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757 Themen, Moderator: Susanne1, Manu, Matthias, Redaktion_landlive, Moderator
Forum: Talk
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Was kann der Landwirt tun?

@ Watzmann #
Watzmann schrieb:

Das Problem ist ja nicht spontan aufgetreten.
Wie lange dauert es eigentlich, bis der ganze Dreck im "Grundwasser" ankommt?
Was sind davon "Altlasten"?
Wenn ich mir überlege, was in meiner Kindheit alles auf die Äcker gebracht wurde,
bzw. so verspritzt wurde, weil es damals auch erlaubt war.
Da ist die ganze Gülle von Heute ja geradezu "biologisch" dagegen.


Sicher nicht spontan, aber jetzt ist es akut da! Wann war deine Kindheit? Vor 60 Jahren gab es doch viele, die Umwelt schädigende Giftstoffe noch gar nicht. Und der Mist und die Jauch welche damals auf felder und Wiesen ausgebracht wurden war natürlichen Ursprungs. Was seit Jahren in Güllegruben und Biogasanlagen angerührt wird ist doch einem Fermenter in der chemischen Industrie gleich zu setzen! Da werden doch unfreiwillig auch völlig neuartige Bakterien "gezüchtet". DAS gab es davor noch nie!
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@ cosinus #
Vieles richtig, aber als Kind bist halt auch nur in den Ferien verstärkt in die Feldmarkt gekommen,
und im Sommer da merkst dann auch nicht´s mehr vom Pflanzenschutz.
Der typische Geruch wenn dann das Getreide in die Reife geht ist noch derselbe.

Ja manchmal denke ich auch die beste Zeit war als die Schlepper nur 25km gelaufen sind,
da wäre uns auch nicht eingefallen 10km weit weg zu pachten.
4
 
@ nurich #
nurich schrieb:

Landwirte vergiften die Umwelt, quälen Tiere, sind Mitschuld am Klimawandel, erhalten zuviel geld vom Staat, .... .
Ja die, bzw derartige Aussagen kennen wir alle zur genüge, und aus allen Richtungen
Die Rechtfertigungen oder Erklärungen, warum wir so arbeiten sind auch nichts neues.
Was mich aber interessieren würde, was könnten Landwirte aus ihrer Sicht aktiv verbessern? Landwirtschaft ist, wie das ganze Leben, ein ständiger Wandel, sicher ist vieles gut, aber Verbesserungen gibt es immer wieder, denn früher war auch nicht alles gut, und schon gar nicht besser.
Und bitte keine Preisdiskussion, denn die können wir nicht ändern.


Sich korrekt verhalten und nicht die Basis seines tun und handelns vorsätzlich oder leichtfertig schädigen!
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@ Seebauer #
Seebauer schrieb:

Vieles richtig, aber als Kind bist halt auch nur in den Ferien verstärkt in die Feldmarkt gekommen,
und im Sommer da merkst dann auch nicht´s mehr vom Pflanzenschutz.
Der typische Geruch wenn dann das Getreide in die Reife geht ist noch derselbe.

Ja manchmal denke ich auch die beste Zeit war als die Schlepper nur 25km gelaufen sind,
da wäre uns auch nicht eingefallen 10km weit weg zu pachten.


Richtig und ich als schollenverbundener Jäger, trauere der Zeit der 4Felderwirtschaft hinterher!
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@ Seebauer #
Seebauer schrieb:

Vieles richtig, aber als Kind bist halt auch nur in den Ferien verstärkt in die Feldmarkt gekommen,


Ha...schön wärs ja gewesen, aber wenn man wie ich auf dem kleinen Hof aufgewachsen ist, dann gings noch vor den Schulaufgaben mit der Hacke ins Getreide oder mit der Harke zum Heu wenden. Und das auch an Sonn und Feiertagen! Ich bekam dafür schon mit sechs Jahren von meinem Vater eine extra angefertigte kleine Harke und schmale Hacke. Das Getreide wurde in gleich drei Reihen mit einem Gerät gehackt, welches drei "Gänsefüße" hatte und im Rückwertgehen gezogen werden mußte. Vom tagelangen Mist streuen mit der Gabel ganz zu schweigen...[/quote]

und im Sommer da merkst dann auch nicht´s mehr vom Pflanzenschutz.
Der typische Geruch wenn dann das Getreide in die Reife geht ist noch derselbe.

Wenn nicht in die Ähren gespritzt wurde stimmt das auch...ich mache dann manchmal meine Augen zu und erinnere mich beim genußvollen Riechen an die längst vergangene Zeit. Selbst der Mist und die Jauche stanken doch damals nicht so extrem ekelig wie die Gülle aktuell! Und waren nach einem Tag auch nicht mehr zu erschnüffeln...Gülle dagegen stinkt über Tage und auch noch Kilometer weit!


Ja manchmal denke ich auch die beste Zeit war als die Schlepper nur 25km gelaufen sind,
da wäre uns auch nicht eingefallen 10km weit weg zu pachten. [/quote]

[quote]Eben!
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@ cosinus #
cosinus schrieb:
DAS gab es davor noch nie!

Oder es wurde halt nicht gezielt danach gesucht.
Da ich 54 bin, kannst Du dir ja ausrechnen, wann meine Kindheit war.
Es gab evtl. zwar nicht die heutigen Mittel, dafür aber andere Sachen,
wie z.B. DDT und E605, welches damals doch recht sorglos und mit gutem Gewissen verwendet wurde.
Heute hat es halt irgendwelchen anderen Rotz.
Aber ob der "gesünder" ist, zeigt sich halt auch erst in einigen Jahren.
4
 
@ cosinus #
Hallo,
da staun ich gerade, so alt bist du doch gar nicht,
aber mit diesen speziellen Arbeitsgeräten für Kinder hab ich auch noch zu tun gehabt, (Viehstriegel, ) )
Nun dein Vater ahnte halt dass stürmische Zeiten kommen,
und wollte seinen Junior vor der 68er Szene bewahren.
Immerhin ist dir die Verbundenheit mit Land und Natur geblieben. .
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@ Dackelfan #
Dackelfan schrieb:

Richtig und ich als schollenverbundener Jäger, trauere der Zeit der 4Felderwirtschaft hinterher!

Och, das haben wir immer noch soäh nlich, die Schläge sind halt größer.

Beobachte derzeit 6 Rehe die sich ohne Wald, nur Gebüsch, auf 2 Quadratkilometer tummeln,
ganz ungeniert, zwischen zwei Straßen und Siedlung.

Schläge zwischen 2 und 7ha.

Mag hier auch an der Geologie der Landschaft liegen.
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@ Seebauer #
Seebauer schrieb:

Och, das haben wir immer noch soäh nlich, die Schläge sind halt größer.

Beobachte derzeit 6 Rehe die sich ohne Wald, nur Gebüsch, auf 2 Quadratkilometer tummeln,
ganz ungeniert, zwischen zwei Straßen und Siedlung.

Schläge zwischen 2 und 7ha.

Mag hier auch an der Geologie der Landschaft liegen.


Eben Feldrehe, wie in der ehemaligen DDR!
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@ Seebauer #
Seebauer schrieb:

Hallo,
da staun ich gerade, so alt bist du doch gar nicht,
aber mit diesen speziellen Arbeitsgeräten für Kinder hab ich auch noch zu tun gehabt, (Viehstriegel, ) )
Nun dein Vater ahnte halt dass stürmische Zeiten kommen,
und wollte seinen Junior vor der 68er Szene bewahren.
Immerhin ist dir die Verbundenheit mit Land und Natur geblieben. .


Nun ja, bei den Kleinbauern auf dem Land kamen die Maschinen deutlich später als bei den großen Höfen.
1953 gab es in unserem Dorf auch beidem größten Bauern noch keinen Mähdrescher. Der Mähbinder war aber trotzdem eine große Erleichterung. Man mußte die fertigen Garben nur noch in Hocken aufrichten. Ich selbst habe noch das Ablageschwad, ein Grasmäheraufsatz der mit dem Fuß betrieben jeweils eine gesammelte Lage Getreide ablegte mit der Hand aufzunehmen und in ein aus den Getreidehalmen zu fertigendes "Seil" einzubinden. Der erste Schlepper kam 1956 auf den Hof und ich war sehr glücklich darüber. Meine Schwestern konnte den ja nicht fahren und ich brauchte ab da sehr viel weniger diese ungeliebten Handarbeiten zu leisten.
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