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Rind
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Forum: Rind
Die Kuh macht "Muh" und Kühe machen Mühe

Tierquälerei im Allgäu

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@ schwabenimker #
schwabenimker schrieb:

Geht's eigentlich noch??
Hier wird rumlamentiert, als ob die Bauern von allen Seiten nur schikaniert würden. Ich habe hier kein einziges Wort der Betroffenheit, geschweige denn der Distanzierung gehört. Ist es so, dass die Zustände in diesem Film Standard bei den Milcherzeugern sind ???? Oder was?
Da werde ich wohl zum Vegetarier mutieren müssen.

Also schwabenimker, ob Du Vegetarier wirst oder nicht, das bleibt bei Deinen freien Willen überlassen.
Ich habe mir den Report Mainz angesehen. Von den 43200 Minuten illegalen Filmmaterial habe ich keine 5 Minuten gesehen! Auf den ersten Eindruck was gezeigt wurde, ist die Empörung verständlich. Es wurden keinerlei Hintergründe, ob z.B. die Kuh die mit den Hoftrank vorher mit Schmerzmittel behandelt wurde (nur so aus der Luft gegriffen, um aufzuführen was sein könnte und weggeschnitten wurde)?
Und ja Du kannst davon ausgehen, daß sich auf jeden Betrieb schon Szenen gab, die besser nicht im öffentlich Rechtlichen Fernsehen zu sehen sind. Oder glaubst Du ernsthaft daß es Menschen gibt, die Fehlerlos sind?? Die allermeisten Bauern und Bäuerinnen geben sich die größte Mühe gut mit der ihnen anvertrauten Eigentum gut umzugehen. Aber wie gesagt wir sind auch nur Menschen ganz egal ob Tierhalter Ackerbauern Obst Gemüse oder Sonderkulturen.
Nun will ich mal in die Offensive gehen!
Ist es richtig vor einer Verurteilung der Justiz einen unbescholtenen schon zu lynchen? Und was wenn er Freigesprochen wird ist es gerecht, daß er womöglich seine Existenz verloren hat? Es hat mit Weisheit zu tun, daß hier keine vorschnellen Urteile und Distanzierungen gemacht werden. Selbstjustiz ist nämlich dämlich!
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@ Seebauer #
Seebauer schrieb:

Standart ist sicher, dass auch Tiere krank werden können, alle Gattungen.
Hier wurden ausnahmslos der Krankenstalll gefilmt.

Es ist die Verrohung des Menschen, was es so ausarten läßt.




Ich glaub das ist weniger " die Verrohung des Menschen " , sondern der Kostendruck.
Eine Folge der - geiz ist geil - Kultur beim Verbraucher.

Solche Kunden wie den deutschen Verbraucher, der nicht mehr bereit ist für
sein Essen zu zahlen. Ob man die noch beliefern soll ???

Ja, wie arm muss man denn sein, wenn man das nötig hat ?


0
 
@ Fauli #
Fauli schrieb:

Ihr jammert über immer mehr Auflagen. Mich wundert es nicht wenn ich so Sachen sehe.
Nur mal so zum nachdenken.


Mich wundert es auch nicht, aber irgendwo sind neuen Auflagen doch auch nur ein Verwaltungsalibi
Verstöße gegen geltendes Recht, sind jetzt schon illegal, und daran ändert sich auch mit neuen Auflagen nichts,
Wir brauchen in vielen Fällen keine neuen Auflagen, wir brauchen Eine Behörde, die geltendes Recht kosepuent kontrolliert und einschreitet. Aber eben eine Behörde, und keine kommerzielle Organisation.
Die schwarzen Schafe werden sich auch an ein paar zusätzlichen Auflagen nicht stören,
0
 
@ nurich #
Bei einer Kontrolle sieht man weder wie eine festliegende Kuh aufgelegt wird, noch transportiert oder notgetötet wird, weil das Momentaufnahmen sind. Auf dem Betrieb sind regelmäßig Besuchsbusse, da war ich auch schon. Alles tippy top rausgebaut, da sieht man als Außenstehender gar nicht, weil 95% top dasteht. Deshalb werden illegale Stalleinbrüche und aufnahmen wohl auch nicht juristisch geahndet.
Der Neider sieht den Garten, den Spaten sieht er nicht.
1
 
#
ich glaube das man das alles gar nicht wegdikutieren kann...solche Bilder sind nunmal die Kehrseite der Medaille. Mir tuts auch jedesmal weh, wenn ich ne Kuh mitm HOftrac in den Krankenstall verbringen muss...in der Hoffnung, das sie es nach drei Tagen wieder irgendwie tut.

ABER...wer aufgrund solcher Bilder zum Vegetarier mutiert

sollte auch kein Handy besitzen(Ausbeutung seltener Rohstoffe)
Klamotten kaufen(weit weg vom Mindestlohn)
Generell ALLES ablehnen, was mit AKkus zu tun hat
Adidas sowieso vom Einkaufszettel löschen(Kinderarbeit)
keine Möbel mehr kaufen(Umweltverschmutzung in Osteuropäischen LÄndern)
uswusw...


5
 
@ The_Fox #
Das war in meiner Heimat nicht der Fall .
Betrachtet von der konvi Legehennenanzahl pro Betrieb ist ja so ein 6000 er Stall eine Art Hundehütte (oder gar Hamsterkäfig ? ) , also im Vergleich . Also Massentierhaltung weit weit weg .

Wo die Grenze ziehen, das ist sicher schwierig .
Keinen "Hund" zum jagen tragen !
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@ maxp #
maxp schrieb:

Bei einer Kontrolle sieht man weder wie eine festliegende Kuh aufgelegt wird, noch transportiert oder notgetötet wird, weil das Momentaufnahmen sind. Auf dem Betrieb sind regelmäßig Besuchsbusse, da war ich auch schon. Alles tippy top rausgebaut, da sieht man als Außenstehender gar nicht, weil 95% top dasteht. Deshalb werden illegale Stalleinbrüche und aufnahmen wohl auch nicht juristisch geahndet.


Wenn du auf eine geführte Städtetour gehst, siehst du auch nur die schöne Fassade. Wenn du alleine los ziehst, manchmal auch die Slums. Du weist vermutlich besser wie ich, welche Aufzeichnungen und Dokumentationen du als Landwirt zu erledigen hast, da lassen sich schon manche Rückschlüsse ziehen. Ich habe auch schon Blut und Wasser geschwitzt, als wegen einem läppischen verschreibet auf der Stallkarte der ganze Stall inclusive büro auf den kopf gestellt wurde, bis man glaubte. Natürlich wird man nie eine 100% Igel Überwachung erreichen können, das hat schon in der ehemaligen ddr nicht funktioniert.

Aber was eine Kontrolle nicht zu Tage bringt, wird man mit zusätzlichen Auflagen auch nicht auffangen.
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@ fury007 #
fury007 schrieb:

ich glaube das man das alles gar nicht wegdikutieren kann...solche Bilder sind nunmal die Kehrseite der Medaille. Mir tuts auch jedesmal weh, wenn ich ne Kuh mitm HOftrac in den Krankenstall verbringen muss...in der Hoffnung, das sie es nach drei Tagen wieder irgendwie tut.

ABER...wer aufgrund solcher Bilder zum Vegetarier mutiert

sollte auch kein Handy besitzen(Ausbeutung seltener Rohstoffe)
Klamotten kaufen(weit weg vom Mindestlohn)
Generell ALLES ablehnen, was mit AKkus zu tun hat
Adidas sowieso vom Einkaufszettel löschen(Kinderarbeit)
keine Möbel mehr kaufen(Umweltverschmutzung in Osteuropäischen LÄndern)
uswusw...


Ich denke nicht das es ums wegdiskutieren geht, unschöne Bilder wird es immer geben, die gab es auch schon vor 30 und 50 Jahren. Das ist kein neues Phänomen der modernen Tierhaltung. Die Frage ist im,er was ist standart und was ist mal die Ausnahme, bzw was wird getan diese auf ein Minimum zu beschränken. Kein wirklicher tierhafter wird Bilderbuch Tierhaltung praktizieren können, weil das nicht möglich ist, die Frage ist aber wie nahe bin ich dran,
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@ nurich #
Ganz sicher sind diese Bilder mit nichts zu entschuldigen und man muss all das auch mit aller Konsequenz aufklären.

Ein Problem ist aber doch die Größenordnung dieses Betriebs, aber sind wir da nicht auch alle selber mit schuld?

Wer war denn die letzten Tage bei Aldi, Lidl & Co? Und sind wir ehrlich, egal ob wir Milch, Fleisch, Obst oder sonst etwas kaufen, am Schluss wird immer ein „Kleiner“ stehen der den Preisdruck abbekommt und dadurch gezwungen wird immer billiger und deshalb auch mehr zu produzieren.

Der Kunde in Deutschland sucht immer noch das „Geiz-ist-Geil“ Erlebnis.

Je grösser ein Hof, ein Betrieb oder auch eine Firma ist. Der „Kleine“ ist dann einfach nur noch eine Nummer und alles ist gut solange man „funktioniert“, aber wehe man funktioniert nicht mehr! Dann wird man, egal ob Tier oder Mensch, erleben wie schnell man als „Nummer“ nicht mehr erwünscht ist!
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@ die_suesse_biene #
die_suesse_biene schrieb:

Ganz sicher sind diese Bilder mit nichts zu entschuldigen und man muss all das auch mit aller Konsequenz aufklären.

Ein Problem ist aber doch die Größenordnung dieses Betriebs, aber sind wir da nicht auch alle selber mit schuld?

Wer war denn die letzten Tage bei Aldi, Lidl & Co? Und sind wir ehrlich, egal ob wir Milch, Fleisch, Obst oder sonst etwas kaufen, am Schluss wird immer ein „Kleiner“ stehen der den Preisdruck abbekommt und dadurch gezwungen wird immer billiger und deshalb auch mehr zu produzieren.

Der Kunde in Deutschland sucht immer noch das „Geiz-ist-Geil“ Erlebnis.

Je grösser ein Hof, ein Betrieb oder auch eine Firma ist. Der „Kleine“ ist dann einfach nur noch eine Nummer und alles ist gut solange man „funktioniert“, aber wehe man funktioniert nicht mehr! Dann wird man, egal ob Tier oder Mensch, erleben wie schnell man als „Nummer“ nicht mehr erwünscht ist!


Nein, das Problem liegt sicher nicht zuerst in der Betriebsgröße. Der Umgang mit Tieren hat weder generell was mit der Betriebsgröße, noch damit ob fremd oder Familien-AK zu tun.
Wo die Größe ganz sicher ursächlich ist, ist der mediale Aufschrei. Bei einer Großanlage ist die Reportage gut zu verkaufen. Vor einigen Jahren bekam ich von einem Betrieb mit, bei dem eine einstellige tierzahl verhungert ist, der schaffte es gerade mal in die regionale Heimatzeitung.. heist das jetzt er war ein besserer Landwirt?

Egal wie groß der Betrieb ist, auch für ihn ist jedes Tier das notgeschlachtet wird, oder erkranke, ein Kostenfaktor. Vielleicht für den großen noch markanter als im Familienbetrieb, den dort sind am Monatsende Löhne zu zahlen, nicht nur rechnerisch anzusetzen. An der notgeschlachteten Kuh hat sicher keiner was verdient. Das soll natürlich das in den Handel bringen von teilen nicht entschuldigen.
Wir reden in der ldw ja doch schon lange nicht mehr davon, wer am meisten ander Einheit verdient, sondern vielmehr wie man kostendeckend arbeiten kann. Dazu ist die Größe sicher auch einer von vielen Faktoren, aber nur solange es nicht zu Leistungseinbrüchen führt.

Natürlich hast du recht, das wir alle mit unserem einkaufsverhalten diese größenentwicklung unterstützen. Wir alle haben es in der Hand wo wir einkaufen, ob wir in den Supermarkt, zum Dorf oder Bauernladen, Ober um bei der Milch zu bleiben, vllt sogar zur milchtankstelle gehen. Alleine damit haben wir die Möglichkeit unseren geldflus zu steuern, und gezielt eine produktionsrichtung zu fördern, und alleine daran sieht man auch wie wichtig vielen ihre lippenbekenntnisse sind.

Aber was man auch immer im Hinterkopf haben sollte, ohne solche Geschehnisse zu entschuldigen, warum ist es zu solchen Situationen gekommen?
Die oft unterstellte Raffgier kann es nicht sein, denn jede problemkuh kostet Geld, verdienen kann man nur mit einer gesunden und gut geführten Herde.

Hier können viele Faktoren in frage kommen, von der einfachen Überforderung, über ein herdengesundheitliches Problem, an dessen Lösung man verzweifeln kann, über gesundheitliche, finanzielle oder familiäre Probleme, dem Druck von außen, der zwar in unterschiedlichem Maße, aber doch fast jedem Landwirt entgegensteht, (z.B. Mobbing gegen bauernkinder) nicht mehr standhalten zu können, ....
Ich kenne den Betrieb nicht, ich kann es nicht beurteilen, aber in den meisten Fällen sehe ich mehr Verzweiflung wie Verrohung.
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