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landlive.de

Forum: Familie und Erziehung

Wohnen auf den Hof - mit Schwiegereltern?
automatix20.10.11 @ Agrartechnics #
Agrartechnics schrieb:

Sie schrieb ja davon, dass auch ein Lehrling vorhanden sei und da Er Lanwirtschaft studiert, gehe ich davon aus, das der Betrieb schon eine mittelständige Größe hat und vielleicht fehlt Er dann als Arbeitskraft, was wieder zu Streitigkeiten mit dem Vater führen könnte.


was heißt, er fehlt als Arbeitskraft? als Student ist er ja auch nicht immer Verfügbar gewesen, davor als Schüler auch nicht.
Aber mit dem Sohn, der für lau arbeitet gehts natürlich einfacher.

Ich kann mir nicht vorstellen, daß der Betrieb groß genug ist, um zwei Familien zu ernähren - darum machts auch keinen Sinn, wenn der Sohn mitarbeitet.
Die Alten sollen den Betrieb führen, bis sie nicht mehr wollen und der Hofnachfolger sollte die Zeit nutzen, um woanders Geld zu verdienen - denn im Endeffekt kommt das dann sowohl ihm als auch den Betrieb zu gute, weil die Belastung für den Betrieb geringer sind.
Ich mein, er ist Ende 20, hat studiert, seine Eltern sind Anfang 50 - wenn er daheim mitarbeitet sollte er jeden Monat wenigsten 1500 Euro auf die Hand haben, wenn seine Eltern die LKK/LAK übernehmen.
Und das sollte der Betrieb dann die nächsten 10 bis 15 Jahre aushalten.

Wenn das problemlos drin ist, dann kann er gern daheimbleiben....
Paradiesgarten21.10.11 @ MaRa100 #
MaRa100 schrieb:

Vielen Dank erstmal für eure Antworten.

Wir sind jetzt mittlerweile soweit, dass wir anstatt Wohnung wohl nächstes Jahr versuchen werden eine Doppelhaushälfte o. ä. zu finden, wo man es auch länger als 1-2 Jahre oder so aushalten kann.
Die Mutter ist glaub ich nur sehr schwer von unserem Wunsch zu überzeugen, dass wir nicht mit denen unter einem Dach wohnen wollen, sodass wir dann erstmal längerfristig planen woanders unter zu kommen und man dann immernoch sehen kann, wie es weitergehen könnte.

@ grasbauer: Die Idee, dass wir zunächst ein neues Haus bauen und später die SE dort einziehen hatten wir auch schon, jedoch würde es mir glaub ich sehr schwer fallen erst in einem tollen neuen Haus zu wohnen, wo man viel Liebe und Arbeit hineingesteckt hat, um dann ein paar Jahre später in das dann etwa 30 Jahre alte, relativ verbaute Elternhaus zu ziehen, wo man wieder von vorne beginnen muss mit umbauen, einrichten etc. Ich denke da fiele es mir leichter zunächst in eine fertige DHH oder so zu ziehen, um dann irgendwann hoffentlich ins endgültige Haus zu ziehen.


Ihr seid Beide noch soooo jung, da kann noch so viel Unvorhersehbares passieren, was die jetzige Situation wieder komplett verändert, da kann Euch niemand jetzt DIE beste Lösung nennen. Ein bisschen flexibel müsstet ihr ggf. sein, dann wird sich schon Alles ergeben.
Viel Glück
Charly121.10.11 #
(Dieser Beitrag wurde am 21.10.11 um 15:55 von Charly1 gelöscht.)
Divina02.11.11 @ MaRa100 #
[quote]MaRa100 schrieb:

Hallo MaRa,

das ist eine schwierige Angelegenheit! Mit den Schwiegereltern würde alles gut gehen, solange DU tust, was SIE wollen! (musste auch die Erfahrung machen) und sie rauszuscmeissen wäre sehr unverschämt, da es schliesslich IHR Lebenswerk ist. Solange sie nicht selbst die Idee haben, den Hof verlassen zu wollen, wirst du damit nicht rechnen können, dass sie es freiwillig tun. Und DU bist für sie erstmal ein Aussenseiter, der nicht viel zu melden hat. Da käme es auch auf die Charakterfestigkeit deines Freundes an und wie sehr er zu dir stehen kann, gegenüber seinen Eltern.
Da Du aber auch noch nicht mit deinem Freund zusammen gelebt hast, wäre es vielleicht hilfreich, das erstmal in einer Wohnung in der Nähe auszuprobieren? Du glaubst gar nicht, was sich alles ändern kann, bzw. neu erscheint, wenn man erstmal "beieinander hockt" und auch den Alltag miteinander gestalten muss/ darf.
Mit Gewalt auf engem Raum und "fremden" Leuten (Schwiegermutter) zu wohnen, da ist der Frust nur vorprogrammiert und am Ende geht noch die Beziehung baden......was ich dir natürlich alles nicht wünsche!
Aber Patentrezepte gibt es natürlich nicht. Es kommt immer darauf an, wie gut man auch miteinander komunizieren kann. Wünsche Dir viel Glück! LG, Divi
Kartoffelbluete03.11.11 #
Genauso ist es!!!!
dem ist nicht`s hinzuzufügen!!!!!
ladymillion14.11.11 @ MaRa100 #
MaRa100 schrieb:

Hallo zusammen,

mein Freund und ich wollen nächstes Jahr nach Beendigung seines Agrar-Studiums zusammen ziehen und da steht gerade die Frage im Raum, wie die zukünftige Wohnsituation auf dem Hof gestaltet werden soll.
Zur Ausgangslage: Wir sind jetzt seit drei Jahren zusammen und es ist eigentlich klar, dass wir früher oder später heiraten werden. Derzeit wohnen wir getrennt, er während des Studiums in einer WG bzw. am Wochenende bei seinen Eltern auf dem Hof und ich woanders. Nächstes Jahr wollen wir dann bei ihm in der näheren Umgebung in eine Wohnung ziehen. Ich gehe weiter arbeiten und er arbeitet zuhause mit. Sein Elternhaus ist relativ groß, Geschwister sind mittlerweile alle ausgezogen, nur mein Freund und ein Lehrling wohnen noch da (Eltern natürlich auch). Es besteht leider keine Möglichkeit auf dem Hof bzw. in unmittelbarer Nähe noch ein weiteres Haus zu bauen.
Als wir jetzt mit den Eltern darüber gesprochen haben, wie sie sich die Wohnsituation in Zukunft vorstellen, kam von denen ganz klar der Wunsch, dass beide Familien, also wir und seine Eltern, weiter beide in dem Haus wohnen sollten. Die Eltern wollen nach oben ziehen und wir sollen unten bleiben. Man könnte auch alles recht gut abtrennen, jedoch wäre der Wohnraum unten für uns als irgendwann 4- oder 5-köpfige Familie doch recht eng und auch das zusammenleben mit meiner "Schwiegermutter" würde für uns alle nicht gut gehen, da sind sich mein Freund und ich auch einig.

Fazit:
Die Eltern meines Freundes wollen, dass wir alle zusammen auf dem Hof bleiben mit strikt getrennten Wohnungen. Wir wollen jedoch beide nicht, dass wir zusammen auf einem Grundstück bleiben, da wir so Streit bzw. Probleme erwarten. Wir können aber ja auch die Eltern nicht einfach aus deren Haus werfen, zumal beide erst Anfang 50 sind und noch einige Zeit den Betrieb inne haben werden bzw. auch danach noch weiter mithelfen wollen.
Auf unsere Einwände, dass man immer wieder hört, dass ein Zusammenleben von zwei Generationen oft schief geht, wollen sie scheinbar nicht wahrhaben, sie lassen sich zumindest nicht von ihrem Plan abbringen. Wir wollen sie natürlich auch nicht direkt "rausschmeißen" und weitere Argumente unsererseits gegen ein Zusammenwohnen wären vermutlich für die Beziehung nicht gerade förderlich.
Wir würden letztlich gern das Haus für uns allein bzw. später unsere eigene Familie haben und die Eltern sollen in ihre Wohnung im 7 km entfernten Mietshaus ziehen oder im 1 km entfernten Neubaugebiet neu bauen.

Kann uns jemand aus eigener Erfahrung oder so weiterhelfen, wie man in so einer kleinen Sackgasse nett argumentieren kann bzw. was gäbe es evtl. für weitere Ideen? Denken wir vielleicht doch zu egoistisch?

Vielen Dank schonmal für eure Hilfe bzw. Geduld beim Lesen Und ich hoffe, dass ich an alle relevanten Fakten gedacht habe!

MaRa



Hi MaRa,
mein Bruder hatte das selbe Problem - er hat einfach das rechtlich zu genehmigende Austragshäusl so groß gebaut, dass es für ihn ( und 5 Familienmitglieder ) gereicht hat. Die Eltern konnten in ihrem Haus bleiben und sind glücklich so...und hört sich schon egoistisch an. Sorry, aber die haben ihr Leben da rein gesteckt - ihr müßt euch doch erst mal beweisen. Und was habt ihr denn gegen zuverlässige Kinderhüter später mal? Das geht schon, man muß nur wollen.
LG, ladymillion