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Forum: Preise, Verbraucher, Handel und Politik

Nebengewerbe Landwirtschaftliche Dienstleistung
Lukas27130.03.19 #
Hallo zusammen,

Ich bin seit einem guten Viertel Jahr auf 450€ Basis in unserer Biogasanlage vor Ort angestellt. Dort muss ich hauptsächlich Füttern, aber auch fahren und sonstige Arbeiten ausführen, welche gerade so anfallen.
Durch die 450€ Grenze bin ich aber eingeschränkt, was die monatliche Arbeitszeit betrifft.
Besteht in meinem Fall die Möglichkeit, einen Nebenerwerb im Sinne einer landwirtschaftlichen Dienstleistung anzumelden, da hier die Grenze meines Wissens nach, bei 17000€ jährlich liegt?

Viele Grüße

Lukas

Bauer300631.03.19 @ Lukas271 #
(Beitrag vom Autor bearbeitet am 31.03.19 um 01:56 Uhr.)

Wenn Du klug bist gehste erst mal zum Steuerberater.
Der wird dir dann vielleicht die Gründung einer britischen Limited, oder beim harten
Brexit eine deutsche Mini - G.m.b.H vorschlagen.

Vermute aber mal, du bist aktuell ziemlich pleite.
Und die Brüder arbeiten nun mal nicht gratis, darum hilft dir
dieser Rat sicher nicht weiter.

Aber eines schlag dir schon mal aus dem Kopf, nämlich: - Landwirtschaftliche Dienstleistungen - .
Das ist in heutiger Zeit ein Unwort für jeden Bänker wie z.B. Bio ohne dick Eigenkapital !!!
Wenn, dann nenn es - Technische Dienstleistungen - (bei der Anmeldung) .

Geh in Richtung Vermietung und Verpachtung von Technik (solo) , oder plus Mann.
Zum Beispiel Schlepper, Radlader, Mulde, Hubsteiger, Hochdruckreiniger, u.s.w., u.s.w., ....
Und stell dann dafür auf Abruf selbst 450,- Euro Kräfte ein.
Nutz diese 450,-Euro Lücke aus, genau so wie es deine Biogasanlage tut.

Fang klein an, z.B. vermietest Mann mit Technik, z.B. Besen, Schüppe und Handfeger.
Der den Hof der Biogasanlage fegt. Natürlich pünktlich und perfekt wie gewünscht.
Und dann wachsen, Schritt für Schritt die Treppe hoch ! So wie Millionen andere
vor dir. Immer schön eine Treppenstufe nach der anderen !

Bist Du gut, stehen die Kunden Schlange.

Haste die ersten 10 000,- Euro Umsatz erreicht. Dann geste zur Bank, und sagst
du möchtest investieren (brauchst Hilfe) für dein Geschäft.

Ist die Bank überzeugt, du bist fleißig und weist was du willst. Dann helfen die gern.
Maschinen finanzieren ist für sie kein Risiko, und 450,- Euro Kräfte auch nicht.

Gruß
Bauer









maxp31.03.19 #
Lass dich doch für die Tätigkeiten anstellen. Als Selbstständiger hast du null Schutz und in deinem Fall wär das auch ne Scheinselbstständigkeit.

Ab einem Verdienst von 450 Euro müssen Sie auch in der Nebenbeschäftigung Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung zahlen

altilla31.03.19 @ Lukas271 #
Ich bin seit einem guten Viertel Jahr auf 450€ Basis in unserer Biogasanlage vor Ort angestellt. Dort muss ich hauptsächlich Füttern, aber auch fahren und sonstige Arbeiten ausführen, welche gerade so anfallen.
Durch die 450€ Grenze bin ich aber eingeschränkt, was die monatliche Arbeitszeit betrifft.
Besteht in meinem Fall die Möglichkeit, einen Nebenerwerb im Sinne einer landwirtschaftlichen Dienstleistung anzumelden, da hier die Grenze meines Wissens nach, bei 17000€ jährlich liegt?

Du bist etwas sparsam mit deinen Informationen:
Hast du denn ausser diesen 450 € einen weiteren Arbeitsplatz? Oder führst du selbst einen landwirtschaftlichen Betrieb? Arbeitslos etc.? Das wären wichtige Eckpunkte, die für Ratschläge notwendig sind.

Ansonsten mal Bauer3006 lesen und durch den Kopf gehen lassen.
Lukas27131.03.19 #
Danke schonmal für die Infos.
Natürlich habe ich einen Hauptberuf, bin in der Industrie angestellt. Geldnöte hab ich eher weniger!
Es geht mir eigentlich nur darum, ich habe Spaß an der Arbeit und hätte die Möglichkeit nebenzu noch bei einem Lohnunternehmer zu arbeiten. Da aber mein erster 450€ Job in der Biogas ausgeschöpft ist, müsste ich den zweiten versteuern, wobei dieser dann normal versteuert werden muss meines Wissens. Da ich durch meinen Hauptberuf, schon sehr gut verdiene, bleiben mir nach der Besteuerung des zweiten Nebenjobs nicht mehr viel davon übrig.
Und nur für den Staat arbeiten will ich auch nicht
Aber da ja eine Scheinselbständigkeit im Raum steht, hat sich das wohl erübrigt.
Kasparow31.03.19 @ Lukas271 #
Ich möchte jetzt wirklich nicht zu neugierig sein, aber was ist das für ein Hauptjob in dem man die Zeit und Kraft für zwei Nebenjobs aufbringen kann/ möchte.

Denkbar wäre Grundschullehrer , . oder ?
Kartoffelbluete31.03.19 #
Das geht schon! Ich kenn mehrere solche "Schafferle". Die arbeiten in der Industrie
im zwei Schichtbetrieb. Da lässt sich schon noch einiges nebenbei organisieren.
Bauer300631.03.19 @ Lukas271 #
Lukas271 schrieb:

Danke schonmal für die Infos.
Natürlich habe ich einen Hauptberuf, bin in der Industrie angestellt. Geldnöte hab ich eher weniger!
Es geht mir eigentlich nur darum, ich habe Spaß an der Arbeit und hätte die Möglichkeit nebenzu noch bei einem Lohnunternehmer zu arbeiten. Da aber mein erster 450€ Job in der Biogas ausgeschöpft ist, müsste ich den zweiten versteuern, wobei dieser dann normal versteuert werden muss meines Wissens. Da ich durch meinen Hauptberuf, schon sehr gut verdiene, bleiben mir nach der Besteuerung des zweiten Nebenjobs nicht mehr viel davon übrig.
Und nur für den Staat arbeiten will ich auch nicht
Aber da ja eine Scheinselbständigkeit im Raum steht, hat sich das wohl erübrigt.


Interessanter Fall :
Ganz heiß auf Treckerfahren, zum Zweck der eigenen Bespaßsung !

Warum zahlste dann nicht dem Lohnunternehmer dafür daß Du es darfst ???
Dann geht die Rechnung doch wieder auf, musste keine Steuern zahlen. Oder ?
Der Lohnunternehmer verbucht den Gewinn schon, den er daraus zieht. Da
mach dir mal keine Sorgen.

Ein schönes neues Geschäftsmodell für Lohnunternehmer:
Wer unbedingt schöne neue Trecker fahren will, der zahlt freiwillig dafür.
Weil ja die Bespaßung der Treckerfahrer eine Dienstleistung ist. Toll, oder ?
Die Dienstleistung heißt so Freizeit- Bespaßung, und nicht z.B. Transport.

Ist vielleicht eine Marktlücke, zur Gündung für dein eigenes Unternehmen.
Verrückte die dafür sogar zahlen (Treckerfahren) gibt es bestimmt genug.
Steuern zahlen brauchste ja in den ersten Jahren so auch nicht.
Die Abscheibung der Trecker und Mulden frist den Gewinn erst mal auf.

Glaub mir, so verrückt ist die Welt.
Nutz es einfach aus !

Gruß
Bauer






Kartoffelbluete schrieb:

Das geht schon! Ich kenn mehrere solche "Schafferle". Die arbeiten in der Industrie
im zwei Schichtbetrieb. Da lässt sich schon noch einiges nebenbei organisieren.


Ja, ist normal !

Kenn einen (ist Beamter) , der Laden läuft auf den Namen seiner Frau.
Macht in Vermietung von Hubsteigern, Minibaggern, Hochdruckreiniger,
u.s.w., u.s.w, .....

Immer schön einen Hunni pro Maschine und Tag, am Wochenende ist da die Hölle los.
Der Laden brummt wie sau !!!



nurich31.03.19 @ Lukas271 #
[quote]Lukas271 schrieb:

Danke schonmal für die Infos.
Natürlich habe ich einen Hauptberuf, bin in der Industrie angestellt. Geldnöte hab ich eher weniger!
Es geht mir eigentlich nur darum, ich habe Spaß an der Arbeit und hätte die Möglichkeit nebenzu noch bei einem Lohnunternehmer zu arbeiten. Da aber mein erster 450€ Job in der Biogas ausgeschöpft ist, müsste ich den zweiten versteuern, wobei dieser dann normal versteuert werden muss meines Wissens. Da ich durch meinen Hauptberuf, schon sehr gut verdiene, bleiben mir nach der Besteuerung des zweiten Nebenjobs nicht mehr viel davon übrig.
Und nur für den Staat arbeiten will ich auch nicht
Aber da ja eine Scheinselbständigkeit im Raum steht, hat sich das wohl erübrigt.[/quote

Soziale und wirtschaftliche Absicherung hast du durch deinen Hauptjob. Scheinselbständigkeit würde ich nicht sehen, zum einen hast du ja zwei Auftraggeber, und wenn dein Lohner mitspielt, Last er dich beim ein oder anderen Kunden direkt abrechnen, und verleiht da nur die Maschine. Dann ist das Thema eh vom Tisch.
Gestaltungsspielraum gibt's hier genug.