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Verbissschaden durch Rehwild

@ landjaeger #
bei Wildschaden im Wald gibt es sehr wohl Anspruch auf Schadenersatz, ist jedoch deutlich komplizierter als ein Schaden im Feld, aus verschiedenen Gründen, die ich hier nicht alle aufdröseln will. Mußt auf alle Fälle einen deutlich längern Atem haben als bei nem umgepflügten Maisacker .

Wens interessiert, der kann sich selber schlaumachen.

Wir haben es vor vielen Jahren mal durchgezogen, und es hat deutliche Wirkung gezeigt
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@ Wildsau00 #
Wildsau00 schrieb:

Wenn man den Wildbrstand orbendlich hält gibt es auch keine Problem.


Jaaaaaa, wennn...............
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Beitrag vom Autor bearbeitet am 07.02.19 um 15:40 Uhr.
#
hallo Wildsau,
könnte es sein das deine eigen Jagdgenossen dir das nicht zugetraut haben ?
Der ruf des anderen Pächters scheint besser gewesen sein als deiner / eurer ,da ja der
Pachtpreis ein Festpreis war.
Wie kommst du darauf das/ die Jagdpächter Verbiss Schäden zu erstatten hätten sieht
das der Pachtvertrag vor ?

Waidmannsheil
michael
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Wildsau00 schrieb:

Wieso sollte ich viel Geld ausgeben für ein Zaun und Unterhaltung wenn man die Belangen kann. Gesetzlich sind die verpflichtet für den Schaden aufzukommen. Die machen schon Einzelschutz beim Fürst im Wald.

Es ist das Nervenschonenste. Nicht nur, daß Selbstjustiz illegal ist, es ist auch noch ziemlich anstrengend das Ungeziefer im Zaum zu halten! Also ziehe einen massiven Zaun und lasse dich von dem Jäger am Arsch lecken.
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#
Wildsau00 schrieb:
Die machen schon Einzelschutz beim Fürst im Wald.


da vermute ich mal so ganz locker, daß es beim Einzelschutz um ganz bestimmte Einzelpflanzen geht, wo es möglich ist machen wir das auch - aber sicher nicht um eine großflächige Kultur.
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Wildsau00 schrieb:

Hallo,hab eine Frage zum Verbiss von Rehwild.
Bei mir im Wald kommt die Tanne, Buche nicht hoch, da sie immer wieder von Rehen verbissen wird.
Den Jagdpächter ist es egal,(durch mehrmaliges auffordern Reh zu schießen) die erlegen zuwenig. Jetzt möchte ich durch Schadenersatzansprüche wie es im Jagdrecht steht die Jagdpächter zu Kasse bitten.
Es sind 4 Waldstücke mit ca.30-50Ar pro Wald.
Wie rechnet man den Schaden? Was kann man verlangen?
Gibt es Formulare zum ausfüllen?
Wäre schön wenn mir jemand helfen könnte.
Danke im Voraus



Zunächst einnal wäre der erste Weg, zum Vorsitzenden Deiner Jagdgenossenschaft zu gehen, damit Du überhaupt einmal erfährst, was im Jagdpachtvertrag dazu geregelt oder nicht geregelt wurde. Es kann durchaus sein, dass der Pachtvertrag eine Tabelle mit Beträgen für verbissene Pflanzen erhält.

Im nächsten Schritt solltest Du Dich schlau machen, WO man bei Euch zu welchen Stichtagen den Wildschaden anmelden kann oder wie das in Deinem Bundesland geregelt ist. Deine Gemeinde oder die Untere Jagdbehörde bei Deinem Landratsamt, etc. werden Dir sicherlich Infos geben können.

Wenn Du nun weist, nach welchen Regelungen bzw. Konditionen Du einen Anspruch auf Wildschadenersatz herleiten kannst und keine eventuellen Fristen zur Anmeldung übersehen hast, kannst Du Dir Gedanken machen, was Du haben möchtest. Aber Vorsicht! Es zählt immer nur der Verbiss, für den Du auch noch Anspruch geltend machen kannst. Wenn Du meinst, Du könntest dem Jagdpächter Schäden der letzten zwei oder drei Jahre aufs Auge drücken, bist Du im Irrtum.

Du solltest als bei einem Waldspaziergang gucken, was an Schaden da ist, der noch innerhalb der Frist angemeldet werden kann. Also aktuell verbissene Plfanzen entsprechend zählen und messen, je nachdem was im Vetrag geregelt ist oder nach sonstigen Vorschriften abgerechnet werden kann.

Nun zeige den Schaden gem. Euren gesetzlichen Regelungen dort an, wo Du ihn ggf. zu melden hast. Mit dem gleichen Papier gehst Du noch zum Jagdpächter und versuchst, Dich mit ihm friedlich zu einigen, zB indem Du mit ihm einen Kompromiss aushandelst (schließlich fallen ja auch Pflanzerl der Durchforstung zum Opfer, d.h. nicht jedes verbissene Plfanzerl muss man auch als Schaden ansehen.

Wenn ein Kompromiss nicht möglich ist (zB, weil zwei Sturköpfe nicht nachgeben können oder auch nur einer), wird ein unabhängiger Schadensgutachter bestellt und zwar von der Stelle, bei der Du den Schaden anmelden musst. Wer den Gutachter zu bezahlen hat, hängt von den Regelungen im Pachtvertrag ab oder wenn da nix steht, von den gesetzlichen Regelungen.




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Beitrag vom Autor bearbeitet am 07.02.19 um 16:57 Uhr.
@ landjaeger #
landjaeger schrieb:

Hallo wildsau00,
Du machst da einen Denkfehler da die Tiere im Wald leben und ihr zuhause haben, kannst du kein Wildschaden beanspruchen dieser geht nur für Landwirte auf deren Acker, wo die Feldfrüchte weggefresen wurden also ein schaden an der Ernte haben!!
Du hast im Wald keinen Anspruch!! gibt dazu Gerichtsurteile.
Du kannst wen du ein gutes verhältnis zu den Jägern hast über den einfluss des Abschussplanes einis bewirken. aber was ist ein Wald ohne Wild?
Oder möchtest Du nur Abkassieren?
Landjaeger

Vermutlich will er einfach nur , dass Jungbäume wachsen und zwar ohne Zaun und das hat auch so zu funktionieren . Ich finde es immer sehr Interessant die Ausreden der Jäger sind immer die selben, ja und was sie alles für kosten haben und der Zeitaufwand und überhaupt , wenn es dann mal wieder zur Vergabe ansteht , dann rennen und schleimen die Jäger die vorher am lautersten geklagt hatten , am schlimmsten, Geld ist auf einmal kein Problem, Zeit haben sie rund um die Uhr und überhaupt Es ist Ihre Lebenserfüllung , bla bla...
Wir hatten erst letztes Jahr Neuvergabe von 5 Bögen, zwei alte Pächter mussten gehen ui ui , da war was los..
Ich war schon bei genügend Begehungen dabei ,hab einige Vergaben hinter mir , wir haben den körperlichen Nachweis eingeführt . Das war überhaupt das beste , "ja wenn hier kein Vertrauen da ist , dann stimmt was nicht" so die Jäger "und der Aufwand , wenn sie dann um 4uhr früh oder 12uhr abends noch vorbeikommen müssen... Verarscht hatten uns die Herren Waidmänner , niemand hat seither seinen 3 Jahres Abschussplan auch nur annähernd erfüllen können , das erste Jahr mit ach und krach , dann war's vorbei... vorher waren sie immer schon im Oktober fertig ... zumindest auf dem Papier , egal. Ohne Kontrollen , bist du der Depp , da kannst reden was du willst, normal kannst gleich zuhause bleiben.

Ja und natürlich gibt es auch im Wald Entschädigung , Geld oder Nachpflanzungen , wir halten das so. wenn sich jemand der Grundstückseigentümer meldet , soll er das zunächst mit dem Jagdpächter klären , funktioniert das nicht, begutachten wir( Jagdgenossenschaftsvorstandschaft) mit dem Jäger und dem Geschädigten den Schaden .

Als Richtschnur, dient das Rosenheimer Model , normal wird man da einig , wir brauchten aber schon mal den Bürgermeister zum schlichten . (Kontrahenten waren damals die Zwei Jäger die letztes Jahr gegangen wurden )
Ein Gutachten übersteigt von den Kosten her den Wert der Entschädigung , ich spreche jetzt von Verbiss und Fegeschäden , da zählen auch nur die Bäumchen die erst vor kurzen verbissen wurden. Eine normale Einigung ist allemal das beste und wichtig ist auch die weitere Vorgehensweise für diese Revierecke.
Ein guter Jäger kann sein Wild steuern und ja er verbringt auch tatsächlich die Zeit im Revier und nicht nur beim Sprüche klopfen.

Um Überhaupt auf Augenhöhe mit den Jagdpächtern zu reden muss man wissen wie es im Wald aussieht und was den tatsächlich geschossen wird , alles andere ist Zeitverschwendung.
Der Stacheldraht, das ist ein Draht, der Stacheln hat.


Bauernstolz; ein niedriger Stolz, welcher sich auf nichtswürdige Dinge gründet, und welcher sich niedriger, verächtlicher Mittel zu seiner Befriedigung bedient. Qelle unbekannt

Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt.

Arthur Schopenhauer
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Also als erstes den Jagdpachtvertrag genau lesen, wie dort der Schadensfall geregelt ist. Wenn nur der gesetzliche geregelt ist dann gilt das nur Verbiss an Hauptbaumarten ersatzpflichtig sind. Als Hauptbaumarten gelten ( da hat es mal ein Gerichtsurteil gegeben) Baumarten die mind. 5% des Baumbestandes in dem Revier ausmachen.Tanne wäre z.b, in meinen Revieren nicht schadenspflichtig.Bei uns in Bayern gibt es 2 Stichtage an denen der Schaden imWald gemeldet werden muß.
Das große Geld ist auch bei Schäden nicht zu erwarten,gerade bei Naturverjüngungen.
So kleine Flächen einfach einzäunen.Wenn wenig Waldanteil im Revier ist,dann geht halt Naturverjüngung nicht.
Ich glaube schon bisschen Frust zwischen den Zeilen zu lesen,das du das Revier nicht bekommen hast.Schlaf paar Nächte darüber.Bist ja auch selbst Jäger.
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@ Natur43 #
hallo natur43,
als Jagdgenosse sollte man den Pachtvertrag doch kennen , zumal er ja auf das Jagdrecht ein Gbot abgegeben hat. Sollte er ohne Kenntnis geboten haben wäre er mehr als naiv.
Änderungen zum Pachtvertrag könnte er sicher Satzungskonform zur Hauptversammlung beantragen, was natürlich erst bei künftigen Verpachtungen greift.
mfg
michael
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@ holzbockjager #
holzbockjager schrieb:

hallo natur43,
als Jagdgenosse sollte man den Pachtvertrag doch kennen , zumal er ja auf das Jagdrecht ein Gbot abgegeben hat. Sollte er ohne Kenntnis geboten haben wäre er mehr als naiv.
Änderungen zum Pachtvertrag könnte er sicher Satzungskonform zur Hauptversammlung beantragen, was natürlich erst bei künftigen Verpachtungen greift.
mfg
michael

Sehe Ich auch so.Wie gesagt,Ich denke da ist halt auch ein bisschen Frust dabei.
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