studentin möchte Hof der Eltern übernehmen und braucht guten Rat
Da ich bald mein Studium abschließen werde bin ich nun am überlegen, wo ich mich bewerbe und was ich nach dem Abschluss machen werde. Einerseits könnte ich mich bei größeren Unternehmen in der nächstgelegenen Stadt bewerben, andererseits haben meine Eltern vor, mir den Hof zu übergeben.

Seit etwa 1995 haben meine Eltern die kompletten Flächen verpachtet. Vor ungefähr 8 Jahren haben sie dann einen Teil der Flächen wieder selbst in Bewirtschaftung genommen, verkaufen aber derzeit den Ertrag an andere Landwirte. Insgesamt haben sie rund 25ha, wobei in etwa die Hälfte davon Ackerflächen sind (ca.50 Bodenpunkte).

Nun bin ich am überlegen, ob man mit einer derart kleinen Landwirtschaft auch über die Runden kommen könnte. Bei uns in der Gegend ist „normaler“ Ackerbau üblich und es gibt auch einige Biogasanlagen. Wir haben keinen Sandboden, der für Kartoffeln und Karotten geeignet wäre. Außerdem sind wir weit von der nächsten Großstadt entfernt, so dass ich mich entscheiden muss, ob ich in der Stadt arbeite, oder hier am Land den Hof übernehme.

Menschlich bzw. vom Herzen her fühle ich mich der Landwirtschaft und dem Landleben sehr verbunden, gerade auch, da ich noch mit vielen Tieren auf dem Hof aufgewachsen bin. Obwohl ich studiert habe, würde ich hier die geringeren Einkünfte in Kauf nehmen, da es mir von meiner Natur her mehr liegen würde, als den ganzen Tag im Büro zu sitzen. Gerne würde ich – wenn möglich und sinnvoll – auf diesem Hof wieder eine funktionierende biologische Landwirtschaft betreiben.

Habt ihr dazu ein paar gute Ideen und Anregungen?! Ich würde mich wirklich unglaublich freuen, wenn ich von euch ein Feedback bekommen könnte, wie und was ich in meinem Fall am besten machen könnte. Klein aber fein

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@ Daniela24 #
Ja da würde ich mal auf verschiedenen Höfen arbeiten , damit du siehst was es den alles gibt , zuhause läuft dir nix davon , das haben deine Eltern schon erledigt , für einen Neustart , ist es deshalb wichtig , Wissen zu erlangen , also musst du auf die Walz. Wenn du dich entschieden hast , machst eine Landwirtschaftliche Ausbildung.

Eine Empfehlung zu geben ist ohnehin schlecht , da das ganz schwer von dir abhängig ist. Mit dem richtigen Konzept kann man von 25ha leben , wo ein anderer mit 200ha pleite machen
was hast du eigendlich studiert?
Der Stacheldraht, das ist ein Draht, der Stacheln hat.


Bauernstolz; ein niedriger Stolz, welcher sich auf nichtswürdige Dinge gründet, und welcher sich niedriger, verächtlicher Mittel zu seiner Befriedigung bedient. Qelle unbekannt

Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt.

Arthur Schopenhauer
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@ Daniela24 #
Irgendwas anfangen wo du auf anderen Höfen rumkommst und mit fähigem Jungbauer fusionieren.
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@ Daniela24 #
Hallo Daniela24!
Die erste Frage ist willst Du alleine oder mit Mann einen Hof haben? Und was sagt er dazu? An ansonsten ist ein ärmliches erfülltes Leben ein Leben im Überfluß und Unzufriedenheit vorzuziehen.
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@ jw #
Hallo Daniela,
Du hängst sicherlich sehr mit dem Herzen an den Hof von den Eltern. Von daher würde ich die Flächen keinesfalls in fremde Hände geben oder verpachten. Bei mir war die Situation sehr ähnlich.
Gerade auch mit einer kleineren Landwirtschaft hast Du viele Möglichkeiten (Bio, Nebenerwerb,...) mit denen Du viel Freude haben kannst und auch Geld verdienst.

Es soll ja auch in Zukunft nicht nur Großbetriebe geben. Die Vielfalt macht das Leben aus.

Hast Du schon mal über den BiLa-Kurs nachgedacht? Den Kurs kann ich Dir sehr empfehlen.

Grüße
Thomas
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@ Daniela24 #
Du hast Glück und darfst dankbar sein deinen Eltern,das sie die Flächen dir,bzw.deren nachfolgenden Generation Erhalten haben, und nicht verkauft,Oft wird mit der Hofaufgabe ein Tei verkauft zum Schuldenabbau, irgendwann kommt dann das Finanzamt und wil was haben,Dann wird wieder verkauft,und auf einmal ist es egal und Scheibchenweise geht nach und nach alles dahin.
Ich finde es gut,wenn duwieder einsteigst,bei uns gibt es mehrere Neueinsteiger,sind einfach zufrieden ,auch wenn,mal nicht so läuft,bzw der Betrieb nicht Riesig ist.
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Hallo, 25 ha sind auch schon einiges zum selber arbeiten und wenn man diese schon eigen hat ist es schon zu überlegen den Betrieb zu übernehmen außer man möchte Fremde den Grund arbeiten lassen. Sicherlich die Einnahmen sind nicht immer die großen und Arbeit hat man auch, wenn man Tiere hat bzw. Milchkühe muss man da sein und wenn man keine hat ist es noch eher einfacher man kann halt mal irgendwo länger bleiben.
Wenn man in die Arbeit geht z. B. ist um ca. 17.00 Feierabend und man kann der Freizeit nachgehen.
Sicherlich wäre es nicht schlecht mal bei anderen Betrieben reinzuschauen und vielleicht auch mal Probearbeiten oder Praktikum machen und dann wenn man meint die Ausbildung in der Landwirtschaft machen. Wie sieht es bei Dir mit Traktor fahren aus magst Du das?
Ich bin nun ein Jahr jetzt Bio vorher hatte ich 2 Jahre Umstellungszeit ist halt schon ein langer Start teuer einkaufen und doch noch nicht Biobetrag einnehmen. Kontrollen muss man mögen das sie hin und wieder kommen und bei den Feldern und Wiesen muss man halt dahinter sein. Ein paar Maschinen wird man brauchen und auch Handarbeit wird kommen. Programme sind halt noch das was zählt. Bei dem Milchpreis geht es noch fragt sich halt wie lange noch zur Zeit fällt es wieder mal und wenn es so weitergeht könnte es sein das wir vielleicht in 10 Jahren einen gleichen Preis wie konventionelle Betriebe haben hoff ich zwar nicht aber das wird schon von der Politik passend gesteuert.

Also Kopf hoch und durch viel Glück. Gruß
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@ Daniela24 #
zitat:

" Wir haben keinen Sandboden, der für Kartoffeln und Karotten geeignet wäre. "

Bei der Sachkunde über Ackerbau ( z.B. Kartoffeln und Karotten) würde ich vorschlagen:
Geh in die Politik, oder zu den Medien. Denn im realen Leben (z.B. in der Landwirtschaft) haste
keine Chance !!!

Gruß
Bauer

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@ Daniela24 #
Ich bin zwar kein Landwirt,aber das Wichtigste ist immer die richtige Idee,um nicht nur zu überleben ,sondern auch Geld zu verdienen. Sonst wird der gute Wille eines Tages zur Last und Belastung. Was bei uns hier ganz gut klappt ,ist die Haltung,Zucht und EIGENVERMARKTUNG von einigen Rinderrassen. Eine Bekannte(alleinstehend) hat in etwa die gleiche Betriebsgröße und ihr Betrieb funzt prima . Sie hat noch einige Sauen im Stall,so wie früher und läßt regelmäßig im Schlachthaus wursten und verkauft das äußerst wohlschmeckende Rinderfleisch. Helfer (im Verkauf und beim Bewirtschaften) sind nach Bedarf zeitweise eingestellt.
Frauen lügen nie.Sie erfinden höchstens die Wahrheit,die sie gerade brauchen (Yves Montant)
Das Geld ist am schnellsten beim Teufel,wenn man einen Engel kennenlernt !(Robert Lemke)
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Weil ich schon lange mit dem Gedanken gespielt habe, mal etwas aus dem Hof zu machen, habe ich vorsorglich den BiLa Lehrgang gemacht.
Dabei hatte ich auch eine Woche, in der wir uns verschiedene Höfe angesehen haben. Die einen machten Mutterkuhhaltung, die andern verkauften ihr Getreide (Einkorn, Dinkel, Emmer) direkt über Ebay und wieder ein anderer erzeugte z.B. eigenes Hanföl. Allerdings weiß man deshalb ja noch lange nicht, wie das ganze dann wirtschaftlich aussieht.

Eigentlich hätte mir Tierhaltung (Mutterkuhhaltung) schon gefallen, doch da sind sich nun wirklich alle einig, dass sich gerade das überhaupt nicht rechnet. So bleibt für mich gedanklich entweder eine Ölmühle oder eine Getreidemühle (z.B. solarbetrieben), da es sich ja eigentlich nur lohnt, wenn man direkt an den Endkunden verkaufen kann.

Als "Laie" auf diesem Gebiet (ich studiere Informatik) ist für mich neben der Ideenfindung (Möglichkeiten einer profitablen Landwirtschaft) auch die Kalkulation des Ganzen recht schwierig. Wie könnte ich angesichts der vielen Möglichkeiten zu einer konkreten und engeren Auswahl kommen? Ich kenne zwar vom Lfl den Deckungsbeitragsrechner, doch der hilft mir bei einer Gesamtbetrachtung auch nicht so recht weiter.

Da viele hier im Forum vermutlich täglich mit ihrer Landwirtschaft Erfahrung sammeln, ihr den Markt kennt und seht was aktuell gut läuft, wäre ich für eure Einschätzung wirklich dankbar.
Was kommt euch bei meinen oben genannten Voraussetzungen so in den Sinn?
Oder wo findet man "Überschlagsrechnungen" verschiedener Sparten im groben Vergleich?
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