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landlive.de

Forum: Talk

Wir-haben-es-satt
Notill08.03.18 @ Buchfink #
Buchfink schrieb:


PS: Darf ich fragen was du beruflich machst ´?


Ich bin Landwirt, und habe nebenher schon mit dem LKW an so einige Firmen angeliefert. Da sieht man dann wer noch so anliefert und was noch geliefert wird.
Zum Thema Erdöl im Essen.... ich kenne persönlich Leute die genau in dem Teil der Raffinerie arbeiten (bzw. gearbeitet haben)
Ich möchte auch nicht auf alle schließen, aber grob kann man sagen: je kleiner der Betrieb desto höher mein Vertrauen, da dort schärfer kontrolliert wird. (bei einer Nestle-Tochter wird sich keiner was zu finden trauen)
Das gleiche sehe ich bei der Werbung, je höher der Anspruch auf die Rohstoffe, desto geringer der Werbeetat.
DWEWT08.03.18 @ Notill #
Notill schrieb:

Wenn du Papier als belastbare Quelle ansiehst, dann belaste eben die BILD-Zeitung oder sonstiges.
Mir reicht was ich gesehen und erlebt habe, und das ist mehr wert, als das was einer zu Papier gebracht hat.


Du bringst deine Meinung hier auch quasi zu Papier. Die ist dann also auch nichts wert?!
Notill08.03.18 @ DWEWT #
DWEWT schrieb:

@Notill

Es wäre sinnvoll, sich vorab zu informieren. In der Bioproduktion sind gentechnisch veränderte Materialien, als auch deren Derivate, verboten!


das stimmt !
sie dürfen höchstens 1% des Endproduktes ausmachen, wenn kein adäquater Ersatz zur Verfügung steht.

Ein Produkt darf dem Endverbraucher als Bio verkauft werden, wenn ein Mindestanteil der Inhaltsstoffe aus der Biolandwirtschaft stammen, wenn kein Ersatz in ausreichender Qualität zur Verfügung steht... diese Anteile schwanken je nach Produktart, Verband und Verkaufsland.
Dieser Passus ist den meisten nicht bewusst und wird von vielen Verarbeitern sehr großzügig ausgelegt, da ja der Verarbeiter über die Brauchbarkeit von Qualitäten entscheidet....

Beispiel: Biohopfen... wurde schon oft probiert.... habe noch keinen gesehen der zum Erntezeitpunkt verarbeitbar gewesen wäre... und wenn, dann hätte man das Bier am Freitag nicht trinken dürfen.
Das war alles verpilzt und verlaust bis zum geht nicht mehr, der Hopfen war als solcher nicht mehr erkennbar.

Anders Beispiel: Pfister.... da ist das wenigste Bio.... und das wird nur sehr schlecht bezahlt
Notill08.03.18 @ DWEWT #
DWEWT schrieb:

Du bringst deine Meinung hier auch quasi zu Papier. Die ist dann also auch nichts wert?!

Du bist es der behauptet sie sei weniger wert als die Meinung anderer, die auch zu Papier gebracht wurde...
Evtl. im Auftrag derer, über die wir gerade reden.

DWEWT08.03.18 #
Mit jemandem der "Berufserfahrung" zu "Fakten" macht, diskutiere ich nicht!
Buchfink08.03.18 @ Notill #
Was genau war es denn, was angeliefert wurde, dass dich zu dieser Meinung veranlasst ? Ich streite gewiss nicht ab, dass es schwarze Schafe gibt. Aber die gibt es in jeder Branche, egal ob groß oder klein, egal ob Bio oder nicht. Und wenn du solche Beobachtungen gemacht hast, warum hast du dich nicht an den zuständigen Verband gewendet ?
Notill08.03.18 @ Buchfink #
(Beitrag vom Autor bearbeitet am 08.03.18 um 18:45 Uhr.)
Das war zum Beispiel 'Weizen' der aussah wie Torf aus der Ukraine der an eine Mühle angeliefert wurde, die für Bernbacher Dinkelmehl macht.
Oder z.B. Kalk in Säcken (Aufschrift Lebensmittelqualität) an eine Biomühle um dem Mehl mehr Gewicht zu geben.
Bei einer anderen Biomühle habe ich die Abrechnung gesehen, für die Ladung die ich gefahren habe.... das war unterm Strich schlechter als die Raiffaisen für Konfiware zahlt, denn es fehlten ca. 7t (Siebweizen, unbezahlt, gleichzeitig konnte man bei denen teuer Futterweizen mit Biozertifikat kaufen) und dann wurde noch abgezogen.
Dann bei Verarbeitern Silozüge mit allen möglichen Zutaten, die zwar vermutlich erlaubt sind, aber dem Verbraucher so wohl nicht mitgeteilt werden. Jedenfalls nicht in welcher form das rein kommt.

Man wird da wirklich ein Fan von unverarbeiteter Rohware und selber Kochen.
Alles was im Plastik verkauft wird sollte man möglichst vermeiden....
nurich08.03.18 @ Notill #
Notill schrieb:

Das war zum Beispiel 'Weizen' der aussah wie Torf aus der Ukraine der an eine Mühle angeliefert wurde, die für Bernbacher Dinkelmehl macht.
Oder z.B. Kalk in Säcken (Aufschrift Lebensmittelqualität) an eine Biomühle um dem Mehl mehr Gewicht zu geben.
Bei einer anderen Biomühle habe ich die Abrechnung gesehen, für die Ladung die ich gefahren habe.... das war unterm Strich schlechter als die Raiffaisen für Konfiware zahlt, denn es fehlten ca. 7t (Siebweizen, unbezahlt, gleichzeitig konnte man bei denen teuer Futterweizen mit Biozertifikat kaufen) und dann wurde noch abgezogen.
Dann bei Verarbeitern Silozüge mit allen möglichen Zutaten, die zwar vermutlich erlaubt sind, aber dem Verbraucher so wohl nicht mitgeteilt werden. Jedenfalls nicht in welcher form das rein kommt.

Man wird da wirklich ein Fan von unverarbeiteter Rohware und selber Kochen.
Alles was im Plastik verkauft wird sollte man möglichst vermeiden....


Und was hast du unternommen?
Also außer jetzt in Tierrechtler Manier auf den passenden Augenblick zu warten, um es öffentlich anzuprangern?
24023609.03.18 @ DWEWT #
(Beitrag vom Autor bearbeitet am 09.03.18 um 00:18 Uhr.)
Vitamine (Vitamin B und B2 werden zum Großteil Gen-technisch erzeugt) im Mineralfutter haben einen so geringen Prozentanteil, so daß der Gen-Technik Anteil nicht deklariert werden muß. Die Industrei wird einen Teufel drann tun, daß sie deklariert, was sie nicht muß.
DWEWT09.03.18 @ 240236 #
240236 schrieb:

Vitamine (Vitamin B und B2 werden zum Großteil Gen-technisch erzeugt) im Mineralfutter haben einen so geringen Prozentanteil, so daß der Gen-Technik Anteil nicht deklariert werden muß. Die Industrei wird einen Teufel drann tun, daß sie deklariert, was sie nicht muß.


Ein Mineralfutter ist im Ökolandbau ein Mineralfutter! Vitaminzusätze sind da gar nicht erlaubt.