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Traktoren
1875 Themen, Moderator: Susanne1, Manu, Matthias, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Traktoren
Kraft und Intelligenz auf Rädern.

Elektroschlepper

@ cosinus #
cosinus schrieb:

Mir ist gerade noch eine Situation wieder eingefallen die ich mit meinem Allradtraktor beim Einebnen von
Bauschutt hatte. Der Traktor stand mit seinen Rädern derart unglücklich in den Mulden, sodaß ich außer Allrad auch noch die Differenzialsperre betätigen mußte weil jeweils ein Vorderrad und ein Hinterrad durchdrehten.
Unter diesen Umständen ließ sich der Traktor nur noch geradeaus fahren. Vor oder zurück, lenken ist da nicht mehr drin!!!
Mit Radnabenantrieb ist das kein Problem mehr, denn die Räder sind untereinander ja nicht mehr mechanisch gekoppelt. Mag sein daß das eine besondere Situation war...aber es gibt sie nun mal auch und der E-traktor kann sie lösen.

MfG

Wenn zwei Räder in der Luft sind, dann würde ich etwas Ballast abwerfen. Sicher fahren kannst du damit auch mit keinem Elektromotor mehr.
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 06.02.19 um 18:18 Uhr.
@ cosinus #
cosinus schrieb:

Direkter als bei einem Radnabenmotor geht es doch gar nicht mehr!!! Allein der Fakt, daß so ein E- Motor bis zu 300% Kurzzeitüberlastbar ist (bei ausreichender anschließenden Abkühlung) macht ihn jedem bisherigen mechanischen Antrieb haushoch überlegen.

MfG



Du brauchst bei dem Konzept einen Dieselmotor, einen Generator, irgendwas zwischen Dieselmotor und Generator, die Akkus und die vier Motoren in der Narbe. Das sind mindestens sieben Komponenten.
Dazu Regelungstechnik, umd die Narbenmotoren zu synchronisieren.
Was geht normalerweise als erstes kaputt? Die Elektronik....

Mortor, Getriebe, zwei Antriebe, sind vier.
je mehr Komponeneten, je aufwändieger die Herstellung, je mehr gewicht, je mehr Möglichkeiten für Fehler, je teurer in der Herstellung. Deswegen hat sich Konzept nur bei wirklich großen Maschienen bisher durchgesetzt. Und das wird auch wohl, abseits irgendwelche Konzeptstudien, so bleiben.
Ich vertret hier meine Meinung.....Deine mußt Du Dir selbst bilden
Freiwirtschaft: [userpage.fu-berlin.de]

Armut schafft Demut, Demut schafft Fleiß, Fleiß schafft Reichtum,
Reichtum schafft Übermut, Übermut schafft Krieg, Krieg schafft Armut.

So ist es brauch seit alters her, wer Sorgen hat, hat auch Likör..
Doch wer zufrieden und vergnügt, sieht zu, daß er auch welchen kriegt.
(W. Busch)

Nimm das Recht weg - was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?
(Augustinus von Hippo)
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@ Doptrebo90 #
Doptrebo90 schrieb:

Wenn zwei Räder in der Luft sind, dann würde ich etwas Ballast abwerfen. Sicher fahren kannst du damit auch mit keinem Elektromotor mehr.



Beim Planieren von Bauschutt hast du nicht die Wahl. Es bleibt immer irgendwo so uneben daß auch mal zwei Räder keine Traktion mehr haben. Meist kommt man dann nur noch mit Unterstützung des Frontladers wieder raus wenn man doppelt wirkende Zylinder einsetzen kann. Mit unabhängigen Radnabenmotoren ist ein Lenkeinschlag so weit möglich, daß wenigstens eines von beiden durchdrehenden Rädern wieder greifen kann.

MfG
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@ tyr #
[quote]tyr schrieb:

Du brauchst bei dem Konzept einen Dieselmotor, einen Generator, irgendwas zwischen Dieselmotor und Generator, die Akkus und die vier Motoren in der Narbe. Das sind mindestens sieben Komponenten.
Dazu Regelungstechnik, umd die Narbenmotoren zu synchronisieren.
Was geht normalerweise als erstes kaputt? Die Elektronik....

[quote]

Aber doch nur weil selbige nicht gut dimensioniert wurde. Die BWLer in den Betrieben wollen immer noch ein paar Cent an den falschen Bauteilen sparen. Leistungselektronik ist fast unverwüstlich in Anlagen der Industfie wo sie sich keine Ausfallzeiten leisten kann. Generatoren laufen jahrelang störungsfrei inclusive ihrer Steuerungselektronik!
Lies doch mal über die vielen Ausfälle bei den hydraulisch/mechanischen Getrieben nach...schon falsches Fahren auf der Straße zerstört diese extrem teuren Teile wenn mit dem Varioantrieb all zu oft abgebremst wurde.



Mortor, Getriebe, zwei Antriebe, sind vier.
je mehr Komponeneten, je aufwändieger die Herstellung, je mehr gewicht, je mehr Möglichkeiten für Fehler, je teurer in der Herstellung. Deswegen hat sich Konzept nur bei wirklich großen Maschienen bisher durchgesetzt. Und das wird auch wohl, abseits irgendwelche Konzeptstudien, so bleiben.


Der Radnabenmotor braucht kein Getriebe. Seine Variation reicht leicht über o-60KMH aus. Außerdem sind da alle vier Antriebsräder absolut gleich aufgebaut und das reduziert bei Massenfertigung den noch Preis.
Machen Sie sich einfach einmal die Mühe einen Varioantrieb mit einem Radnabenantrieb zu vergleichen dann wsird 'Ihnen vermutlich auch der gewaltige Unterschied im Aufbau auffallen. Daß eine solche Konstruktion mit Dieselaggregat und Emotor auch noch energieeffizienter ist fällt dabei auch noch ins Gewicht. Nein, nur bei sehr großen Maschinen wie den 300 Tonnen Kippern im Bergbau wäre eine mechanische Kraftübertragung aus verschiedenen Gründen gar nicht mehr möglich.

In einigen Jahre werden gerade im unteren Leistungsbereich oder Pflegebereich eher nur noch solche Kombinationen fahren.

MfG
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@ tyr #
Den hier habe ich gerade noch gefunden. Ein Etraktor von Claas der ein hydraulisch absenkbares Kettenlaufwerk besitzt. Ein geniale Idee wie ich finde. Ein Traktor der auf der Straße mit Reifen unterwegs ist und auf der Scholle mit zusätzlichen Raupenatrieb wenn es dir Zugkraft erfordert.

MfG
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@ cosinus #
Grundsätzlich werden hier mehrere Sachen vermischt.
Ein Dieselelektrischer Antrieb ist grundsätzlich nur eine Art von Getriebe. Durchsetzen konnte sich dieser bisher nur in Bereichen in denen man die Antriebsleistung nicht Mechanisch übertragen konnte.
Dann die Speicherung der Energie, die erfolgt klassischerweise im Dieseltank und wird vom Dieselmotor umgesetzt. Man kann aber über Akkus nachdenken (bei Akkerschlepper aber wohl eher ziemlich weit in die Zukunft)


cosinus schrieb:

Mir ist gerade noch eine Situation wieder eingefallen die ich mit meinem Allradtraktor beim Einebnen von
Bauschutt hatte. Der Traktor stand mit seinen Rädern derart unglücklich in den Mulden, sodaß ich außer Allrad auch noch die Differenzialsperre betätigen mußte weil jeweils ein Vorderrad und ein Hinterrad durchdrehten.
Unter diesen Umständen ließ sich der Traktor nur noch geradeaus fahren. Vor oder zurück, lenken ist da nicht mehr drin!!!
Mit Radnabenantrieb ist das kein Problem mehr, denn die Räder sind untereinander ja nicht mehr mechanisch gekoppelt. Mag sein daß das eine besondere Situation war...aber es gibt sie nun mal auch und der E-traktor kann sie lösen.

MfG



Stell dir mal vor statt Lenken hättest du eine große Last ziehen müssen (gängiger für Traktoren). Beim Radnabenantrieb hättest du dann nur noch die halbe Leistung gehabt. Mit klassische 1-Motor Konzept und Sperrdifferenzialen die volle Antriebsleistung auf den beiden Rädern die noch Gripp haben.

cosinus schrieb:

Direkter als bei einem Radnabenmotor geht es doch gar nicht mehr!!! Allein der Fakt, daß so ein E- Motor bis zu 300% Kurzzeitüberlastbar ist (bei ausreichender anschließenden Abkühlung) macht ihn jedem bisherigen mechanischen Antrieb haushoch überlegen.

MfG

Wie viel Prozent Kurzzeitüberlastbar ist denn wohl die normalen Kardanwellen und Co im Antrieb. Dazu die Leistung für die muß vorhanden sein, sprich bei Dieselelektrisch müste der Dieselmotor diese 300% Zusatzleistung zur Verfügung stellen (bei Elektro oder Hybrid wird es dann interessant).

cosinus schrieb:

< snip >

Mir ging es aber um den Radnabenmotor und der wird sich ganz sicher bald durchsetzen. Er hat einfach zu viele Vorteile als daß man ihn in einem Traktor oder einer selbstfahrenden Arbeitsmaschine nicht einsetzen würde. Der Dieselmotor arbeitet dann nur wenn er gebraucht wird und dann eben auch in seinem optimalen Leistungsfeld. Diese Kombination ist unschlagbar...dagegen sind die anfälligen Varios von Fendt Technik von vorgestern. Wie bei allen Neuheiten sind sie erst teuer...dann aber deutlich billiger herzustellen. Schau dir nur mal ein Veriogetriebe an und vergleiche das mit einem E-Motor...

MfG


Vorteil eines Radnabenmotors ist praktisch nur der niedrigere Schwerpunkt. Das die Ungefederte Masse zunimmt (wichtig bei PKW) spielt bei einem Traktor praktisch keine Rolle, gehen wir mal von einem 300Ps Traktor aus. Man baut 4 Elektromotoren ein, sagen wir 2x 100 PS in die Hinterräder und 2x 50 PS in den Vorderrädern. Dazu ein 300 PS Dieselmotor+Generator. Nur womit treibt man jetzt die Zapfwelle an? Ok, also noch ein 300PS Motor für die Heckzapfwelle, vorne vielleicht nur 150PS(?)...

Dann was soll daran einfacher sein als ein Vario Getriebe. Ist ja nicht so das der Radnabenmotor einfach so vor sich hin werkelt. Ich gehe jetzt mal von Dieselektrisch aus. Man benötigt also einen Dieselmotor, dazu einen Generator und viel Leistungselektronik. Die Leistungselektronik muß sehr aufwendig gekapselt werden, einerseits wegen den harten Umwelteinflüssen, andererseits aber vor allem um sie vor unsachgemäßen "Reparaturen" zu schütze bzw. genauer gesagt den der daran herumpfuschen will.

Dann gibt es im Landwirtschaftlichen Bereich einen extrem großen Drehzahlbereich in dem Gearbeitet wird. Von wenigen Metern in der Stunde bis 60 oder gar 80km/h. Ein Getriebe, und sei es nur ein einfaches ohne Schaltung macht das wesentlich einfacher denn ein Elektromotor hat zwar Drehmoment aus dem Stand, effektiv arbeiten tut er außerhalb gewisser Bereiche aber trotzdem nicht.
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@ 251at #
251at schrieb:

Grundsätzlich werden hier mehrere Sachen vermischt.
Ein Dieselelektrischer Antrieb ist grundsätzlich nur eine Art von Getriebe.

Das ist völlig falsch! So ein Triebsatz in Verbindung mit einem Eantrieb hat mit einem ordinären Getriebe sowie dessen nutzbarer Funktion so gut wie nichts mehr gemein.

Durchsetzen konnte sich dieser bisher nur in Bereichen in denen man die Antriebsleistung nicht Mechanisch übertragen konnte.
Dann die Speicherung der Energie, die erfolgt klassischerweise im Dieseltank und wird vom Dieselmotor umgesetzt. Man kann aber über Akkus nachdenken (bei Akkerschlepper aber wohl eher ziemlich weit in die Zukunft)

Ackerschlepper werden in den von mir gemannten Bereichen schon jetzt eingesetzt und liefern gute Arbeitsergebnisse. Wie ich schon in meinem Eröffnungsbeitag schrieb würde mir solch ein Traktor deutlich wirtschaftlicher sein. Ich fahre jeden morgen zur Pferdeweide und bringe Heu und Kraftfutter hin. Die Pferde haben eine komfortable Weidehütte und bleiben auch über Winter draußen. Mit meinem jetzigen Schlepper verbrauche ich ja wegen des kalten Motors und des Getriebeöls enorm viel Diesel für diesen ca. halbstündigen Einsatz. Mit einem Etraktor gäbe es da Problem erst gar nicht und zur Weidepflege reichen 50KW allemal aus.


Vorteil eines Radnabenmotors ist praktisch nur der niedrigere Schwerpunkt.

Das ist doch völliger Unsinn!!!

Das die Ungefederte Masse zunimmt (wichtig bei PKW) spielt bei einem Traktor praktisch keine Rolle, gehen wir mal von einem 300Ps Traktor aus. Man baut 4 Elektromotoren ein, sagen wir 2x 100 PS in die Hinterräder und 2x 50 PS in den Vorderrädern. Dazu ein 300 PS Dieselmotor+Generator. Nur womit treibt man jetzt die Zapfwelle an? Ok, also noch ein 300PS Motor für die Heckzapfwelle, vorne vielleicht nur 150PS(?)...

Selbst bei Autos ist die ungefederte Masse kein Problem mehr seit per Rekuperation die mechanischen Bremsen deutlich leichter weil schwächer ausgelegt werden können. Radnabenmotore werden bei allen Rädern gleich ausgelegt! Da der Dieselgenerator bereit vorhanden ist wird der, weil er auch auf einer optimalen festen Drehzahl laufen soll natürlich dafür benutzt werden. Machen Sie hier absichtlich auf pure Opposition zu solch einem Konzept...oder ist Ihnen eine solche naheliegende Lösung nicht eingefallen?


Dann was soll daran einfacher sein als ein Vario Getriebe.

Hmmm...so wie Sie das gerade machen wollten wirds ja auch nix.

Ist ja nicht so das der Radnabenmotor einfach so vor sich hin werkelt. Ich gehe jetzt mal von Dieselektrisch aus. Man benötigt also einen Dieselmotor, dazu einen Generator und viel Leistungselektronik. Die Leistungselektronik muß sehr aufwendig gekapselt werden, einerseits wegen den harten Umwelteinflüssen, andererseits aber vor allem um sie vor unsachgemäßen "Reparaturen" zu schütze bzw. genauer gesagt den der daran herumpfuschen will.


Ich empfehle Ihnen sich einmal unvoreingenommen mit diesem Konzept vertraut zu machen, denn es ist allen bisherigen Lösungen weit überlegen. Einen E-Motor entsprechend dicht zu machen ist nicht komplizierte als eine Welle die aus einem Ölgetriebe kommt. Darüber hinaus ist es doch wohl auch für Sie einsichtig, daß bei einem einzigen sich drehenden Teil, vorausgesetzt man dimensioniert es ordentlich, die Wratunsintervalle weit über denen eines konventionellen Antriebs liegen. Diese ganz Öltauscherei fällt völlig flach...außer im Diselmoter der bei optimalen Drehzahlen auch erheblich weniger Verschleiß aufweisen wird. Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen an dem Konzept geht kein Weg mehr vorbei.


Dann gibt es im Landwirtschaftlichen Bereich einen extrem großen Drehzahlbereich in dem Gearbeitet wird. Von wenigen Metern in der Stunde bis 60 oder gar 80km/h. Ein Getriebe, und sei es nur ein einfaches ohne Schaltung macht das wesentlich einfacher denn ein Elektromotor hat zwar Drehmoment aus dem Stand, effektiv arbeiten tut er außerhalb gewisser Bereiche aber trotzdem nicht.


Wie bitte???
Dazu fällt mir nun auch nix mehr ein...

MfG
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@ cosinus #
cosinus schrieb:
Das ist völlig falsch! So ein Triebsatz in Verbindung mit einem Eantrieb hat mit einem ordinären Getriebe sowie dessen nutzbarer Funktion so gut wie nichts mehr gemein.


Er übersetzt Drehmoment und Drehzahl in ein für den Endantrieb gewünschten Bereich. Hat also genau die gleiche Funktion wie ein Mechanisches oder Hydraulisches Getriebe.

cosinus schrieb:
Ackerschlepper werden in den von mir gemannten Bereichen schon jetzt eingesetzt und liefern gute Arbeitsergebnisse. Wie ich schon in meinem Eröffnungsbeitag schrieb würde mir solch ein Traktor deutlich wirtschaftlicher sein. Ich fahre jeden morgen zur Pferdeweide und bringe Heu und Kraftfutter hin. Die Pferde haben eine komfortable Weidehütte und bleiben auch über Winter draußen. Mit meinem jetzigen Schlepper verbrauche ich ja wegen des kalten Motors und des Getriebeöls enorm viel Diesel für diesen ca. halbstündigen Einsatz. Mit einem Etraktor gäbe es da Problem erst gar nicht und zur Weidepflege reichen 50KW allemal au

Da sind wir wieder bei der Vermischung. Hier geht es jetzt nicht mehr um Dieselektrischen Antrieb sondern um einen rein elektrischen. Ich kenne keinen Serienmäßigen Ackerschlepper der Batterieelektrisch funktioniert. Bei dem aktuellen Gewicht pro KwH auch nicht sinnvoll machbar wenn man mehrere Stunden am Stück schwere Feldarbeit (Pflügen...) erledigen will. Bei leichten Transportaufgaben (wie das Beschriebene Futter bringen) oder auch Ladearbeiten auf oder nahe der Hofstelle, oder Futtermischwagen... kann ich mir einen Batterieelekrischen Schlepper (bzw. Radlader) jetzt schon vorstellen. Das Anforderungsprofil an den Antrieb ist dort komplett anders.

[quote]cosinus schrieb:
251at: Vorteil eines Radnabenmotors ist praktisch nur der niedrigere Schwerpunkt.
Das ist doch völliger Unsinn!!!
[/qoute]
Dann bitte Punkte nennen.

[quote]cosinus schrieb:
Selbst bei Autos ist die ungefederte Masse kein Problem mehr seit per Rekuperation die mechanischen Bremsen deutlich leichter weil schwächer ausgelegt werden können. Radnabenmotore werden bei allen Rädern gleich ausgelegt! Da der Dieselgenerator bereit vorhanden ist wird der, weil er auch auf einer optimalen festen Drehzahl laufen soll natürlich dafür benutzt werden. Machen Sie hier absichtlich auf pure Opposition zu solch einem Konzept...oder ist Ihnen eine solche naheliegende Lösung nicht eingefallen?
[/qoute]
Ein Elektromotor der benötigten Leistungsklasse ist deutlich schwere als eine Scheibenbremse. Vor allem sollte man sich nicht zu viel davon versprechen das man diese ja nun Schächer auslegen kann da ja primär elektronisch gebremst wird. Ja man hat weniger Verschleiß, das kann man in Gewichtseinsparung umsetzen. Die Benötigte Leistung im Notbremsfall ist aber fast identisch, denn Leistungselektronik/Akkus lassen nur (im Notbremsfall) verhältnismäßig geringen anteil Energierückgewinnung zu. Über Einzelradantrieb kann man (bei PKW, LKW) gerne Reden, aber nicht als Radnabenmotor, das macht keinen Sinn.

Warum sollte man die bei Radnabenmotoren grundsätzlich alle Räder mit dem gleichen Motor ausstatten? Ja, das wird häufig gemacht, nicht nur weil es Wirtschaftlich natürlich interessant mögichst viele Gleichzeile zu haben. Aber bei einem Traktor wird bei schwerer Zugarbeit nur sehr wenig Kraft über die Vorderachse übertragen. Dazu hat man dort weniger Platz. Warum also da vollkommen überdimensionierte Motoren einbauen.

Der Dieselmotor soll also immer mit Optimaler Drehzahl laufen. Ja, kann man machen, senkt bei Volllast den Verbrauch merklich. Ist auch gut was Schadstoffe betrifft und so weiter. Das Problem ist was machen wir wenn das Fahrzeug nur vor sich hinsteht (z.B. vor einer Ampel), oder einfach nur ein kleiner Bruchteil der Antriebsleistung benötigt wird (statt Pflug in Schweren Lehmboden leerer Anhänger auf Straße). Soll der Motor immer noch mit Optimaler Drehzahl laufen und den Verbrauch hochtreiben? Grundsätzlich hätte man die Möglichkeit übrigens schon bei den heute üblichen CVT Getrieben, hat schon seine gründe das man die Motoren daraufhin nicht zu sehr auf eine Drehzahl optimiert hat.

Eine Naheliegende Konstruktion ist nicht zwangsläufig die beste, das erkennt man aber nur wenn man sich damit beschäftigt.


cosinus schrieb:
Ich empfehle Ihnen sich einmal unvoreingenommen mit diesem Konzept vertraut zu machen, denn es ist allen bisherigen Lösungen weit überlegen. Einen E-Motor entsprechend dicht zu machen ist nicht komplizierte als eine Welle die aus einem Ölgetriebe kommt. Darüber hinaus ist es doch wohl auch für Sie einsichtig, daß bei einem einzigen sich drehenden Teil, vorausgesetzt man dimensioniert es ordentlich, die Wratunsintervalle weit über denen eines konventionellen Antriebs liegen. Diese ganz Öltauscherei fällt völlig flach...außer im Diselmoter der bei optimalen Drehzahlen auch erheblich weniger Verschleiß aufweisen wird. Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen an dem Konzept geht kein Weg mehr vorbei.


Ja natürlich kann man das alles entsprechend absichern. Man schaue sich z.B. an wie es in der Formel-E gemacht wird. Vorteil bei Öl ist aber einfach das man es früher oder später sieht wenn da was undicht ist. Strom sieht man nicht. Daher ist das Gefährdungspotential bei einem E-Antrieb höher. Aber ja das ist natürlich kein Grund der gegen einen E-Antrieb an sich sprechen sollte, aber er treibt die Kosten nach oben.

cosinus schrieb:
Wie bitte???
Dazu fällt mir nun auch nix mehr ein...

Steht im Endeffekt in dem von ihnen selbst verlinkten PDF zum Rigitrac drinn.
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@ 251at #
251at schrieb:

Steht im Endeffekt in dem von ihnen selbst verlinkten PDF zum Rigitrac drinn.


Nein, das steht da gewiß nicht so drin! Dort steht, wenn man inhaltlich richtig liest, daß man die Kosten für die kleine Vorserie in den Griff bekommen muß. Daß Entwicklungskosten hoch sind ist unbestritten, die können erst wieder in der Großsereie eingefahren werden und was dieses Konzept angeht ist das für ein großes Unternehmen sicher kein Problem. Unter diesem Aspekt möchte ich noch darauf hinweisen, daß Landwirte mit großen Dachflächen den Strom für ihre Akkus plus Wechselzakkus selber produzieren können. Sie argumentieren etwas wie damals die Bauern als sie ihr Pferdegespann gegen ein Dieselroß tauschen sollten.


eilbote: Warum ist man trotz der hohen Kosten bei Rigitrac an elektrischen Antrieben interessiert?

Knüsel: Mit elektrischen Antrieben werden sehr hohe Wirkungsgrade erreicht. Man bewegt sich in einem Bereich um 96 Prozent. Das passt zu unserer Philosophie, und deshalb sind elektrische Antriebe für Rigitrac in Zukunft ein Thema. Alles was den Wirkungsgrad verbessert ist für uns interessant, weil dies den Traktor für den Kunden noch wirtschaftlicher macht. Stellen Sie sich vor: Was an Wirkungsgrad verloren geht, wird in Wärme umgewandelt und diese wiederum erfordert Kühlsysteme, die noch einmal Energie benötigen.

eilbote: Wie geht die Entwicklung jetzt weiter?

Knüsel: Wie gesagt, die Radantriebe sind der momentanen Kos- ten wegen eher etwas für übermorgen. Im Gegensatz dazu hat ein elektrischer Zentralantrieb schon in naher Zukunft bessere Marktchancen. Hier können viele Komponenten eines heutigen Traktors verwendet werden. Es braucht weniger Komponenten, die einzeln hergestellt werden müssen. Beim Rigitrac würde in diesem Fall der Hydromotor durch einen Elektromotor ersetzt. Der Antrieb mit den Achsen bleibt sich gleich. Der elektrische Zentralantrieb ist aus meiner Sicht der nächste Schritt, den man mit Kosten, die man im Griff hat, realisieren kann.
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@ cosinus #
DAS kommt halt dabei heraus wenn klassische Maschinenbauingenieure einen elektrischen Antrieb einsetzen.
Leider ohne Radnabenmotore und deren exzellente Eigenschaften wie Allradlenkung...Hinterachslenkung...Hundegang...und selbstverständlich auch die ganz normale Lenkung.
Schade...aber wenigstens tun die was in dieser Richtung...die Niederländer sind da schon viel weiter wie ich selbst auf der Agrarmesse im letzten Jahr sehen konnte.
i

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