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Fleckvieh
310 Themen, Moderator: Manu, Matthias, Susanne1
Forum: Fleckvieh

Paukenschlag für Larissa! Mit 61.800 € wechselte das Kalb ihren Besitzer!

Beitrag vom Autor bearbeitet am 15.03.19 um 16:12 Uhr.
@ grimmig #
Es hat schon seinen Grund warum Biobetriebe keinen ET machen dürfen, glaub aber nicht das deshalb morgen alle Bio kaufen!
Das sind die einzigen 3 Stiere die 2018 durchgehend bei den meisten Stationen in der Ausgabe waren. Die professionelle Punktezüchter brauchen ja alle 3 Monate andere Stiere der 16 Monate junge Stier ist schon alte Genetik das kann man ja nicht besamen!
Aber diese Debatte zeigt mal wieder Fluch und Segen der Genomik auf!
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@ grimmig #
grimmig schrieb:

Alles keine Argumente die rechtfertigen würden diese armen Geschöpfe mit Hormonen zu überschütten bis das Euter platzt und dann in stundenlanger Quälerei die Empryonen heraus zu spülen und diesen Vorgang so oft zu wiederholen bis der nötige Profit passt.
Ich bin mir sicher 99,9 Prozent der Landwirte und 100 Prozent der Konsumenten lehnen diese Vorgangsweise kategorisch ab.
Das Vertrauen in diese Punktezucht scheint bei den Bauern sowieso einen Tiefstand erreicht zu haben. Die drei am meisten eingesetzten Stiere in Österr. 2018 waren Nachkommen geprüfte Stiere.
In einer Zeit wo das Image der Landwirtschaft sowieso schon schwer angekratzt ist , ist es unverantwortlich unsere Tiere einer solchen Tortur auszusetzen.


meine vollste Zustimmung!!! So sehr ich mir wünschen würde, dass die Sauerei Jung-Jungrinderspülung in den Medien breitgetreten wird so wenig kann die Landwirtschaft sich derzeit sehenden Auges auf so einen moralischen Fehltritt einlassen wegen einiger weniger "Züchter" die damit den großen Reibach machen.

Außerdem erschließt sich mir trotz vieler Belehrungen immer noch nicht, warum die Nachkommen von sehr jungen Tieren automatisch besser sein müssen wegen des angeblichen Zuchtfortschrittes. Die Zahlen zeigen uns das ja, aber nur, weil die alten Bullen jährlich abgeschrieben werden!!! Würde man Töchter 2006er Bullen neben Töchter von 2014er Bullen stellen denke ich dass man keinen gravierenden Unterschied feststellen würde (außer auf dem Papier).
Das gleiche gilt für Larissa!! Warum sollte sie wirtschaftlichere Nachkommen erzeugen als meine 14-jährige Magda??
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@ floriansilbereisen #
[www.lfl.bayern.de] ...

Durch die Basisanpassung sinkt der relative Zuchtwert, ist doch auch logisch. Würde man das nicht machen wäre aktuelle Genetik dennoch im Schnitt überlegen. Klar gibts auch alte nachk. gepr. Bullen, die lange mithalten können und deshalb auch eingesetzt werden sollten. Von denen gibts halt schnell so viele Söhne, dass eine weitere Nutzung in der Zucht nicht sinnvoll ist.
Der Neider sieht den Garten, den Spaten sieht er nicht.
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Sehe es ähnlich wie Florian. Langlebigkeit scheint irgendwie im genomischen
Zeitalter kein Thema mehr zu sein, obwohl doch genau dies unser oberstes
Zuchtziel sein sollte. So sehe ich es und so handhaben wir es auch. Da wird
so ein Jungspund hoch angepriesen und noch bevor er sich an Hand von seinen
Töchter bewähren kann, gibts ihn schon nicht mehr. Es gab mal Zeiten, da
haben bewährte Bullen die 1 Million verkaufte Spermadosen erlebt. Bin jetzt
allerdings kein Flecki-halter aber ich sehe überall die gleichen Probleme.
3
 
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Sind auch überall dieselben Zahlen, gestern im schwäbischen Bauer,
die Auswertung der Milchviehbetriebe, Abgänge nahezu identisch, durch alle Rassen.

Und hätte nie gedacht bei braunem Milchvieh 24,5% die höchste Abgansrate durch schlechte Fruchtbarkeit,
die anderen allerdings auch alle über 20%, schenkt sich nicht viel.
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darum seit vielen Jahren meine wichtigsten Kriterien bei der Bullenauswahl:
Großmutter lebt idealerweise noch und hat bereits die 100 000 ltr Lebensleistung
überschritten. Die Mutter hat mit über 50 000ltr LL auch schon gezeigt das sie
mehr kann wie zwei Laktationen. Fettgehalt über 4%, ist für mich ein Indekator,
das der Stoffwechsel funktioniert. Dann korrekte Strichstellung, ein abfallendes
Becken, und nicht zu flache Klauen. Aber da ist die Auswahl immer recht bescheiden.
Wenn aber einer passt, der wird dann mindestens zwei oder auch drei Jahre auf
85% der Herde eingesetzt. Ergebnis: bis jetzt 17 Kühe, die die 100 000 ltr Grenze
zum Teil deutlich überschritten haben, davon drei mit über 10 000 kg Fett & Eiweiß.
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@ Seebauer #
Seebauer schrieb:

Sind auch überall dieselben Zahlen, gestern im schwäbischen Bauer,
die Auswertung der Milchviehbetriebe, Abgänge nahezu identisch, durch alle Rassen.

Und hätte nie gedacht bei braunem Milchvieh 24,5% die höchste Abgansrate durch schlechte Fruchtbarkeit,
die anderen allerdings auch alle über 20%, schenkt sich nicht viel.

Sehr informativ!
Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast. Beim Vortrag zum Ketomir wurde betont, dass viele Tiere ein Problem mit der Leber und Stoffwechsel haben und dadurch nicht trächtig werden. Diese müssen dann wegen Unfruchtbarkeit gehen, ähnliches gilt für Klauenerkrankungen genauso wie wenn eine wegen hoher ZZ nur zweimal besamt wird. Direkte Diagnosendaten mit Klauenpflegeprotokoll, Ketosetests und Behandlungen vom Tierarzt haben höhere Qualität!
Zudem sind 9 Punkte nicht genug für eine exakte Beschreibung...
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@ Jungzuechter #
Ein positives Beispiel ist die 7000€ Dax Tochter der letzten Steiermarkschau:
[cgi.zar.at]
Mittlerweile schon zwei Stiere im Besamungseinsatz!
Erster aus gesexter Spülung war durchaus überraschend....
Die teuren Tiere bleiben auf jeden Fall in Erinnerung!

Das scheint sich dann für den Käufer auf jeden Fall gelohnt zu haben. Und hoffentlich auch für die Zucht bzw. die Landwirte, die diese Bullen einsetzen.
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@ Lubberger #
dann jetzt also nur noch auf zahlen züchten ... nicht mehr und nicht weniger.

Man sollte zumindest die Zahlen nutzen. Du als Züchter hast aber jederzeit die Möglichkeit, so einen Bullen nicht einzusetzen. Wenn das viele machen, dann wird sich auch in der Zucht und Ankaufspolitik was ändern.
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@ Seebauer #
Gegenargument: Mint, war ja ein Drilling, also eine Besamung und die Mutter hat dann tatsächlich Drillinge ausgetragen, wie genau wollen wir hier einfach stehen lassen.
Diese drei Burschen kamen dann an drei König zur Welt, Balthasar Melchior und Kaspar.
Einer davon wurde Mint, hoch genomisch getestet, und wie bekannt der Erlös 100 000 Euro.
Seine fast identischen Brüder lange nicht so hoch wechselten für einen Bruchteil der Summe den Besitzer.

Und wenn ich dann überlege, dass ich vor kurzem mit einem Zuchtleiter gesprochen habe, der (nicht auf Mint gemünzt!) keinerlei Verständnis dafür hatte, einen Zwillingsbullen überhaupt in die Besamung zu stellen, ann zeigt dass, wie aktuell die ganze Zucht läuft.
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