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landlive.de

Forum: Preise, Verbraucher, Handel und Politik

Biolandbau und seine Folgen
altilla02.01.19 @ Doptrebo90 #
Warum zerfleischt ihr euch denn schon wieder?

Zerfleischen, nunja, die meisten hier machen es nicht. Man muss diskutieren und dabei den anderen noch Leben lassen.

Mir muss die Meinung des anderen nicht gefallen, aber ich sollte sich respektieren.
altilla02.01.19 @ Cuxman #
Der Unterschied ist, dass hier Lebensmittel aus dem Ausland verkauft werden dürfen, die nicht nach den für deutsche Bauern geltenden Regeln erzeugt werden. Importautos erhalten keine Zulassung, wenn sie nicht den deutschen Regeln entsprechen.

Der Unterschied zwischen Lebensmitteln aus dem Ausland und aus Deutschland/Europa ist nicht so groß, wie zwischen Bio und konventionell.

Bei Autos geht es vielfach um andere Dinge: Prestige. Darum findet auch ein überteuerter Ferrari oder Maybach seinen Käufer. Und genauso gilt das für Bioprodukte: die einen kaufen Nissan oder Ford, die anderen Daimler oder Porsche. Nur haben bioprodukte kein so öffentliches Prestige, wie Autos.
altilla02.01.19 @ Miche #
Über Importzulassungen entscheiden nicht die Verbraucher, ein weiteres Argument gegen die allgemein verbreitete Ansicht, die Verbraucher hätten es in der Hand. Das ist meistens eine Ausrede von Verantwortlichen in Politik und Interessenvertretung, wenn sie nichts verändern wollen.

Das heisst, du meinst, die Politik und die Interessenvertretung ist dafür verantwortlich, dass die meisten Verbraucher keine Bioprodukte kaufen?
Was sollte die Politik denn machen?
nurich02.01.19 @ altilla #
altilla schrieb:

Das heisst, du meinst, die Politik und die Interessenvertretung ist dafür verantwortlich, dass die meisten Verbraucher keine Bioprodukte kaufen?
Was sollte die Politik denn machen?


Alles andere verbieten
altilla02.01.19 @ nurich #
An dieser Abstimmung beteiligt sich jeder Verbraucher Tag täglich
Und das ist auch das Problem der Landwirtschaft, das die Mehrheit der Verbraucher nicht bereit ist dafür zu zahlen, was eine kleine Gruppe medienaffinen Leute durchsetzen möchte.

Das erinnert mich immer an eine Frau, die meinte, essen muss billig sein, weil was ich anziehe, dass sehen die Leute, was ich esse aber nicht.
Interessanterweise war ihre Tochter und deren Ehemann als Unternehmer Vorreiter der Biobewegung und der Spruch kam zu einer Zeit, als die beiden bereits ausschliesslich Bioprodukte verkauft haben.
altilla02.01.19 @ nurich #
Alles andere verbieten

Das möchte ich ja wissen... ob er auch noch andere Gedanken hat?
altilla02.01.19 @ karlo #
Die Essgewohnheiten "Fleischmenge "und "wenig wegschmeißen" stehen in keinem inhaltlichen Zusammenhang zum Biolandbau. Zumindest wenn man nicht auf die Bio-Bauern hört welche sagen dass Bio ohne Vieh nicht geht (wegen des zu hohen Nährstoffexports im Marktfruchtbau).

Nicht direkt, nur indirekt.
Wenig wegschmeissen: weil Lebensmittel so billig sind, wird mehr weggeworfen, Die Studie geht davon aus, dass die selbe Menge weggeworfen wird, würde sich dieser Anteil ändern, dann würde sich auch die Folgen der Studie ändern.
Fleischmenge: Auch hier wird der Fleischverbrauch einfach so fortgeschrieben, wie er momentan sich entwicklet. Aber die aktuelle Fleischerzeugung ist Luxuskonsum und entspricht nicht dem, was die Grundidee des Ökolandbaus ist.

Deine Aussage dieser Nachricht ist somit falsch. Die Aussagen zum Biolandbau dieser Studie sind unabhängig vom Fleischverzehr und der größe der Weltbevölkerung .

Dann hast du die Studie und deren Grundvoraussetzungen nicht verstanden.
nurich02.01.19 @ altilla #
altilla schrieb:

Das erinnert mich immer an eine Frau, die meinte, essen muss billig sein, weil was ich anziehe, dass sehen die Leute, was ich esse aber nicht.
Interessanterweise war ihre Tochter und deren Ehemann als Unternehmer Vorreiter der Biobewegung und der Spruch kam zu einer Zeit, als die beiden bereits ausschliesslich Bioprodukte verkauft haben.


Natürlich mache ich mich glaubhafte, wenn ich lebe was ich predige oder verkaufe. Aber nicht wirklich Bedingung. Das eine ist eine betriebswirtschaftliche Entscheidung, das andere die innere Einstellung.
altilla02.01.19 @ nurich #
Natürlich mache ich mich glaubhafte, wenn ich lebe was ich predige oder verkaufe. Aber nicht wirklich Bedingung. Das eine ist eine betriebswirtschaftliche Entscheidung, das andere die innere Einstellung.

Bis zu einem gewissen Grad geht das. Aber viele Unternehmer sagen doch, man muss hinter dem stehen, was man macht.
Das Thema Biolandbau ist derartig ideologisch aufgeheizt, dass man das ganz schwierig rein betriebswirtschaftlich betrachten kann.
karlo02.01.19 @ altilla #
altilla schrieb:

Dann hast du die Studie und deren Grundvoraussetzungen nicht verstanden.

Ob mehr oder weniger weggeschmissen wird,ob mehr oder weniger Fleisch gegessen wird, egal für die Ergebnisse der Studie. Sie betrachtet den Ackerbau, ich versuche noch einmal es dir zu erklären :
Die Umstellung eines ha in Europa von konvi auf Bio hat einen niedrigeren Ertrag zur Folge.Bedeutet mehr Platz für unberührte Natur mit Vorteilen für Artenreichtum und klimarelevante Umweltauswirkungen. Zur Rechnung hinzu kommen die unterschiedlichen Auswirkungen von den verschiedenen Produktionsformen, also ggf,etwas mehr Artenreichtum auf Bioflächen , weniger Erosion auf Konvi-Flächen, aber immer bezogen auf die selbe Fläche.


Du bist ja nicht der einzige, wo es nicht versteht:
[www.agrarheute.com]
(vieleicht setzen die Ökoverbände ja auch nur aus finanziellen Gründen darauf, das viele so wie du es nicht verstehen)