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landlive.de

Forum: Fleckvieh

Einsatz von hornlosen Bullen
GreenHornet schrieb:

Echt, hattest du so Probleme? Unsere waren alle normal bis groß (40kg- 58kg) -aber alle haben alleine gekalbt, auch die Kalbinnen. Vielleicht lags dazu bei Euch noch an der KV mat?



ja zwei Kalbinnen besamt, 1x 68 kg und 1x 70 kg. Da hilft auch der KVmat nix mehr. Die weiteren Kälber der Kühe waren normal 55 bis 60 kg.
floriansilbereisen schrieb:

ja zwei Kalbinnen besamt, 1x 68 kg und 1x 70 kg. Da hilft auch der KVmat nix mehr. Die weiteren Kälber der Kühe waren normal 55 bis 60 kg.

Das kann ja heiter werden mit den Mahango Söhnen mit den Geburten, wenn man sich ansieht was da manche für einen "maechtigen" Körperbau haben .
Viechalapp19.11.17 @ Simon1986 #
Simon1986 schrieb:

Fleisch bringt er defintiv. Die Kälber waren wirklich der kracher. Das hat echt spaß gemacht.
Auch die Kalbinnen sehr bis jetzt ganz gut aus. Mal sehen wenn die ersten Kalben...


Bei mir war jetzt auch die erste Mahango-Kalbin zum Besamen, welche Bullen setzt ihr da ein?
So sinds schöne Tiere, wobei unsre etwas grobere Füße haben.
Simon198620.11.17 @ Viechalapp #
Wir haben Mahango wirklich viel eingesetzt. Auch auf Kalbinnen.
Keine Probleme. Achte aber gernerell auch wenig bis gar nicht auf Kalbeverlauf uns setzte auch gerne mal einen Stier wie Helderberg ein.

Meine ersten Drei Mahangos sind mit Klose bzw Weltstar belegt.. mal sehen was raus kommt.
altilla20.11.17 @ HessenFleckvieh #
Minos ist für mich kein Bulle, den ich ganz große Taten zutraue, für den breiten Einsatz mit 95 im Fuß und 87 in der Hüftbreite ziemlich knapp und für die Zucht zwar "eine Alternative", aber nicht der Bulle für Bullenmütter.
Was diese Linie angeht: Merkur hat seine Chancen gehabt! Aber er bleibt begrenzt in Euter und Fitness, deshalb könnte es sein, dass dieser Pfad mal endet. Im übrigen hab ich diese Woche grad gelernt, dass wir zu sehr auf die Vaterpfade fixiert sind und den tatsächlichen Anteil einer Blutlinie dadurch völlig falsch einschätzen!

Aber war und wäre das nicht genau der Ansatz, den man in der genomischen Selektion zuerst so rausposaunt hat: alternative Bullen gezielt auf Bullenmütter einsetzen, um auch die genetische Breite zu erhalten bzw. die Einengung nicht zu schnell werden zu lassen?
Ich merke es immer wieder: die großen Überlegungen der GS sind an der Realität zerschellt, statt 100 Söhne eines "Outcross" Bullen zu erzeugen und zu testen werden von einem Bullen, der schon 1000 Söhne im Test hatte noch weitere 100 erzeugt und getestet.
HessenFleckvieh20.11.17 @ altilla #
altilla schrieb:

Aber war und wäre das nicht genau der Ansatz, den man in der genomischen Selektion zuerst so rausposaunt hat: alternative Bullen gezielt auf Bullenmütter einsetzen, um auch die genetische Breite zu erhalten bzw. die Einengung nicht zu schnell werden zu lassen?
Ich merke es immer wieder: die großen Überlegungen der GS sind an der Realität zerschellt, statt 100 Söhne eines "Outcross" Bullen zu erzeugen und zu testen werden von einem Bullen, der schon 1000 Söhne im Test hatte noch weitere 100 erzeugt und getestet.

Das sehe ich nicht so düster, demnächst werden die Beiträge der Besamungsinfotagung 2017 auf den Seiten der Lfl online gestellt, da kann man dann erkennen, dass es noch einige Bullen mit niedrigen Inzuchtkoeffizienten gibt und das diese auch in der Zucht verwendet werden. Nochmals sei der Hinweis erlaubt, dass die Rettung von "Vaterpfaden" (=Anfangsbuchstaben) nicht so relevant ist wie die Begrenzung von Inzuchtkoeffizienten in der Population.

MfG, HFlv
HessenFleckvieh schrieb:

Das sehe ich nicht so düster, demnächst werden die Beiträge der Besamungsinfotagung 2017 auf den Seiten der Lfl online gestellt, da kann man dann erkennen, dass es noch einige Bullen mit niedrigen Inzuchtkoeffizienten gibt und das diese auch in der Zucht verwendet werden. Nochmals sei der Hinweis erlaubt, dass die Rettung von "Vaterpfaden" (=Anfangsbuchstaben) nicht so relevant ist wie die Begrenzung von Inzuchtkoeffizienten in der Population.

MfG, HFlv

Ich bitte dich den Link ins Forum zu stellen, wenns fertig ist!

Lg
Viechalapp schrieb:

Bei mir war jetzt auch die erste Mahango-Kalbin zum Besamen, welche Bullen setzt ihr da ein?
So sinds schöne Tiere, wobei unsre etwas grobere Füße haben.

Ich tät da die Bullen der Mitbewerber hernehmen, passend für hornlose Mahango-Rinder wären Io Pp oder Volumen.
Falls die Rinder pp sind, würde ich auf hornlos pfeifen und einen soliden "normalen" einsetzen, falls das Rind PP ist, dann einen aktuellen pp-Bullen mit Fundament und Euter, von der Spitze weg, zB Enjo oder Horizont, um interessante Pp-Nachzucht zu erzeugen.

LG, HFlv
altilla22.11.17 @ HessenFleckvieh #
Das sehe ich nicht so düster, demnächst werden die Beiträge der Besamungsinfotagung 2017 auf den Seiten der Lfl online gestellt, da kann man dann erkennen, dass es noch einige Bullen mit niedrigen Inzuchtkoeffizienten gibt und das diese auch in der Zucht verwendet werden. Nochmals sei der Hinweis erlaubt, dass die Rettung von "Vaterpfaden" (=Anfangsbuchstaben) nicht so relevant ist wie die Begrenzung von Inzuchtkoeffizienten in der Population.

Fleckvieh hat da sicher noch einen gewaltigen Vorteil zu Holstein, was die Inzucht betrifft.
Die Rettung aller vorhandenen Vaterpfade sehe ich auch nicht als nötig an, man sieht aber am Bullen Redad, dessen Nachkommen sich nun in drei Anfangsbuchstaben (I, N, V) aufteilen, dass "Outcross" und gleicher Vaterpfad sich nicht ausschliessen müssen. Oder Horex mit zwei Anfangsbuchstaben (J, W)...
Das sind jetzt vielleicht keine optimalen Beispiele, aber wohl am eingängigsten.
Zumal es genau genommen in der ganzen Fleckviehzucht doch nur zwei ganz bedeutende Vaterpfade gibt: Redad und Hans SN1.
HessenFleckvieh schrieb:

Das sehe ich nicht so düster, demnächst werden die Beiträge der Besamungsinfotagung 2017 auf den Seiten der Lfl online gestellt, da kann man dann erkennen, dass es noch einige Bullen mit niedrigen Inzuchtkoeffizienten gibt und das diese auch in der Zucht verwendet werden. Nochmals sei der Hinweis erlaubt, dass die Rettung von "Vaterpfaden" (=Anfangsbuchstaben) nicht so relevant ist wie die Begrenzung von Inzuchtkoeffizienten in der Population.

MfG, HFlv


Hier dazu der erwähnte Link zum Geheft.
Seite 60-62 nimmt Bezug zu diesem Thema.