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Forum: Preise, Verbraucher, Handel und Politik

biolandbau-manche-bekommen-fracksausen-5507
Miche07.01.19 #
(Beitrag vom Autor bearbeitet am 07.01.19 um 19:53 Uhr.)
[www.agrarheute.com]
Ein Bericht mit durchwegs positiven Aussagen und dann die Überschrift "Biolandbau - manche bekommen Fracksausen"?
"Mancher Biobauer bekommt schon heute das Fracksausen, wenn er auf die vielen Umsteller und damit das steigende Angebot von Ökoprodukten blickt. Und er nimmt es fast als Wunder auf, dass der Preis für Biomilch nach wie vor stabil auf einer Umlaufbahn um die 48-ct-Marke kreist".
Es ist beileibe kein Wunder, dass der Preis für Biomilch nach wie vor stabil ist, sondern die Folge der vernünftigen Handlungsweise der Öko-Molkereien, die nur soviel Biomilch auf den Markt bringen, wie dieser verträgt.
altilla08.01.19 @ Miche #
https://www.agrarheute.com/wochenblatt/regionen/schwaben/biolandbau-manche-bekommen-fracksausen-550728
Ein Bericht mit durchwegs positiven Aussagen und dann die Überschrift "Biolandbau - manche bekommen Fracksausen"?
"Mancher Biobauer bekommt schon heute das Fracksausen, wenn er auf die vielen Umsteller und damit das steigende Angebot von Ökoprodukten blickt. Und er nimmt es fast als Wunder auf, dass der Preis für Biomilch nach wie vor stabil auf einer Umlaufbahn um die 48-ct-Marke kreist".
Es ist beileibe kein Wunder, dass der Preis für Biomilch nach wie vor stabil ist, sondern die Folge der vernünftigen Handlungsweise der Öko-Molkereien, die nur soviel Biomilch auf den Markt bringen, wie dieser verträgt.

Vor einigen Jahren wollte man bereits 2020 etwa 20 % Biolandbau haben. Nun ist man offensichtlich in der Situation, dass man mit weniger als 10 % Biolandbau nicht einmal Molkereien findet, die neue Umsteller aufnehmen wollen.
Warum verstehen die Protagonisten des Biolandbaus nicht, dass man den Absatz zuerst schaffen muss, damit man umstellen kann?
Alle bisherigen Forderungen der Politik und der Politiker gehen aber nicht dahin, den Absatz zu fördern sondern dass Angebot auszuweiten!

Die Tatsache, dass Biomolkereien nichts weiter aufnehmen wollen oder können, weil eben kein Absatz da ist, ist doch ein Offenbarungseid für die "politischen Förderer" des Ökolandbaus!
Josef808.01.19 @ Miche #
Miche schrieb:

[www.agrarheute.com]
Ein Bericht mit durchwegs positiven Aussagen und dann die Überschrift "Biolandbau - manche bekommen Fracksausen"?
"Mancher Biobauer bekommt schon heute das Fracksausen, wenn er auf die vielen Umsteller und damit das steigende Angebot von Ökoprodukten blickt. Und er nimmt es fast als Wunder auf, dass der Preis für Biomilch nach wie vor stabil auf einer Umlaufbahn um die 48-ct-Marke kreist".
Es ist beileibe kein Wunder, dass der Preis für Biomilch nach wie vor stabil ist, sondern die Folge der vernünftigen Handlungsweise der Öko-Molkereien, die nur soviel Biomilch auf den Markt bringen, wie dieser verträgt.



genau, und mit der restlichen Übermilch verunreinigen und panschen sie unsere gute konventionelle Milch
Miche09.01.19 @ altilla #
altilla schrieb:

Vor einigen Jahren wollte man bereits 2020 etwa 20 % Biolandbau haben. Nun ist man offensichtlich in der Situation, dass man mit weniger als 10 % Biolandbau nicht einmal Molkereien findet, die neue Umsteller aufnehmen wollen.
Warum verstehen die Protagonisten des Biolandbaus nicht, dass man den Absatz zuerst schaffen muss, damit man umstellen kann?
Alle bisherigen Forderungen der Politik und der Politiker gehen aber nicht dahin, den Absatz zu fördern sondern dass Angebot auszuweiten!

Die Tatsache, dass Biomolkereien nichts weiter aufnehmen wollen oder können, weil eben kein Absatz da ist, ist doch ein Offenbarungseid für die "politischen Förderer" des Ökolandbaus!


1. Daß zur Zeit keine neuen Umsteller aufgenommen werden, liegt daran, daß infolge der Milchkrise 2015-2016 mehr Bauern auf Bio umstellen wollten, als der Markt aufnehmen kann. Also kein "Offenbarungseid" des Ökolandbaues, sondern des konventionellen Milchmarktes.
2. Der Absatz von Biomilchprodukten steigt regelmässig im 2stelligen Prozentbereich jährlich.
3. Es ist ein Zeichen dafür, daß im Ökobereich der Markt funktioniert, wenn die Molkereien nur soviele Neuumsteller unter Vertrag nehmen, wie sie auch Milch vermarkten können, ohne daß der Preis zusammenbricht. Sollen die Ökomolkereien etwa wie die konventionellen arbeiten und einfach jede Menge annehmen und dann zu Schleuderpreisen auf Kosten der Bauern verkaufen?
4. Gerade das war meine ursprüngliche Aussage, daß es eben kein Wunder ist, daß der Ökomilchpreis nicht zusammenbricht, sondern auf einer verantwortliche Mengenpolitik beruht, was auch im konv. Milchmarkt wünschenswert wäre.
luxnigra09.01.19 @ Josef8 #
Josef8 schrieb:

genau, und mit der restlichen Übermilch verunreinigen und panschen sie unsere gute konventionelle Milch



Rechnen kanns du auch nicht: würden alle auf Biomilch umsteigen so hätte das eine Verknappung und eine Stabilisierung des gesamten Milchmarktes zur Folge.

Von den anderen Folgenkossten der konventionellen Milchproduktion in einer konventionellen, pestizidgestützten Landwirtschaft will ich gar nicht reden.

maxp09.01.19 @ luxnigra #
luxnigra schrieb:

Rechnen kanns du auch nicht: würden alle auf Biomilch umsteigen so hätte das eine Verknappung und eine Stabilisierung des gesamten Milchmarktes zur Folge.

Von den anderen Folgenkossten der konventionellen Milchproduktion in einer konventionellen, pestizidgestützten Landwirtschaft will ich gar nicht reden.

Dann würden alle die ausländische konventionelle Milch kaufen und in Osteuropa würden die Ställe aus dem Boden gestampft werden...
luxnigra10.01.19 #
Das wurde auch schon prophezeit bei der Legehennenverordnung.

Ich stelle fest: So mancher Quereinsteiger hällt mit Freude und Profit wieder Hühner. Der lokale Kunde weis es zu schätzen.

stripptiller10.01.19 @ luxnigra #
luxnigra schrieb:

Das wurde auch schon prophezeit bei der Legehennenverordnung.

Ich stelle fest: So mancher Quereinsteiger hällt mit Freude und Profit wieder Hühner. Der lokale Kunde weis es zu schätzen.


das ist leider nur die halbe wahrheit , denn die verarbeitende industrie greift sehr gern auf günstigere produkte wie eiklar usw aus dem ausland aus käfighaltung zurück .

derDrohn10.01.19 #
[www.meine-milch.de]

Vollkommen OT?

Der Drohn
Doptrebo9010.01.19 @ Miche #
Miche schrieb:

1. Daß zur Zeit keine neuen Umsteller aufgenommen werden, liegt daran, daß infolge der Milchkrise 2015-2016 mehr Bauern auf Bio umstellen wollten, als der Markt aufnehmen kann. Also kein "Offenbarungseid" des Ökolandbaues, sondern des konventionellen Milchmarktes.
2. Der Absatz von Biomilchprodukten steigt regelmässig im 2stelligen Prozentbereich jährlich.
3. Es ist ein Zeichen dafür, daß im Ökobereich der Markt funktioniert, wenn die Molkereien nur soviele Neuumsteller unter Vertrag nehmen, wie sie auch Milch vermarkten können, ohne daß der Preis zusammenbricht. Sollen die Ökomolkereien etwa wie die konventionellen arbeiten und einfach jede Menge annehmen und dann zu Schleuderpreisen auf Kosten der Bauern verkaufen?
4. Gerade das war meine ursprüngliche Aussage, daß es eben kein Wunder ist, daß der Ökomilchpreis nicht zusammenbricht, sondern auf einer verantwortliche Mengenpolitik beruht, was auch im konv. Milchmarkt wünschenswert wäre.

Sehe ich ähnlich! Der Öko Anteil bei Milch ist deutlich höher als 10%. Viele wollten eben umstellen - können aber nicht weil der Markt voll ist. Das ist eben Marktwirtschaft. Warum die Preise ruinieren lassen weil ein paar Betriebe umstellen wollen? Man hätte wirklich lange genug auf den Zug aufsprigen können.