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Forum: Preise, Verbraucher, Handel und Politik
Wichtige Fragen, Daten und Fakten auch für Nicht-Landwirte.

Land geerbt - was tun damit?

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Land geerbt - was tun damit?
Liebe Leute,

ich habe mich gerade hier angemeldet, da ich etwas ratlos bin und hoffe ihr könnt mir vielleicht weiterhelfen.

Ich habe vor einigen Jahren eine landwirtschaftliche Fläche geerbt und weiß nicht so recht was ich am besten damit machen soll. Die Situation ist die folgende:

Das Land liegt in Sachsen in einem kleinen Dorf, dass ziemlich verlassen ist. Ich lebe ca. 600 entfernt. Eine Bewirtschaftung kommt also nur in Frage, wenn es etwas ist, das nicht mehr als ein oder zwei Besuche von mir dort verlangt.

Die Fläche befindet sich in einer Ortsrandlage. Es befinden sich mehrere Häuser in unmittelbarer Nachbarschaft. Mein Grund und Boden dort besteht aus zwei Teilfächen. Eine Fläche von etwa 1ha ist als Kleingärtner-Anlage verpachtet und bringt etwa 800 Euro im Jahr (!!) Die Hälfte der Gärten steht leer, da es keine Nachfrage gibt! Es leben hauptsächlich Alte dort. Es ist eine Strukturschwache Gegend.

Die Fläche mit ca. 3.000qm war verpachtet als Weide für Schafe (es stehen ein paar Obstbäume darauf). Der Pächter zahlte die Pacht so gut wie nie und ich hatte viel Ärger damit. Dafür habe ich etwa 250 Euro im Jahr verlangt. (ist nicht viel Geld!).
Nun ist der Pächter endlich weg und ich weiß nicht was ich mit dieser Fläche machen soll, da der ganze Ärger mit das kleine Geld nicht wert war. Außerdem ist es nicht einfach überhaupt jemand zu finden, der diese Fläche pachtet...

Was würdet ihr denn tun, an meiner Stelle.
Ich hab schon an allesmögliche gedacht, Solarzellen drauf, oder eine Kurzumtriebsplantage. Aber ich glaube das lohnt sich alles nicht wirklich.
Habt ihr eine gute Idee???

Ich wäre euch für eure Hilfe wirklich sehr dankbar!
Viele Grüße, Flo


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Punkt 1.:
Die Kleingartenanlage bringt 800€ obwohl die Hälfte leer steht, oder würde 800€. Ringen, wenn sie voll bewirtschaftet ist?

Punkt 2.:
Für die andere Fläche wolltest du für 3000 qm 250 € Pacht, oder 250€/ ha?

Realistisch betrachtet, wirst du mit einer ldw Nutzung keine 800 € / ha verdienen, und Sachsen ist jetzt meines Wissens auch keine Region, in der jeder qm dringend zur gülleverwertung gesucht wird.
Freifläcjensolaranlagen sind meines Wissens nicht mehr so einfach überall aufzubauen, und ob hier die große Wirtschaftlichkeit noch immer gegeben ist weis ich nicht.
Bei 800€ Ertrag würde ich hier nicht viel ändern,
Bei deiner Schafherde glaube ich das es eher ein Fehler war den Schäfer los zu werden. Das kein Schäfer 750€/ha Pacht zählt, bz zahlen kann, ist klar. Das sind phantasiepreise. Für die Beweidung der Obstweidem sind die 250€ je ha schon Zuviel.
Hier hätte ich wohl eher gesagt wenn die Fläche abgeweidet ist, und du keine Kosten wie BG oder ähnliches dafür zu zahlen hast, dann hast du hier aus ldw Sicht schon viel verdient.
Vielleicht gibt es ja auch die Möglichkeit einer Naturschutzfläche. Aber bei Max 2 besuchen im Jahr sehe ich selbst das nicht unkritisch.
Ja Eigentum verpflichtet auch.

Bitte versteh mich nicht falsch, ich wünsche dir nichts schlechtes, aber aus ldw Sicht finde ich es gut, wenn sich ein Grundstückseigentümer mal Gedanken machen muß, welche Erträge einfe Fläche wirklich einbringt, und wieviel Pacht aus wirtschaftlicher Sicht realistisch sind.
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Moinsen !
Sofern Du am anderen Standort nicht fest verwurzelt bist ... auf Sicht ... umziehen.

Stadt-Rand Lage ?

Lohnt sich die Investition in einen
-- Reiterhof
-- Kinderspielparadies (!! mit Wellnes für gestresste Mütter!!)
-- NABU - Erlebnis Station
-> Businessplan aufstellen, Kredit einholen, loslegen.

-- Nach ganz viel Arbeiten auf dem Bauamt .... Bauplanänderung ... Widmungsänderung ... Kleingewerbegebiet .... (an dieser Stelle fehlt mir aber der Bezug zur Örtlichkeit.)
-> Businessplan aufstellen, Kredit einholen, loslegen.

Solarkraftwerk .... hmmm .... soweit ich weiss, sind aber Subventionen zusammen gestrichen worden.
Windpark .... dito ...

oder ganz einfach .... ich weiss ja nicht wie alt Du bist ... oder hast Du Kinder ?? ...
Warten .... und an die Kinder weiter vererben.

oder .... zum örtlichen Preis ... abstoßen.
--------------------------------------------------
Meine Fotos, meine Beiträge = mein Copyright. Eine Verwendung bedarf meiner Zustimmung.

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@ nurich #
nurich schrieb:

Punkt 1.:
Die Kleingartenanlage bringt 800€ obwohl die Hälfte leer steht, oder würde 800€. Ringen, wenn sie voll bewirtschaftet ist?

Punkt 2.:
Für die andere Fläche wolltest du für 3000 qm 250 € Pacht, oder 250€/ ha?

Realistisch betrachtet, wirst du mit einer ldw Nutzung keine 800 € / ha verdienen, und Sachsen ist jetzt meines Wissens auch keine Region, in der jeder qm dringend zur gülleverwertung gesucht wird.
Freifläcjensolaranlagen sind meines Wissens nicht mehr so einfach überall aufzubauen, und ob hier die große Wirtschaftlichkeit noch immer gegeben ist weis ich nicht.
Bei 800€ Ertrag würde ich hier nicht viel ändern,
Bei deiner Schafherde glaube ich das es eher ein Fehler war den Schäfer los zu werden. Das kein Schäfer 750€/ha Pacht zählt, bz zahlen kann, ist klar. Das sind phantasiepreise. Für die Beweidung der Obstweidem sind die 250€ je ha schon Zuviel.
Hier hätte ich wohl eher gesagt wenn die Fläche abgeweidet ist, und du keine Kosten wie BG oder ähnliches dafür zu zahlen hast, dann hast du hier aus ldw Sicht schon viel verdient.
Vielleicht gibt es ja auch die Möglichkeit einer Naturschutzfläche. Aber bei Max 2 besuchen im Jahr sehe ich selbst das nicht unkritisch.
Ja Eigentum verpflichtet auch.

Bitte versteh mich nicht falsch, ich wünsche dir nichts schlechtes, aber aus ldw Sicht finde ich es gut, wenn sich ein Grundstückseigentümer mal Gedanken machen muß, welche Erträge einfe Fläche wirklich einbringt, und wieviel Pacht aus wirtschaftlicher Sicht realistisch sind.


Deine Meinung kann ich nur unterstreichen. Ich möchte nur mal ergänzen was für eine Fläche, welche nur zur Schafweide genutzt werden kann in meiner Region (Süd Thüringen/ Unterfranken / Oberfranken) gezahlt wird.
Wir haben einige Flächen in der Art, schlecht bis nicht mechanisierbar mit Bäumen darauf. Auch die sind Verpachtet an einen Schäfer. Für einen Pachtpreis von 95! €/ha. Ich nehme an das es in Sachsen nicht viel anders aussieht. Nur als Vergleich, hier in der Region mit durchschnittlich 35 er Böden liegt der Pachtzins bei Acker gerade mal um die genannten 250 €/ha.
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@ flo8686 #

Zwei mal ein Handtuch am Arsch der Welt ???
In einer Gegend, wo oft ganze Häuser pro Stück für 1,- Euro zu haben sind .

Ebay Kleinanzeigen, und verscheuern.
Viel mehr geht da nicht !
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@ flo8686 #
Geh mal dort ins Amt für Landwirtschaft und lasse dich da beraten.Ich an deiner Stelle würde eine fünfjährige Blühfläche dort machen. Bekommst 600 euro/ha und wenn die Bodenzahlen sehr gut sind sogar etwas mehr.Mußt einmal ansäen und dann 5 Jahre nichts machen.Das das auch für die Natur super(Bienen,Insekten)ist,brauchen wir garnicht erst erwähnen.Diese Fläche bietet sich praktisch dafür an.
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@ Natur43 #
Natur43 schrieb:

Geh mal dort ins Amt für Landwirtschaft und lasse dich da beraten.Ich an deiner Stelle würde eine fünfjährige Blühfläche dort machen. Bekommst 600 euro/ha und wenn die Bodenzahlen sehr gut sind sogar etwas mehr.Mußt einmal ansäen und dann 5 Jahre nichts machen.Das das auch für die Natur super(Bienen,Insekten)ist,brauchen wir garnicht erst erwähnen.Diese Fläche bietet sich praktisch dafür an.

Achtung, die fünf Jahre sind eine Enteignungsfalle!!!
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@ Hochfeld #
Hochfeld schrieb:

Achtung, die fünf Jahre sind eine Enteignungsfalle!!!

Richtig....
Ausserdem träumt der Threadstarter von Phantasiepreisen. Der soll doch froh sein, wenn sie jemand umsonst pflegt/bewirtschaftet. Wenn die fünf Jahre lang nicht gepflegt/bewirtschaftet werden.....
siehe Hochfeld´s Beitrag.
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@ Hochfeld #
Hochfeld schrieb:

Achtung, die fünf Jahre sind eine Enteignungsfalle!!!


Das mußt du mir aber jetzt erklären.
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@ Natur43 #
Natur43 schrieb:

Das mußt du mir aber jetzt erklären.

Ganz einfach.....wenn eine Fläche 5 Jahre weder bewirtschaftet, noch gepflegt wird, verwildert sie, und es tritt eine Veränderungssperre in Kraft. Auch eine Art der Enteignung.
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